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Nix verkommen lassen!

Kunststoffhaltige Abfälle werden noch wertvoller

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Erfolgreiche Arbeiten zu anderen Kunststofftypen

Erhebliche Fortschritte wurden bei der Bewertung von Rezyklaten (etwa Alterungsprozesse) und in der Rezepturentwicklung (Additivierung) erzielt, wie man noch erfahren darf. So wurde die Online-Rheologie als schnelles Diagnose-Tool zur Rezepturentwicklung wie dem Einsatz von Prozessstabilisatoren bei Polyolefinen (PE und PP) und Koppleradditiven zum Molmassenaufbau bei Polyamiden entwickelt. Bei Polyolefinen hat das Projektteam sogenannte Kipppunkte als Sortierkriterium für die kaskadierte Aufbereitung identifiziert. Mittels lösemittelbasierten Recyclingverfahren wurde dabei die Herstellung hochreiner Kunststoffrezyklate erfolgreich umgesetzt. Es wurden geeignete Verwertungspfade für Polypropylen (PP), Polystyrol (PS), Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymere (ABS) und PA aus Schredderabfällen konzipiert und dabei auch Massenbilanzen stark inhomogener Abfallströme (post-industrial und post-consumer Kunststoffabfälle) erstellt.

Neuartiges Entropiemodell bewertet Abfallströme

Für das chemische Recycling (Pyrolyse, Gasifizierung) ermöglicht das neuartige Entropiemodell eine ganzheitliche Bewertung kunststoffhaltiger Abfallströme. Die Wissenschaftler konnten zeigen, dass durch Gasifizierung und Pyrolyse auch Polyamid beinhaltende Fraktionen verwertet werden können, die nicht mehr mechanisch recycelbar sind. Die Ergebnisse bilden nun die Basis für eine Aspen-Modellierung, die auch als Grundlage für die Synthese völlig neuer Kunststoffe genutzt werden kann, wie man betont.

Bei allen Aktivitäten hatten die Projektpartner im Blick, dass die Innovationen aber nicht nur im Labor funktionieren müssen, sondern sich auf den Bedarf der Industrie skalieren lassen müssen. Entsprechend nutzten die beteiligen Institute ihre erstklassige technische Ausstattung, um in vielen Bereichen bis in den Demonstrator- und Pilotmaßstab zu arbeiten. Folgende Fraunhofer-Institute waren noch beteiligt:

  • Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR;

  • Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS;

  • Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS;

  • Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB;

  • Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV;

  • Fraunhofer-Einrichtung für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS;

  • Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren IZFP;

  • Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF.

    Der Beitrag ist erstmals erschienen bei Maschinenmarkt.

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