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Covestro Adnoc ist bei der Übernahme am Ziel

Von Melanie Ehrhardt 2 min Lesedauer

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Die Hängepartie hat ein Ende: Adnoc darf Covestro übernehmen. Der Staatskonzern aus den Vereinigten Arabischen Emiraten hat die letzte ausstehende regulatorische Genehmigung erhalten.

Covestro-Übernahme durch Adnoc: Closing der Transaktion in den kommenden Tagen erwartet.(Bild:  Covestro)
Covestro-Übernahme durch Adnoc: Closing der Transaktion in den kommenden Tagen erwartet.
(Bild: Covestro)

Anfang September feierte Covestro sein zehnjähriges Bestehen. Zuvor firmierte das Unternehmen als „Kunststoffsparte“ von Bayer. "Die Eigenständigkeit werde es dem Unternehmen ermöglichen, seine Stärken im globalen Wettbewerb noch schneller und flexibler auszuspielen", betonte der damalige Covestro-Vorstandschef Patrick Thomas. 

Mit der Eigenständigkeit ist es nun vorbei: Die ehemalige Bayertochter wird für fast 12 Milliarden Euro von Adnoc aus den Vereinigten Emiraten übernommen. „Covestro und XRG (vormals Adnoc, siehe Kasten) haben die letzte noch ausstehende regulatorische Genehmigung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Außenwirtschaftsrechts für ihre strategische Partnerschaft erhalten“, heißt es in einer Pressemitteilung. 

INFO

Über XRG

XRG ist eine 2024 gegründete internationale Investmentgesellschaft mit einem Unternehmenswert von 150 Milliarden US-Dollar, die übergreifend in Erdgas, Chemikalien und skalierbare Energielösungen investiert, welche weltweit die Entwicklung künstlicher Intelligenz und industrieller Anwendungen antreiben. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Abu Dhabi und gehört vollständig Adnoc. 

Zuvor hatte bereits die EU-Kommission grünes Licht gegeben. Damit sind sämtliche Vollzugsbedingungen der Transaktion erfüllt; das Closing wird in den kommenden Tagen erwartet. 

Covestro-Chef: „Langfristig orientierter Partner“

Dr. Markus Steilemann, Vorstandsvorsitzender von Covestro, sagt: „Das ist der Beginn eines spannenden neuen Kapitels für Covestro. Mit XRG als starkem und langfristig orientiertem Partner werden wir Innovation und digitale Transformation ausbauen, die Kreislaufwirtschaft weiter vorantreiben und neue Maßstäbe in der chemischen Industrie setzen können.“ 

Dr. Rainer Seele, President Global Chemicals bei XRG, ergänzt: „Mit den finalen Freigaben können wir die nächste Phase einleiten und den Aufbau einer langfristigen Partnerschaft mit Covestro voranbringen. Diese Übernahme stärkt die Position von XRG in der globalen Chemiebranche und bestärkt das Ziel, zu den drei führenden internationalen Investoren der Branche zu zählen.“

Unternehmensstruktur bleibt erhalten

Mit Closing wird die laufende Transformation von Covestro durch eine Kapitalerhöhung in Höhe von 1,17 Milliarden Euro unterstützt, um strategische Investitionspläne zeitnah umzusetzen und die „Sustainable Future“-Strategie weiter voranzutreiben. Zentrale Elemente der vereinbarten strategischen Partnerschaft sehen unter anderem vor, dass Covestro als globale Plattform für XRGs Performance Materials- und Spezialchemiegeschäft agiert. 

Gemäß den Bedingungen der Investitionsvereinbarung behält Covestro seine unternehmerische Eigenständigkeit. Das heißt auch, der Vorstand unter Leitung von Dr. Markus Steilemann wird weiterhin die operative Steuerung und strategische Ausrichtung verantworten. 

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Wir haben bereits vergangene Woche auf unserem LinkedIn-Kanal über das Ende der Hängepartie der Covestro-Übernahme durch Covestro berichtet. Hier geht es zum Beitrag.

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XRG will in Zusammenarbeit mit dem Management von Covestro weitere Möglichkeiten identifizieren, um die operative Effizienz zu erhöhen – und damit gemeinsam mit Covestro den nächsten Schritt zu machen. Zudem, im Einklang mit der Investitionsvereinbarung, behält Covestro nach dem Closing seine Unternehmensstruktur, die deutschen Corporate-Governance-Standards, bestehende Betriebsvereinbarungen sowie seinen Unternehmenssitz in Leverkusen bei.

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