Politik, Industrie und Wissenschaft diskutieren auf der Circular Valley Convention 2026, wie frühe R-Strategien den Wandel zur Kreislaufwirtschaft beschleunigen können. Im Fokus stehen konkrete Ansätze, um Ressourcen von Anfang an zu schonen, Wertschöpfung neu zu denken und industrielle Transformation voranzubringen.
Rückblick: Auf der Circular Valley Convention 2025 präsentierten renommierte Referenten und Aussteller visionäre Strategien, innovative Ansätze und konkrete Anwendungsbeispiele.
(Bild: Kinotopp Film)
Wie kann die Kreislaufwirtschaft Resilienz stärken, Abhängigkeiten reduzieren und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit sichern? Diese Frage steht im Zentrum der Circular Valley Convention 2026 am 11. und 12. März im Düsseldorfer Areal Böhler. Mit hochrangigen Stimmen aus Politik, führenden Industrieunternehmen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft bringt die Convention das „Who's who“ der Circular Economy zusammen und setzt einen besonderen Fokus auf die frühen R-Strategien: Refuse, Rethink, Redesign, Reduce.
Einen zentralen politischen Impuls setzt Bundesumweltminister Carsten Schneider, der auf der Circular Valley Convention zum Stand und zur Umsetzung der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKS) spricht. In seinem Beitrag ordnet er die Bedeutung der Kreislaufwirtschaft für Umwelt, Wirtschaft und Industriepolitik ein und zeigt auf, wie Circular Economy zur Sicherung kritischer Rohstoffe, zur Stärkung der Resilienz und zur wirtschaftlichen Unabhängigkeit Deutschlands beitragen kann.
INFO
Profil
Die Circular Valley Convention ist eine Gemeinschaftsinitiative von Circular Valley, Messe Düsseldorf und Fraunhofer-Instituten. Co-Gastgeber sind BASF, Bayer, Evonik, Henkel und Vorwerk.
Veranstaltungsort und -zeitraum
Die Circular Valley Convention findet am 11. und 12. März 2026 im Areal Böhler in Düsseldorf statt.
Die Perspektive der Industrie bringen die Co-Gastgeber der Circular Valley Convention mit: Frank Meyer (Henkel), Talke Schaffranek (BASF), Dr. Ralf Düssel (Evonik), Dr. Hendrik Wehr (Vorwerk) und Dr. Timo Flessner (Bayer). Sie diskutieren, welcher unternehmensinterne Wandel notwendig ist, um die Kreislaufwirtschaft strategisch zu verankern. Dabei geht es um neue Denkweisen, veränderte Prozesse und Geschäftsmodelle und um die Frage, wie Unternehmen Circular Economy vom Design bis zur Umsetzung entlang der gesamten Wertschöpfungskette realisieren können.
Prozesse und Infrastrukturen neu denken
Einen Schwerpunkt setzt die Convention auf die frühen R-Strategien, die einen großen Hebel für Ressourcenschonung und Systemwandel bieten. In diesem Kontext sprechen unter anderem Matthias Lesch (Pöppelmann), Prof. Dr. Welf-Guntram Drossel (Fraunhofer IWU), Tobias Albers(Kearney), Prof. Dr. Dr. Robert Schlögl (Alexander von Humboldt-Stiftung), Dr. Maike Albers-Malkus (NRW.Bank) sowie Ingo Noppen (Wupperverband) darüber, wie Produkte, Prozesse und Infrastrukturen von Grund auf neu gedacht werden müssen. Im Fokus steht dabei die Frage: Wie vermeiden wir von Anfang an, dass Ressourcen für Produkte eingesetzt werden, die wir gar nicht brauchen?
Ergänzt wird das Programm durch prominente Stimmen aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft, die unterschiedliche Perspektiven auf die Chancen der Circular Economy einbringen. Dazu zählen:
Reiner Hoffmann, Vorsitzender des Rates für nachhaltige Entwicklung
Prof. Dr. Channing Robertson von der Stanford University
Prof. Dr. Dr. Christoph Schmidt, Präsident des RWI – Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung
Ihre Beiträge zeigen, wie Kreislaufwirtschaft nicht nur ein industrielles oder technologisches Thema ist, sondern ein gesamtgesellschaftlicher Transformationsprozess.
