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Regulierung von Bisphenolen in Lebensmittelkontaktmaterialien Bisphenolfreies PPSU für Catering und Haushalt

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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BASF erweitert das Angebot an Polyphenylsulfon-Typen (PPSU), um Herstellern den Übergang zur EU-Verordnung 2024/3190 zu erleichtern. Das neue Ultrason P-Portfolio verzichtet auf Bisphenol A sowie Bisphenol S und bietet Verarbeitern zertifizierte Materialalternativen für anspruchsvolle Catering- und Haushaltsanwendungen.

Erweitertes Ultrason P-Portfolio von BASF ermöglicht Neuqualifizierung von Artikeln in Kontakt mit Lebensmitteln wie Mehrwegflaschen, Cateringgeschirr und Speisenwärmern gemäß EU-Verordnung 2024/3190.(Bild:  BASF 2026)
Erweitertes Ultrason P-Portfolio von BASF ermöglicht Neuqualifizierung von Artikeln in Kontakt mit Lebensmitteln wie Mehrwegflaschen, Cateringgeschirr und Speisenwärmern gemäß EU-Verordnung 2024/3190.
(Bild: BASF 2026)

Die seit Januar 2025 geltende EU-Verordnung 2024/3190 untersagt den Einsatz bestimmter Bisphenole und deren Derivate in Materialien mit Lebensmittelkontakt. Da Polyphenylsulfon (PPSU) nicht von diesen Beschränkungen betroffen ist, fungiert es als Substitutionslösung für Hochtemperaturkunststoffe wie Polyethersulfon (PESU), Polysulfon (PSU) oder Polyetherimid (PEI), die teilweise unter das Verbot fallen.

Für das Inverkehrbringen betroffener Artikel gelten je nach Kategorie Übergangsfristen bis Januar 2028. Nach Ablauf dieser Fristen ist die Herstellung oder der Import entsprechender Produkte in die EU untersagt.

Technische Spezifikationen und Werkzeugkompatibilität

Das erweiterte Portfolio umfasst sechs spezialisierte Ultrason P-Typen, für die bereits Datenblätter sowie Zertifikate für Material und Lebensmittelkontakt vorliegen. Die Werkstoffe zeichnen sich durch temperaturunabhängige mechanische Eigenschaften, hohe Dimensionsstabilität und eine ausgeprägte Zähigkeit aus. Zudem weisen sie eine hohe Beständigkeit gegenüber Ölen, Fetten, Heißdampf und Reinigungsmitteln auf.

Für Verarbeiter ist besonders relevant, dass die neuen Typen über ein optimiertes Entformungsverhalten verfügen. Ein wesentlicher ökonomischer Aspekt bei der Umstellung: Vorhandene Spritzgießwerkzeuge, die für PESU ausgelegt sind, können laut Herstellerangaben weiterverwendet werden. Die farbliche Gestaltung der Bauteile reicht von opak bis transluzent und kann über Compounds oder Masterbatches realisiert werden.

Anwendungsgebiete und Materialsubstitution

BASF zielt mit dem Portfolio auf Hersteller von Mehrwegflaschen, Cateringgeschirr, Komponenten für Kaffeemaschinen und hochtemperaturfesten Speisenwärmern ab. Während Ultrason P als sichere Lösung für den Lebensmittelkontakt positioniert wird, bleibt die Anwendung in Trinkwassersystemen von der aktuellen EU-Verordnung unberührt. Eine spezifische Ausnahme besteht zudem für Polysulfon (PSU), das weiterhin für Filtrationsmembranen im Lebensmittelbereich zulässig ist.

Georg Graessel vom globalen Business Management Ultrason bei BASF erläutert die Strategie: „Wir haben unser Portfolio erweitert und angepasst, damit Hersteller ihre Produkte rechtzeitig testen und neu qualifizieren können, bevor das Verbot in der EU vollständig greift. Zur Unterstützung des Qualifizierungsprozesses stellen wir technische Datenblätter und Zertifikate bereit.“

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