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Recyclingkreislauf für Verbundwerkstoffe mit Aluminium So gelangen Aluminium-Verbundplatten zurück in den Kreislauf

Von Dominik Bechlarz 2 min Lesedauer

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3A Composites hat einen Wertstoffkreislauf für die Rückführung von Aluminiumverbundmaterialien in Deutschland vorgestellt und arbeitet dabei mit dem Recyclingunternehmen Pekutherm zusammen.

Zerkleinerte Alu-Verbundwerkstoffe: Die Plattenmaterialabfälle werden zu gleichmäßigen Hackschnitzeln verarbeitet.(Bild: 3A Composites)
Zerkleinerte Alu-Verbundwerkstoffe: Die Plattenmaterialabfälle werden zu gleichmäßigen Hackschnitzeln verarbeitet.
(Bild: 3A Composites)

Für die Sammlung der Wertstoffe hat sich Pekutherm zur Verfügung gestellt. Das Unternehmen hat bereits heute mehr als 7.000 spezielle Sammelcontainer für hochwertige technische Kunststoffe bei Verarbeitern von Acrylglas (PMMA), Messe- und Ladenbaubetrieben und vielen weiteren Wirtschaftszweigen im Umlauf.

„Verbundwerkstoffe mit Aluminium sind leicht und werden für Fassaden, in der Display- und Werbebranche bis zu Verkehrsbeschilderung genutzt. Bereits im vergangenen Jahr konnten wir durch das Sammeln von Alu-Verbundwerkstoffen 1.000 Tonnen CO2-Ausstoß einsparen, die bei der Produktion neuer Werkstoffe angefallen wären. Zum Vergleich: eine Tonne CO2 entspricht einer knapp 5.000 Kilometer langen Fahrt mit einem Mittelklasse-PKW mit Benzinantrieb“, sagt Heiko Pfister, Geschäftsführer von Pekutherm.

Das Geisenheimer Unternehmen setzt bereits seit Jahren ein schlüssiges Kreislaufkonzept für hochwertige Kunststoffe. Gesammelt werden künftig Verbundplatten von 3A Composites wie Alucobond oder Dibond.

Geschreddertes Material nicht getrennt: Die groben Hackschnitzel werden bei hoher Geschwindigkeit gegen Schneiden geschleudert und somit in die Bestandteile aufgebrochen.(Bild:  3A Composites)
Geschreddertes Material nicht getrennt: Die groben Hackschnitzel werden bei hoher Geschwindigkeit gegen Schneiden geschleudert und somit in die Bestandteile aufgebrochen.
(Bild: 3A Composites)

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Wie Pekutherm das Recycling unterstützt

„Mit diesem Wertstoffkreislauf setzen wir die Verpflichtung zum Schutz der Umwelt konsequent um und tragen dazu bei, die Kreislaufwirtschaft maßgeblich voranzutreiben. Dazu haben wir Partner wie Pekutherm ausgewählt, die bereits seit langem gegenüber den Verarbeitern etabliert sind und ein Gesamtkonzept anbieten. Pekutherm hilft mit den Ecoboxen Unternehmen, ohne großen Aufwand die Kreislaufwirtschaft zu unterstützen und auch das für uns relevante Material zu sammeln“, erklärt Moritz Pieper, verantwortlich für Circular Economy bei 3A Composites Europe.

Hauptsächlich werden PMMA (Acrylglas), Polycarbonat (PC) und andere hochwertige Werkstoffe durch Pekutherm und spezielle Sammelcontainer bei Anwendern in einem geschlossenen Kreislauf gesammelt, aufbereitet und anschließend von Herstellern in gleichwertige Produkte verarbeitet. Das System sichert die Qualität der Rezyklate und ermöglicht das Verarbeiten ohne Qualitätsverluste.

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Mit der sogenannten Ecobox können Verarbeiter von hochwertigen Kunststoffen und Aluverbundwerkstoffen einen faltbaren Sammelcontainer anfordern, der in den Betrieben dann mit Rest- und Altmaterial gefüllt werden kann und anschließend von Pekutherm abgeholt wird. „Unser Bestreben war bereits vor Jahren ein umweltschonendes Recycling-Gesamtkonzept, dass sich bei Unternehmen nahtlos in die Prozesse integriert. Damit konnten wir bereits die Recycling-Quote hochwertiger Kunststoffe signifikant erhöhen und in 2022 über 200 Tonnen Dibond-Verbundmaterial sammeln und recyclen. Unser Ziel ist eine Erhöhung auf 1.000 Tonnen, was dann einer CO2-Ersparnis von 5.000 Tonnen entsprechen wird“, sagt Pfister.

Aluminium und Kunststoff getrennt: Die Bestandteile werden aufgrund der unterschiedlichen Materialdichte über Wirbelstrom voneinander separiert.(Bild:  3A Composites)
Aluminium und Kunststoff getrennt: Die Bestandteile werden aufgrund der unterschiedlichen Materialdichte über Wirbelstrom voneinander separiert.
(Bild: 3A Composites)

Im Recycling-Nachweis des Unternehmens wird Anwendern zudem ausgewiesen, welche Menge CO2 durch die Rückführung von Wertstoffen realisiert werden konnte – optimal für die Nutzung in der Außendarstellung. Das Angebot zur Rücknahme von Aluminiumverbundplatten wird zunächst in Deutschland starten und soll bald auf weitere europäische Länder ausgeweitet werden.

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