Vertikale Spritzgießmaschine Arburg: Weltpremiere des 475 V

Verantwortliche:r Redakteur:in: Simone Fischer 3 min Lesedauer

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Der Allrounder 475 V besitzt eine Schließkraft von 1.000 kN und ist ab Januar 2026 weltweit erhältlich. Was er noch bietet

Der Allrounder 475 V wird auf der K nicht nur vorgestellt, sondern ist in Aktion zu sehen.(Bild:  Arburg)
Der Allrounder 475 V wird auf der K nicht nur vorgestellt, sondern ist in Aktion zu sehen.
(Bild: Arburg)

Die Aufstellfläche ist besonders kompakt: Trotz ihres kleinen Footprints bietet die Vertikalmaschine Platz auch für größere Werkzeuge. Die Standard-Einbauhöhe beträgt 250 mm und kann optional um 100 beziehungsweise 200 mm erweitert werden. Seitliche Türen und der nach oben versetzte Schließzylinder sorgen für gute Zugänglichkeit zum Werkzeug und zum Auswerfer. Optional ist ein außermittiger Auswerfer erhältlich. Für verbessertes ergonomisches Arbeiten beträgt die Tischhöhe 900 mm.

Wie der Energiebedarf reduziert wird

Der Allrounder 475 V verfügt über eine Schließkraft von 1.000 kN und kann mit hydraulischen Spritzeinheiten der Größen 100 bis 400 ausgestattet werden. Für energieeffizientes Arbeiten verfügt die Maschine standardmäßig über Arburg Servohydraulik (ASH), mit der die wassergekühlten drehzahlgeregelten Servomotoren stufenlos auf den tatsächlichen Leistungsbedarf angepasst werden. Das minimiert Leerlaufverluste und reduziert den spezifischen Energiebedarf gegenüber herkömmlichen hydraulischen Maschinen um bis zu 60 %.

Bedient wird die Maschine mit der neuen Steuerungsvariante „Gestica lite“, mit der auch ungeübtes Personal schnell zurechtkommt. Das übersichtliche Dashboard bietet auf einen Blick alles, was für die Arbeit gebraucht wird: Informationen zum Auftrag, zum laufenden Prozess und zu den anstehenden Aufgaben. Optionale Assistenzfunktionen sorgen für eine hochwertige Plastifizierung und Spritzteilqualität.

Diese Automatisierung ist möglich

Ob einfache Angussentnahme, diffizile Bauteil-Handhabung oder abgestimmte Automation für komplexe Fertigungszellen inklusive vor- oder nachgelagerter Prozessschritte mit einem Sechs-Achs- oder mit einem linearen Multilift Robot-System kann die Maschine flexibel automatisiert werden. Das Loßburger Unternehmen liefert Maschine samt Automation und Peripherie CE-konform aus einer Hand.

Die 475 V in Aktion auf der K

graues kleines Kunststoffbauteil mit einem eingeprägten A, es hat die Form eines Autoschlüssels
Dieser komplexe Demonstrator wird auf der Vertikalmaschine gefertigt.
(Bild: Arburg)

Gefertigt wird das Cover eines Funkschlüssels, dessen Design an den „Generic Keyfob“ der Firma Huf, Velbert, angelehnt ist. Das Kunststoff-Cover besteht aus einem Post-Industrial-Rezyklat (PIR) auf Basis von PC/ABS. Eine hochwertige Oberfläche wird mit der neuen PLF-Technologie (Protective Layer Finish) für In-Mould-Decoration (IMD) des Partners Leonhard Kurz, Fürth, in Kombination mit einem strukturierten Werkzeugeinsatz erzeugt. Dazu wird eine hauchdünne PET-Folie inklusive Dekorsystem von außen über ein Vorschubgerät in das Werkzeug geführt. Dort wird die Folie hinterspritzt und dabei die Dekorfolie auf die Kunststoffoberfläche appliziert. 

Über den Werkzeugeinsatz erhält das Spritzteil zusätzlich ein Arburg-Logo und eine strukturierte Oberfläche. Das Cover wird noch im Werkzeug rechteckig ausgestanzt und die restliche Folie im Bauraum der Vertikalmaschine aufgerollt. Ein nachfolgendes Lackieren ist nicht erforderlich und das Produkt ist recyclingfähig. Für Produktvarianten lassen sich flexibel unterschiedliche Folien mit verschiedenen Designs und Farben verwendet werden.

Digitaler Produktpass inklusive

Die vollautomatisierte Anwendung ist zudem ein gelungenes Praxisbeispiel für die Initiative R-Cycle. Über einen Code auf dem Bauteil können Recycling-relevante Daten wie die Materialzusammen­setzung abgefragt werden. Solche digitalen Produktpässe schaffen die Grundlage für datenbasierte Materialströme und einen geschlossenen Kunststoffkreislauf.

Das Teilehandling übernimmt ein Kuka Sechs-Achs-Roboter. Er entnimmt zunächst das Spritzteil aus dem Werkzeug und führt es einer Laserstation zu, wo es mit einem Code beschriftet wird. Dann überführt der Roboter das Teil in eine Frässtation und führt es mit dem Greifer die Fräsbahn entlang, um überschüssige Folie zu entfernen und die Endkontur zu generieren. In einer nachfolgenden Reinigungsstation wird das Funkschlüssel-Cover von Spänen befreit und schließlich vom Sechs-Achs-Roboter auf ein Förderband abgelegt und aus der Fertigungszelle ausgeschleust.
Quelle: Arburg

K 2025: Halle 13/Stand A13

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