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Insolvenzverfahren bei Domo Produktion muss weiterlaufen

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Die deutschen Standorte von Domo Chemicals fahren die Produktion vorerst in einem Minimalbetrieb weiter. Das Land Sachsen-Anhalt hat den Weiterbetrieb aller Produktionsanlagen in Leuna angeordnet. Die kurzfristige Stilllegung der Produktion ist damit vorerst vom Tisch.

Die Produktion bei Domo Chemicals in Leuna muss aus Sicherheitsgründen aufrechterhalten werden.(Bild:  Domo)
Die Produktion bei Domo Chemicals in Leuna muss aus Sicherheitsgründen aufrechterhalten werden.
(Bild: Domo)

Hintergrund ist, dass ein sicheres Abschalten der Produktionsanlagen in Leuna bei den aktuellen Wetterbedingungen nicht möglich ist. Daher müssen die Anlagen am Laufen gehalten werden. Das Land hat eine sog. „Ersatzvornahme“ angeordnet, um die Gefahren für Mensch und Umwelt durch eine unkontrollierte Betriebseinstellung abzuwehren. Diese Gefahren können im Augenblick nur die aktuellen Betreiber der Anlagen abwenden. Die bestehenden Pflichten der Domo Caproleuna GmbH, die die Anlagen in Leuna betreibt, bleiben von der Durchführung dieser Ersatzvornahme unberührt.

„Die Fortführung der Produktion bei Domo Chemicals in Leuna ist eine sehr gute Nachricht“, so Insolvenzverwalter Prof. Dr. Lucas F. Flöther
(Bild: Flöther & Wissing)

Insolvenzverwalter gewinnt wertvolle Zeit

„Die Fortführung der Produktion in einem reduzierten Umfang ist eine sehr gute Nachricht“, betonte der Insolvenzverwalter Prof. Dr. Lucas F. Flöther von der Kanzlei Flöther & Wissing. „Damit haben wir wertvolle Zeit gewonnen, in der wir prüfen, ob und unter welchen Bedingungen eine dauerhafte Stabilisierung möglich ist.“ Denkbar wäre die Übernahme des Unternehmens durch einen neuen Betreiber. Für diesen Fall könnte sich das Land aus der Ersatzvornahme zurückziehen, und das Unternehmen hätte wieder eine Perspektive.

Die drei deutschen Tochterunternehmen der Domo Chemicals-Gruppe hatten am 25. Dezember Insolvenzantrag gestellt. Die betriebliche Situation hatte sich in der vergangenen Woche weiter zugespitzt: Um die Sicherheit der Produktionsprozesse zu gewährleisten, müssen ständig Energie, bestimmte Gase und Kühlmedien wie flüssiger Stickstoff zugeführt werden. Weil die Unternehmen kein Geld haben, um die Lieferanten zu bezahlen, drohte ein Abriss der Belieferung.

Zwischenfinanzierung gescheitert

Nachdem vergangenen Donnerstag Verhandlungen mit den Gläubigern und dem Gesellschafter über eine Zwischenfinanzierung gescheitert waren, hatte Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Sven Schulze am Montag noch einmal bei allen beteiligten Gläubigern und Finanzierern auf eine Lösung gedrängt. Nachdem die Gläubiger weiterhin nicht zum Einlenken bewegt werden konnten, leitete das Land nun die Ersatzvornahme für den Betrieb der Produktion ein.

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