Halogenfreie peroxidische Vernetzer vermeiden Entgasung polychlorierter Biphenyle
Chlorfreie Silikonverarbeitung

Von Lutz Stoffels 6 min Lesedauer

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Die Silikonbranche befindet sich aktuell in einem radikalen Wandel. Der bisherige Branchenstandard zur peroxidischen Vernetzung steht vor dem aus. Um Silikon zu vernetzen, wurde bis dato ein halogenierter, peroxidischer Initiator benutzt. Dadurch können geringe Mengen tetrachlorierter Biphenyle (PCB) im Abgasstrom entstehen. Mit der Umstellung auf einen alternativen peroxidischen Initiator ohne Chlorsubstituenten setzt ein Silikonverarbeiter die erste Massenfertigung mit einer umweltfreundlichen Alternative um.

Um die Entstehung von PCBs bei der Verarbeitung von Silikon, zum Beispiel zu Profilen oder Schläuchen, zu vermeiden, können chlorfreie, peroxidische Vernetzer eingesetzt werden. (Bild: BIW)
Um die Entstehung von PCBs bei der Verarbeitung von Silikon, zum Beispiel zu Profilen oder Schläuchen, zu vermeiden, können chlorfreie, peroxidische Vernetzer eingesetzt werden.
(Bild: BIW)

Chlorfreie Silikonverarbeitung

Im Herbst 2019 ist die Silikonbranche in den öffentlichen Fokus gerückt. Der Grund waren neue Erkenntnisse bezüglich der Entstehung von PCB-Emissionen (polychlorierte Biphenyle, insbesondere PCB 47), die in einer Nebenreaktion der Silikonvernetzung unter Verwendung chlorhaltiger Peroxidinitiatoren entstehen.