Grünes Licht für die Oberflächeninspektion
Automatisierte Qualitätskontrolle von Spritzgussteilen durch Künstliche Intelligenz

Von Dr. Theresa Bick, Data Scientist Computer Vision, Fraunhofer IAIS 6 min Lesedauer

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Bisherige Lösungen visueller Qualitätskontrolle in der industriellen Produktion sind meist komplex im Aufbau und erfordern hohe Investitionen. Hier setzt ein KI-basiertes Oberflächeninspektionssystem zur Qualitätskontrolle glänzender oder diffus reflektierender Oberflächen an, um optische Mängel wie Kratzer, Lackfehler oder Staubeinschlüsse automatisiert, zuverlässig und schnell zu erkennen.

Möglich ist die automatisierte Qualitätskontrolle von glänzenden Bauteilen aus unterschiedlichen Branchen. Im Automotivebereich können etwa Türelemente, Zierblenden und -leisten oder Türgriffe beschichtet oder unbeschichtet geprüft werden.
(Maks Lab - stock.adobe.com)

Von Zierleisten im Auto bis zum Gerätegehäuse eines hochwertigen Kaffeevollautomaten: Bevor Waren aus Spritzguss die Produktionsstätte verlassen, sollte ihre Qualität geprüft und sichergestellt sein. Handelt es sich um Produkte mit einer reflektierenden Oberfläche, ist eine automatisierte Kontrolle besonders herausfordernd: Einfache fotografische Verfahren können hier aufgrund von Spiegelungen nicht eingesetzt werden, und manuelle Qualitätsprüfungen – insbesondere bei hohen Stückzahlen – sind zeit- und kostenintensiv. Das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS hat daher ein patentiertes System entwickelt, das glänzende oder diffus reflektierende Oberflächen komplett automatisiert kontrolliert.