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PCR für Anwendungen im Autor Darum arbeiten Technocompound und RE Plano stärker zusammen

Verantwortliche:r Redakteur:in: Simone Fischer 2 min Lesedauer

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Technocompound und RE Plano arbeiten gemeinsam an Konzepten für das Verwenden von Rezyklaten aus der Leichtverpackungsfraktion (PCR) für technische Produkte. Erfahren Sie weshalb.

Die beiden Unternehmen wollen Rezyklate aus Verpackungsabfall in die automobile Anwendung bringen.(Bild:  Technocompound)
Die beiden Unternehmen wollen Rezyklate aus Verpackungsabfall in die automobile Anwendung bringen.
(Bild: Technocompound)

Technocompound, Bad Sobernheim, und RE Plano, eine Tochtergesellschaft von Remondis Recycling, Lünen, haben eine Intensivierung ihrer Zusammenarbeit zum Einsatz von Post Consumer Rezyklaten (PCR) für Automobil-Anwendungen vereinbart. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass zahlreiche geplante und bereits verabschiedete Vorgaben der Europäischen Union (EU) zur Nachhaltigkeit von Unternehmen und Produkten neu diskutiert werden, darunter auch die End-of-Life Vehicles Directive (Richtlinie zur Altautoverwertung).

Das Verwenden von Rezyklaten aus der Leichtverpackungsfraktion der haushaltsnahen Abfallsortierung (aus dem sogenannten Gelben Sack) für den Einsatz in technischen Produkten birgt zahlreiche Herausforderungen. Beide Unternehmen haben in den letzten Jahren hierzu Entwicklungen und Investitionen getätigt. Dazu Dirk Breitbach, Geschäftsführer Technocompound: „Aufbauend auf unserer 35-jährigen Erfahrung zum Einsatz von Rezyklaten in Kunststoff-Compounds ist die Zusammenarbeit mit RE Plano ein wichtiger Schritt für das Upcycling von PCR-Rezyklaten aus der Leichtverpackungsfraktion für technische Anwendungen, beispielsweise im Fahrzeug-Innenraum. Dieses Einsatzfeld stellt sehr hohe Anforderungen an Emissionen und Gerüche sowie an die mechanischen Eigenschaften unserer Produkte.“

So wird für Sortenreinheit gesorgt

RE Plano setzt in der Sortieranlage in Bochum eine KI-gestützte Sortierung ein, die einzelne Verpackungen erkennt und bezüglich der Sortierkriterien frei programmiert werden kann. Damit erreicht das Unternehmen sehr hohe Sortenreinheit der sortierten Franktion, die für den späteren Einsatz, beispielsweise in Kosmetikverpackungen und im Fahrzeuginnenraum, geeignet sind. Geschäftsführer Ralf Mandelatz: „Wir können somit die Mengenbedarfe des Automotive-Marktes bedienen.“ Frau Dr. Nabila Rabanizada, Leiterin Forschung & Entwicklung bei Remondis Recycling, ergänzt: „Die Eignung unserer Rezyklate auch für hochwertige kontaktsensible Anwendungen wird darüber hinaus durch eine weitere mehrstufige Aufbereitung der Sortierfraktionen in unserem Werk in Lünen sichergestellt. Damit können wir auch Vorgaben bezüglich einzelner Inhaltsstoffe erfüllen“.

Durch Compoundieren, Additivieren und weitere Materialaufbereitung entstehen in Bad Sobernheim aus diesen Rohstoffen Kunststofftypen, die unter anderem die von den Fahrzeugherstellern (OEMs) vorgegebenen Emissionskammer-Prüfungen bezüglich Gerüchen und Emissionen bestehen. Unabhängig von der genauen Ausgestaltung der künftigen ELV-Richtlinie verfolgen die OEMs und großen Zulieferer (Tier 1 und 2) eigene Nachhaltigkeitsstrategien, die den Einsatz von PCR-Rezyklaten umfassen. 

Quelle: Technocompound, Remondis

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