Das größte Circular-Economy-Event in Europa
„Der Fokus auf Refuse, Rethink, Redesign und Reduce macht deutlich, dass die entscheidenden Weichen für zirkuläre Wertschöpfung sehr früh gestellt werden“, sagt Dr. Carsten Gerhardt, Vorsitzender der Circular Valley Stiftung. Dazu bringe die Circular Valley Convention diejenigen zusammen, die Kreislaufwirtschaft gestalten.
Im Interview mit PlastXnow (Kasten) betont Gerhardt zudem die Bedeutung des Events: „Es ist das größte und inhaltlich reichste Format zur Circular Economy in Europa mit einem Schwerpunkt entlang aller R-Strategien. Die Gelegenheit, die wichtigsten Entscheider und Vordenker an einem Ort zu treffen.“
Dr. Carsten Gerhardt im Interview
(Bild: Circular Valley Stiftung)
PlastXnow: Im letzten Jahr fand die Circular Valley Convention zum ersten Mal statt. Mit welchen Erwartungen sind Sie damals an den Start gegangen und konnten Sie diese erfüllen?
Dr. Carsten Gerhardt: Wir wollten das Beste aus der Circular Economy, das es im Markt schon gibt, zeigen und einen Ausblick auf die Entwicklung in den nächsten fünf bis zehn Jahren geben.
Welche Erfahrungen nehmen Sie mit in die zweite Ausgabe? Was wird 2026 anders sein?
Die zweite Ausgabe wird noch etwas größer als die erste und einen klaren Schwerpunkt auch auf frühe/mittlere R-Strategien legen. Sie wird in vier Blöcke strukturiert: frühe, mittlere, späte R-Strategien und Querschnittsthemen (Digital und Energie). Es geht also bei weitem nicht nur um Recycling, sondern auch schon um anderes Design etc.
Die Conference ist das Herzstück der Circular Valley Convention: Was erwartet die Teilnehmer und Teilnehmerinnen hier? Was sind Ihre persönlichen Highlights?
Die Blöcke zu den R-Strategien – für mich persönlich sind alles Highlights, aber toll ist natürlich, dass Bundesumweltminister Schneider aus Berlin kommt und zur NKWS sprechen wird
Das alles verbunden mit der Expo mit mehr als 100 Ausstellern: Was genau wird hier gezeigt? Und wie unterscheidet sich das von anderen Messen?
Es wird bei den Lösungen zur Circular Economy das Beste von heute und das Beste von morgen gezeigt (dank Fraunhofer), und das alles für die wichtigen R-Strategien, auch die frühen wie Redesing oder die mittleren wie Repair und Remanufacturing.
Zu guter Letzt, das Event: Was wird einem hier geboten?
Bei der Circular Night gibt es bei Musik, Getränken und Essen in entspannter Atmosphäre die Gelegenheit zum informellen Austausch in einer inspirierenden Atmosphäre.
Mit BASF, Bayer, Evonik, Henkel und Vorwerk engagieren sich gleich fünf globale Konzerne als Co-Gastgeber. Wie bringen sich die Unternehmen in das Konzept der Convention ein?
Sie sind Mitgastgeber und zeigen das Spektrum ihrer Circular Economy Initiativen an den Ständen. Darüber hinaus bringen sie sich in den Diskussionen auf der großen Bühne, der Innovation Stage und in den Roundtables zur Frage ein, wie man Circular Economy von den technischen Fragestellungen bis hin zu den unternehmensinternen Change-Prozessen voranbringt.
Wenn mich das immer noch nicht überzeugt: Warum darf ich die Circular Valley Convention in diesem Jahr auf gar keinen Fall verpassen?
Es ist das größte und inhaltlich reichste Format zur Circular Economy in Europa mit einem Schwerpunkt entlang aller R-Strategien. Die Gelegenheit, die wichtigsten Entscheider und Vordenker an einem Ort zu treffen.
Interview: Melanie Ehrhardt
Messe, Konferenz und Networking an einem Ort
Unter dem Leitmotiv „Uniting Industries for a Circular Tomorrow“ verbindet die Circular Valley Convention auch 2026 Konferenz, Messe und Networking zu einem ganzheitlichen Format. Zahlreiche Aussteller präsentieren konkrete Produkte, Technologien und Geschäftsmodelle entlang des gesamten Produktlebenszyklus und machen die Kreislaufwirtschaft für das Fachpublikum erlebbar.
Stand: 16.12.2025
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