Optimiertes Injektionsbox-Design für die Pultrusion
Verteilung der Harzverweilzeit als Schlüssel für stabile Pultrusionsprozesse

Von Felix Flammer, Jonathan Alms, Kai Fischer, Christian Hopmann 11 min Lesedauer

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Bei der herkömmlichen Auslegung von Injektionsboxen für das Strangziehen wurde ein entscheidender Parameter bisher außer Acht gelassen: die Harzverweilzeit. Forscher am IKV Aachen haben nun eine Methode entwickelt, um diese lokal sichtbar zu machen. Eine optimierte Geometrie ermöglicht stabilere Prozesse und eine höhere Qualität bei der Verarbeitung hochreaktiver Harzsysteme.

Bild 1: Aufbau und Funktionsweise der experimentellen Bestimmung der Harzverweilzeit in der Injektionsbox(Bild:  IKV)
Bild 1: Aufbau und Funktionsweise der experimentellen Bestimmung der Harzverweilzeit in der Injektionsbox
(Bild: IKV)

Bei der Auslegung von Injektionsboxen für Pultrusionsprozesse fehlt bislang ein zentrales Kriterium: die Harzverweilzeit. Am Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) wird eine experimentelle Methode entwickelt, wie sich Harzverteilung, Rückströmung und Harzverweilzeit zeit- und ortsaufgelöst sichtbar machen lassen. Daraus können neue Konstruktionsrichtlinien abgeleitet werden, die eine schnellere und homogenere Imprägnierung ermöglichen und eine vorzeitige Gelierung vermeiden. Dies ist ein entscheidender Schritt zu stabileren und schnelleren Pultrusionsprozessen.