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Kommentar – Deshalb würden Ingenieure nochmal Kunststofftechnik studieren „Kunststoff – Werkstoff der Zukunft“

Ein Kommentar von Torsten Bröker 2 min Lesedauer

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Das Ingenieurstudium hat an Attraktivität verloren. Das können die Ingenieure der Kunststoffbranche nicht nachvollziehen. Torsten Bröker erläutert seine Passion für Kunststoffe.

Torsten Bröker ist Spezialist Kunststoffe und Spritzgusstechnologien bei einem international tätigen Automobilzulieferer.(Bild:  Bröker)
Torsten Bröker ist Spezialist Kunststoffe und Spritzgusstechnologien bei einem international tätigen Automobilzulieferer.
(Bild: Bröker)

Kunststoff-Formgeber ? Was ist das überhaupt für ein Beruf?
Ein Zufall brachte mich mit Kunststoff in Verbindung . Während meiner Ausbildung zum Kunststoff-Formgeber erkannte ich dann jedoch die Vielseitigkeit und das Potential der Kunststoffe. Die Kunststofftechnologie weckte mehr und mehr mein  Interesse. Zum Ende meiner Ausbildung wurde mir klar, dass meine persönliche Kunststoffgeschichte hier nicht enden würde. Ich wollte tiefer in die Kunststoff-Welt eintauchen und absolvierte ein Studium der Kunststofftechnik in Darmstadt. Nach verschiedenen beruflichen Stationen in der Produktion, der Verfahrenstechnik und als Projektleiter bin ich heute in einem internationalen Unternehmen global verantwortlich für die Kunststoffmaterialien und deren Spritzgusstechnologien für die Automobilbranche. 

Warum Kunststofftechnik und nicht ein anderes technisches Studium? Kunststoffe sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken und spielen im privaten Umfeld und in der modernen Industrie eine zentrale Rolle. Durch immer neue Herausforderungen bezüglich der Kreislaufwirtschaft, der Recyclingfähigkeit und der Nachhaltigkeit und den technologische Innovationen bleibt dieses vielfältige Fachgebiet immer spannend und herausfordernd.  Kunststoffe übernehmen in nahezu jedem Bereich ihre Rolle. Aus gutem Grund, denn dieser Werkstoff hat in den letzten Jahrzehnten zu zahlreichen Innovationen beigetragen. Man muss sich nur mal überlegen, was alles aus Kunststoff besteht. Das Besondere in der Kunststofftechnik ist den Werkstoff und die Technik miteinander zu kombinieren. Alles in der Kunststofftechnik (Material und Verarbeitungstechniken) sind enorm vielseitig und anpassungsfähig. Durch neue Werkstoffe, Prozesse und Kombinationen lassen sich neue Konzepte umsetzen und damit neue oder verbesserte Produkte. Von Standards bis hin zu High-Tech Anwendungen – alles ist möglich und machbar in der Kunststofftechnik. 

Kunststofftechnik ist ein dynamisches Feld, das ständig neue Technologien und Materialien hervorbringt. Studentinnen und Studenten haben die Möglichkeit, an spannenden Entwicklungen und Innovationen teilzuhaben. Mit dem zunehmenden Fokus auf nachhaltige Materialien und Recycling gibt es viele Möglichkeiten, einen positiven Einfluss auf die Umwelt zu haben. Studentinnen und Studenten können lernen, wie man umweltfreundliche Kunststoffe entwickelt und einsetzt. 
Ohne Kunststoff gäbe es keinen Fortschritt und eine Welt ohne Kunststoff wird es nicht geben. Kunststoffe leisten einen erheblichen Beitrag zu unserem Wohlstand. Ich würde es auf jeden Fall wieder ganz genauso machen. Trotz aller Für und Wider und den enormen Herausforderungen für die Zukunft brauchen wir Kunststoffe und junge, dynamische Leute, die sich mit der Kunststofftechnik beschäftigen und auskennen. 
Es gibt aber auch eine Kehrseite, meist hervorgerufen durch Unwissenheit, die den Kunststoffen in den letzten Jahren einen schlechten Ruf beibrachten. Umgangssprachlich „Plastik“ genannt, verbinden viele Menschen Kunststoff sofort mit Wegwerfartikeln, unnötigem Müll und Umwelt- und Meeresverschmutzung. Eine deutlich zu enge Sicht auf einen vielseitigen Werkstoff, der häufig integraler Bestandteil von High-Tech-Innovationen und in immer nachhaltigere Konzepte eingebettet ist. Umso wichtiger ist es, dass sich junge Menschen mit dem Werkstoff beschäftigen und irgendwann selbst zu neuen Kunststoff-Innovationen beitragen. 

Die Kunststoffwelt ist eine „Familie“ 
Angesichts der wachsenden Bedeutung von Kunststoffen in unserer Gesellschaft benötigt die „Familie“ der Kunststoffwelt Fachkräfte, die innovative und nachhaltige Lösungen entwickeln.

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