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AF-Color: Synergien innerhalb der Feddersen Group Maximale Flexibilität für Kleinserien

Verantwortliche:r Redakteur:in: Matthias Gutbrod 2 min Lesedauer

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AF-Color erweitert ihre Kapazitäten für die Entwicklung von Additiv- und Farbmasterbatches durch die Inbetriebnahme eines neuen FED 26 MTS Extruders von Feddem. Ein angepasstes Maschinendesign beschleunigt die Entwicklung und erhöht die Flexibilität bei Kleinserien.

Gruppenbild am Tag der Einweihung (v.l.):  Kathrin Portugall (stellv. Produktionsleiterin AF-Color), Heiko Hornberger (Betriebsleiter Feddem), Thomas Korn (Produktionsleiter AF-Color), Michael Mertens (Technischer Leiter AF-Color), Dieter Groß (Geschäftsführer Feddem), Dirk Steinbrück (Geschäftsführer, AF-Color).(Bild:  Feddersen Group)
Gruppenbild am Tag der Einweihung (v.l.): Kathrin Portugall (stellv. Produktionsleiterin AF-Color), Heiko Hornberger (Betriebsleiter Feddem), Thomas Korn (Produktionsleiter AF-Color), Michael Mertens (Technischer Leiter AF-Color), Dieter Groß (Geschäftsführer Feddem), Dirk Steinbrück (Geschäftsführer, AF-Color).
(Bild: Feddersen Group)

AF-Color hat am Standort Niederzissen einen neuen Extruder vom Typ FED 26 MTS in Betrieb genommen. Die Anlage des Maschinenbauers Feddem, der wie der Masterbatcher AF-Color zur Feddersen-Group gehört, dient der Entwicklung von Additivkonzentraten der Marke AF-Complex sowie Farbmasterbatches der Reihe AF-Color. Das Anlagenkonzept basiert auf einem gezielten Technologietransfer vom Laborextruder FED 18 MTS, dessen zentrale Funktionen auf die größere Baugröße übertragen wurden. Ziel ist es, die Entwicklungsarbeit signifikant zu beschleunigen und den Übergang neuer Rezepturen in die kommerzielle Fertigung prozesssicher zu gestalten.

„Uns war wichtig, eine Lösung zu realisieren, die sowohl unsere Entwicklungsarbeit beschleunigt als auch den Transfer in die Produktion erleichtert“, erklärt Kathrin Portugall, stellvertretende Produktionsleiterin bei AF-Color. Durch die frühzeitige Analyse des gesamten Arbeitsprozesses konnten potenzielle Herausforderungen bereits in der Konzeptphase gelöst werden. Dies ermöglicht es dem Masterbatch-Spezialisten, flexibler auf spezifische Marktanforderungen zu reagieren.

Optimiert für häufige Produktwechsel

Ein Kernaspekt der neuen Linie ist die gesteigerte Kapazität für Kleinproduktionen, die durch hohe Rüstflexibilität unterstützt wird. Das System erlaubt einen schnellen Wechsel der Verfahrenslänge zwischen 32 L/D und 42 L/D sowie den flexiblen Einsatz von Strang- oder Unterwassergranulierung.

Für die Verarbeitung sensibler Additivsysteme wurde die Seitenbeschickung der Baugröße 26 erstmals in einer kühlbaren Ausführung realisiert. Dies verhindert das Agglomerieren niedrigschmelzender Materialien und stellt eine sichere Zuführung ohne Blockaden im Einlauf sicher.

Der Extruder FED 26 MTS wurde für diesen speziellen Einsatz in der Höhe angepasst, sodass er optimal unter die neue bei AF-COLOR installierte Arbeitsbühne passt(Bild:  Feddersen Group)
Der Extruder FED 26 MTS wurde für diesen speziellen Einsatz in der Höhe angepasst, sodass er optimal unter die neue bei AF-COLOR installierte Arbeitsbühne passt
(Bild: Feddersen Group)

Auch das Handling wurde für häufige Produktwechsel optimiert. Die Umstellung der FSB-Seitenbeschickungen von einem herkömmlichen Schwenkarm auf einen verfahrbaren Schlitten sowie die Integration von Schnellverschlüssen reduzieren den Aufwand bei Umrüstvorgängen deutlich. Da alle Arbeiten an den Peripheriekomponenten von der Bedienseite aus durchgeführt werden können, verbessert sich die Ergonomie und Effizienz im täglichen Betrieb. Zusätzlich wurde der Extruder in der Höhe angepasst, um den vorhandenen Raum unter einer neuen Arbeitsbühne am Standort optimal zu nutzen.

Durchgängige Prozessvergleichbarkeit im Maschinenpark

Zeitgleich wurde eine bestehende Produktionsanlage der Reihe FED 43 MTS modernisiert. Diese ist nun mit identischen technischen Merkmalen wie die neue 26er-Anlage ausgestattet, darunter die variable Verfahrenslänge und der modernisierten Seitenbeschickung und -vakuumentgasung. Damit ist eine direkte Vergleichbarkeit der Prozesse gewährleistet, was den Scale-up zur Großserie erheblich vereinfacht. Künftig wird die überarbeitete FED 43 MTS verstärkt für die Produktion anspruchsvoller Additivmasterbatches aus dem AF-Complex Portfolio genutzt.

Heiko Hornberger, Betriebsleiter bei Feddem, freut sich über die gute Zusammenarbeit zwischen den Projektteams beider Unternehmen der Feddersen Group: „Das Projekt zeigt, wie viel möglich ist, wenn Entwicklung, Technik und Praxis ineinandergreifen.“ Auch die Geschäftsführer beider Unternehmen, Dieter Groß (Feddem) und Dirk Steinbrück (AF-Color), betonten bei der Übergabe die Bedeutung der engen Abstimmung und der technischen Expertise für den Erfolg dieses gemeinsamen Projekts.

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