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PFAS-Alternativen im Wintersport Gehen Skier auch ohne fluorhaltiges Wachs?

Von Dominik Bechlarz 1 min Lesedauer

Wissenschaftler am Laser Zentrum Hannover (LZH) arbeiten an einer neuartigen Mikrostruktur für die Oberfläche von Skiern, die mit fluorfreiem Skiwachs kombiniert wird.

Eine umweltfreundliche Alternative zu fluorhaltigem Wachs haben die Partner im Projekt Skiwachs entwickelt. (Bild: LZH)
Eine umweltfreundliche Alternative zu fluorhaltigem Wachs haben die Partner im Projekt Skiwachs entwickelt.
(Bild: LZH)

Das Wachsen von Skiern und Snowboards ist ein wichtiger Faktor, um besser zu gleiten und höhere Geschwindigkeiten zu erreichen. Die dafür üblicherweise verwendeten Produkte enthalten Per- und Polyfluorierte Alkane, sogenannte PFAS. Einige davon haben in Tierversuchen gesundheitsgefährdende Tendenzen gezeigt. Daher hat die EU für diese Stoffe sehr niedrige Grenzwerte erlassen und der internationale Ski-Verband (FIS) sowie die Internationale Biathlon-Union (IBU) haben die Verwendung von Fluoralkanen bei ihren Wettbewerben ganz verboten. Wissenschaftler des LZH haben nun gemeinsam mit dem Unternehmen Zipps Skiwachse aus Waldbrunn an einer Alternative geforscht: „Grünes Wachs“ in Kombination mit einer neuartigen Mikrostruktur auf der Oberfläche soll den Fahrspaß auf Skiern auch ohne Fluor erhalten.

Wie gelaserte Mikrostrukturen für Schnelligkeit sorgen

LZH-Foscher haben mit Hilfe eines Lasers Mikrostrukturen auf die Skilaufflächen eingebracht.(Bild: LZH)
LZH-Foscher haben mit Hilfe eines Lasers Mikrostrukturen auf die Skilaufflächen eingebracht.
(Bild: LZH)

Im Rahmen eines Forschungsprojekts haben die Forscher ein Verfahren entwickelt, um eine spezielle Strukturierung der Skioberfläche zu erzeugen. Dazu haben sie mit Hilfe eines Lasers Mikrostrukturen in die Skilaufflächen eingebracht. In Kombination mit dem vom Unternehmen Zipps Skiwachse entwickelten, fluorfreien Skiwachs, sorgen diese beiden Neuerungen für ein angenehmes Fahrgefühl, weniger Reibung und höhere Geschwindigkeiten.

Die Performance der laserstrukturierten Skier wurde im Anschluss auf Schnee von erfahrenen Profi-Skiläufern erfolgreich getestet – der Deutsche Skiverband ist offizieller Testpartner.

Gefördert wurde das Projekt Skiwachs wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) unter dem Förderkennzeichen KK5111702BR0.

Quelle: LZH

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