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Nachhaltiges Match  Greiner setzt beim K3-Becher auf recyceltes Polystyrol 

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Greiner Packaging produziert in der Schweiz ab 2026 K3-Becher mit einem Anteil an mechanisch recyceltem Polystyrol. Die Einführung erfolgt nicht allein: Gemeinsam mit Schweizer Milchverarbeitern setzt Greiner Packaging auf eine marktrelevante, lokal verankerte Lösung.

(Bild:  Greiner)
(Bild: Greiner)

Ab sofort produziert Greiner Packaging in Diepoldsau erstmals K3-Becher mit einem Anteil an mechanisch recyceltem Polystyrol (rPS) für den Schweizer Markt. Möglich wird dies durch die Installation einer neuen Produktionsanlage am Schweizer Standort. Sie erlaubt es, den Einsatz von PS-Neumaterial deutlich zu reduzieren.

Ziel ist es, das gesamte K3-Multipack-Sortiment, das in der Schweiz häufig bei Joghurt und anderen Milcherzeugnissen zum Einsatz kommt, schrittweise umzustellen. Dadurch lässt sich der CO₂-Ausstoß gegenüber bisherigen K3-Multipack-Bechern aus Polystyrol um rund 10 Prozent* senken. Die Einführung ist im ersten Halbjahr 2026 geplant.

„Nachhaltigkeit funktioniert nur gemeinsam“

Die Einführung erfolgt nicht allein: Gemeinsam mit Schweizer Milchverarbeitern setzt Greiner Packaging auf eine marktrelevante, lokal verankerte Lösung. Alle Beteiligten verfolgen dasselbe Ziel: eine nachhaltigere Verpackungszukunft für den Schweizer Markt. Während Greiner Packaging die technologische Basis liefert, bringen die Hersteller ihre Produktexpertise ein. So entstehe ein starkes Signal: Nachhaltigkeit funktioniert nur gemeinsam.

„Mit der Einführung von K3-Bechern mit rPS-Anteil setzen wir einen Meilenstein für nachhaltige Verpackungen in der Schweiz. Wir sind stolz darauf, gemeinsam mit starken Partnern den Kreislauf von Polystyrol zu schließen und gleichzeitig die hohen Anforderungen an Produktsicherheit und Qualität zu erfüllen“, sagt Tobias Strasser, Geschäftsführer Greiner Packaging Schweiz.

Innovation durch r-PS im ABA-Prinzip

Herzstück der Folienherstellung ist der Einsatz von mechanisch recyceltem Polystyrol aus Deutschland im ABA-Aufbau. Dabei handelt es sich um ein Schichtprinzip: 

  • Die Becherwand besteht aus drei Lagen: außen und innen (A) wird Neumaterial eingesetzt, das für die nötige Produktsicherheit sorgt. 
  • Die mittlere Schicht (B) besteht währenddessen aus mechanisch recyceltem PS, also aus Polystyrol, das gesammelt, gereinigt, zerkleinert und wiederverwendet wird. 

So lässt sich ein signifikanter Anteil an Recyclingmaterial einsetzen, ohne Kompromisse bei Qualität oder Lebensmittelsicherheit einzugehen. Für Konsumentinnen und Konsumenten bedeutet dies: gleichbleibende Qualität und Gewährleistung der Produktsicherheit, bei gleichzeitig reduziertem CO₂-Fußabdruck. 

„Große Chance für die gesamte Branche“

Auch die Partnerunternehmen stellen den Nachhaltigkeitsgedanken in den Vordergrund: „Als traditionsreiches Schweizer Unternehmen übernehmen wir Verantwortung und gestalten unsere Verpackungen kontinuierlich nachhaltiger. Unser Joghurtbecher enthält nun einen Rezyklatanteil. Damit leisten wir einen weiteren wichtigen Beitrag zur Förderung der Kreislaufwirtschaft“, sagt Marc Heim, Leiter Division Schweiz der Emmi Gruppe.

„Wir sehen in der Einführung von rPS im K3-Becher eine große Chance für die gesamte Branche. Indem wir gemeinsam neue Wege beschreiten, leisten wir nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz, sondern schaffen auch Lösungen, die für Konsumentinnen und Konsumenten einfach verständlich und umsetzbar sind“, so Matthew Robin, CEO Elsa Group.

Fokus

Kunststoffverarbeitung in der Schweiz

  • Auf der Swiss Plastics Expo 2026 steht bei Engel die Evolution der Digitalisierung von Inject 4.0 zu Inject AI im Fokus. Weiterlesen

  • Die Swissplast Group regelt die Nachfolge an der Unternehmensspitze: Zum 1. Januar 2026 übernahm Ninyan Bieri die Rolle des CEO. Weiterlesen

  • Wittmann demonstriert auf der Swiss Plastics Expo anhand zwei Exponate, wie sich hohe Anforderungen an die Präzision und Reproduzierbarkeit effizient und wirtschaftlich umsetzen lassen. Weiterlesen

Der K3 ist ein kartonummantelter Kunststoffbecher und gilt bereits als umweltfreundliche Verpackung. Der Kartonmantel – in den meisten Fällen aus Recyclingkarton – lässt sich leicht vom Becher trennen, sodass beide Materialien separat entsorgt und recycelt werden können. Mit der Integration von rPS gewinne er zusätzlich an Nachhaltigkeit, indem der Einsatz von neuwertigem Polystyrol weiter reduziert wird.

*Berechnung beruht auf Durchschnittswerten der Datenbank Ecoinvent v.3.11 (IPCC 2021, GWP 100)

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