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Biokunststoffe Neue Marktdaten zeigen dynamische Entwicklung

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Der Markt für Biokunststoffe ist ein vergleichsweise junger Markt. Gegenwärtig machen sie noch einen geringen Anteil am weltweiten Kunststoffmarkt aus. Und dennoch: In vielen Bereichen sind sie schon heute mehr als eine „grüne Alternative“ zu herkömmlichen Kunststoffen.

(Bild:  geralt /  Pixabay)
(Bild: geralt / Pixabay)

European Bioplastics (EUBP) hat auf der EBC25 in Berlin das „Bioplastics Market Development Update 2025“ veröffentlicht. Die neuen Daten belegen eine weiterhin dynamische Ausweitung der globalen Produktionskapazitäten für biobasierte Kunststoffe sowie ihre wachsende Bedeutung im Übergang zu einer nachhaltigen und kreislauforientierten Wirtschaft.

Dem Bericht zufolge wird sich die weltweite Produktionskapazität für biobasierte Kunststoffe von 2,31 Millionen Tonnen im Jahr 2025 auf voraussichtlich rund 4,69 Millionen Tonnen im Jahr 2030 verdoppeln. Derzeit machen die Werkstoffe etwa 0,5 % der weltweit jährlich produzierten 431 Millionen Tonnen Kunststoffe aus. 

Biokunststoffe sind mehr als eine Alternative

„Der stetige Anstieg der Produktion von biobasierten Kunststoffen unterstreicht die Rolle unserer Branche bei der Förderung einer nachhaltigeren Kreislaufwirtschaft“, so EUBP-Geschäftsführer Hasso von Pogrell. Angesichts der zunehmenden Fokussierung von Verbrauchern und Regulierungsbehörden auf umweltfreundliche Materialien seien Biokunststoffe gut positioniert, um in verschiedenen Sektoren zu expandieren und zur Entwicklung der europäischen Bioökonomie beizutragen.

Für fast alle herkömmlichen Kunststoffe und Anwendungen gibt es mittlerweile Alternativen aus Biokunststoffen. Der Bericht zeigt, dass aufgrund der starken globalen Entwicklung biobasierter und biologisch abbaubarer Polymere wie Polyhydroxyalkanoate (PHA) und Polymilchsäure (PLA), Polypropylen (Bio-PP) sowie eines stetigen Wachstums von Polyethylen (Bio-PE) die Produktionskapazitäten in den nächsten fünf Jahren weiter deutlich steigen werden. 

Das Bild zeigt die weltweite Produktion biobasierter Kunststoffe im Jahr 2025.
(Bild: EUBP)

Laut Bericht wird die globale Produktionskapazität für biobasierte Kunststoffe von derzeit 2,31 Mio. Tonnen (2025) auf rund 4,69 Mio. Tonnen im Jahr 2030 ansteigen. Aktuell machen biobasierte Kunststoffe etwa 0,5 Prozent der weltweit produzierten 431 Mio. Tonnen Kunststoffe aus. 

Verpackungen bleiben globaler Hauptmarkt

Biokunststoffe finden zunehmend in verschiedenen Branchen Anwendung. Dazu gehören Verpackungen, Textilien und Fasern, Konsumgüter, Automobilindustrie und Landwirtschaft. 

Im Jahr 2025 bleibt die Verpackungsindustrie mit einem Anteil von 41,3 % (0,95 Millionen Tonnen) das größte Marktsegment – ein leichter Rückgang gegenüber 2024. Das Segment Automobil und Transport wächst weiter und erreicht nun 0,24 Millionen Tonnen. Das entspricht einem Anteil von 10,3 % .

Das Bild zeigt die weltweite Produktion biobasierter Kunststoffe im Jahr 2025 aufgeteilt nach Anwendungen.
(Bild: EUBP)

Die Marktanalyse zeigt eine zunehmende Diversifizierung der Einsatzbereiche. Verpackungen bleiben 2025 mit 41,3 Prozent bzw. 0,95 Mio. Tonnen der globale Hauptmarkt für Biokunststoffe, wenngleich der Anteil leicht sinkt. Das Segment Automotive & Transport wächst weiter und erreicht 0,24 Mio. Tonnen, was 10,3 Prozent der Anwendungen entspricht.

Auslastung der Anlagen

Der Bericht stellt Produktionskapazitäten und tatsächliche Produktion gegenüber. 2025 nutzte die globale Biokunststoffindustrie ihre Kapazitäten zu durchschnittlich 72 Prozent und produzierte 1,67 Mio. Tonnen. 

Die Auslastung variiert je nach Polymer erheblich – zwischen 28 Prozent und 100 Prozent, abhängig von technologischer Reife und Marktentwicklung. Europa liegt mit 73 Prozent leicht über dem globalen Mittel.

„Die nächste Phase des Wachstums des Biokunststoffmarktes wird von klaren und stabilen politischen Rahmenbedingungen abhängen, die Innovationen und Investitionen fördern. Da Biokunststoffe nun ausdrücklich in der erneuerten Bioökonomie-Agenda Europas anerkannt werden, wird eine kohärente Regulierung entscheidend sein, um ihr Potenzial in allen Branchen voll auszuschöpfen“, erklärt von Pogrell abschließend.

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