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Zugriff auf wertvolle Sekundärrohstoffe ermöglichen Neue Sortieranlage von Prezero in Österreich geplant

Von Dominik Bechlarz 2 min Lesedauer

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Im niederösterreichischen Sollenau forciert der Umweltdienstleister Prezero, Neckarsulm, den Bau einer neuen Sortieranlage. Gleichzeitig kooperiert man mit der Altstoff Recycling Austria, um mehr Verpackungsabfälle aus Österreich verwerten zu können.

Wie hier in Eitting soll bald auch im österreichischen Sollenau sortenrein getrennter Abfall für das weitere Verwerten aufbereitet werden.(Bild: Prezero)
Wie hier in Eitting soll bald auch im österreichischen Sollenau sortenrein getrennter Abfall für das weitere Verwerten aufbereitet werden.
(Bild: Prezero)

Mit dem Bau einer neuen Sortieranlage im niederösterreichischen Sollenau schließt Prezero eine geografische Sortierlücke in Österreich. Mit der Altstoff Recycling Austria (Ara) wurde zudem eine Partnerschaft geschlossen. Diese sieht vor, dass künftig mehr Verpackungsabfälle aus Österreich an den Umweltdienstleister aus Neckarsulm geliefert werden.

„Wir freuen uns auf die künftige Zusammenarbeit mit Prezero. Denn nur durch den konsequenten Einsatz von modernsten Sortier- und Separationstechniken können wir unseren Lizenzpartnern den notwendigen Zugriff auf Sekundärrohstoffe ermöglichen und gleichzeitig die ambitionierten Recyclingquoten erreichen“, erklärt Ara-Vorstand Martin Prieler.

Welche Anlagenprojekte in den kommenden Jahren geplant sind

Die neue Sortieranlage soll im ersten Quartal 2025 vorbehaltlich aller notwendigen Genehmigungen in Betrieb gehen. Sie ist dann von den Recyclinganlagen in Österreich logistisch sehr gut erreichbar. Diese können künftig auf sortenrein im Land aufbereitetes Material zurückgreifen und dieses für die Produktion von Rezyklat verwenden.

Mit dem Standort im bayerischen Eitting schloss Prezero 2022 bereits eine geografische Lücke zu den Recyclinganlagen in Österreich und Italien. Diese können dann zukünftig auch auf das aufbereitete Material aus Sollenau zurückgreifen.

Gemeinsam mit den Unternehmen Bernegger und Der Grüne Punkt Holding errichtet die Ara beispielsweise auch im oberösterreichischen Ennshafen ein Sortieranlage für Leichtverpackung, die 2024 in Betrieb geht – mehr dazu lesen Sie hier. Die österreichische Kreislaufwirtschaft braucht aber darüber hinaus zusätzliche Sortierkapazitäten.

Recyclingziele in Österreich erfordern Investitionen

Österreich hat das Ziel, bis 2025 das Recycling von Kunststoffverpackungen zu verdoppeln. Statt knapp 60 % sollen künftig 80 % der Verpackungen sortiert und recycelt werden. Mit den bestehenden Anlagen im Land und ihren Sortierkapazitäten von 1.000 bis 30.000 t pro Jahr ist dieses Ziel aktuell nicht erreichbar.

„Um die österreichischen Recyclingziele zu erreichen, sind umfangreiche Investitionen in die Sortierlandschaft notwendig“, so Christian Kampmann, Leiter Business Unit Sorting Systems bei Prezero. „Mit der Wertstoffsortieranlage in Sollenau möchten wir einen Beitrag leisten und hochwertige Wertstoffe zurück in den Rohstoffkreislauf bringen.“

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