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PlastXnow kompakt Die Kurzmeldungen der Woche – KW 10

Verantwortliche:r Redakteur:in: Melanie Ehrhardt 3 min Lesedauer

Dieses Mal: VDWF fordert Maßnahmen zur Rettung des Werkzeug- und Formenbaus, KPA startet erfolgreich ins Messejahr 2026 und Michael Carus verabschiedet sich aus der Geschäftsführung des Nova-Instituts.

(Bild:  Bild: Canva, Easyfairs; Grafik: PlastXnow)
(Bild: Bild: Canva, Easyfairs; Grafik: PlastXnow)

Für die Kunststoffindustrie gibt es im Jahr einen Höhepunkt: die K in Düsseldorf im Oktober. Diese findet jedoch nur alle drei Jahre statt. Die Lücke im Oktober füllt die Fakuma, die in diesem Jahr ihr 30. Jubiläum feiert.

Das heißt nicht, dass für den Rest des Jahres Schluss mit Messefeeling und Netzwerkmöglichkeiten ist. Und hier scheinen vor allem kleine, regionale Events einen Nerv zu treffen. 

Bestes Beispiel dafür ist die KPA: „Das war das beste Event, das wir dieses und letztes Jahr hatten – so intim, so toll, so erfolgreich für uns“, sagt Udo Eckloff von HoliMaker. Mehr dazu in unseren Kurzmeldungen der Woche.

VDWF fordert Maßnahmen zur Rettung des Werkzeug- und Formenbaus

Der Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer (VDWF) richtet einen dringenden Appell an die Bundesregierung und an die Europäische Kommission: In einem offenen Brief an die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Katherina Reiche, und an die Präsidentin der Europäischen Kommission, Dr. Ursula von der Leyen, weist der Verband auf die alarmierende wirtschaftliche Situation des Sektors hin und fordert gezielte Maßnahmen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit. 

Werkzeugmacher seien systemrelevant, litten aber unter stark gestiegenen Kosten, verzerrtem globalen Wettbewerb und einem teils dramatischen Rückgang von Umsatzrendite und Produktionsvolumen, heißt es in dem Schreiben. Zu den konkreten Forderungen des Verbands gehören die Durchsetzung fairer Wettbewerbsbedingungen, mehr finanzielle Entlastungen, umfassendere Fördermaßnahmen, der Schutz geistigen Eigentums und die stärkere Förderung von Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen.  „Ohne gezielte politische Unterstützung und faire Wettbewerbsbedingungen riskieren wir den Verlust unserer industriellen Basis und damit Hunderttausende Arbeitsplätze“, fasst VDWF-Präsident Prof. Thomas Seul die Lage zusammen. 

Alle Unternehmen, ob Verbandsmitglied oder nicht, sind eingeladen, den Brief zu lesen und ebenfalls zu unterzeichnen. Mehr Informationen unter: www.vdwf.de/offener-brief 

KPA startet erfolgreich ins Messejahr 2026

Die Fachmesse KPA – Kunststoff Produkte Aktuell hat am 25. und 26. Februar 2026 in der Ulm-Messe 318 Aussteller und 3.055 Fachbesucher verzeichnet. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies nach Veranstalterangaben einem Zuwachs von 25 Prozent bei den ausstellenden Unternehmen und 38 Prozent bei den Besuchern. 

In drei Hallen präsentierten sich Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Kunststoffverarbeitung – vom Werkzeug- und Formenbau über Verarbeitung und Materialien bis hin zu Software und Dienstleistungen. Das kompakte Messeformat mit kurzen Wegen richtet sich an die Kunststoffverarbeitung und angrenzende Anwenderindustrien in Süddeutschland.

Vertreten waren Besucher aus Konstruktion, Entwicklung und Produktdesign ebenso wie aus Einkauf, Fertigung und der Unternehmensleitung – insbesondere aus dem Automobil- und Fahrzeugbau, der chemischen und elektrotechnischen Industrie, der Konsumgüterindustrie, dem Maschinen- und Anlagenbau sowie der Medizintechnik. Begleitet wurde die Messe von einem hochwertig kuratierten Vortragsprogramm, das von ausgewiesenen Branchenexperten und starken Messepartnern gestaltet wurde. 

Plastxnow unterwegs

Für das Team von PlastXnow war Chefredakteur Stefan Lenz in Ulm dabei. „Wer in Konstruktion, Entwicklung, Einkauf oder Design Verantwortung trägt, braucht in kurzer Zeit valide Entscheidungsgrundlagen – genau das liefert dieses Fachformat“, kommentiert er auf LinkedIn.

Weitere Termine für dieses Jahr sind vom 9. bis 11. Juni in Bad Salzuflen (parallel zur Kuteno) sowie am 16. und 17. September in Leipzig-Schkeuditz geplant.

Michael Carus verabschiedet sich aus der Geschäftsführung des Nova-Instituts

Michael Carus (Bild:  Nova-Institut)
Michael Carus
(Bild: Nova-Institut)

Nach über drei Jahrzehnten an der Spitze legt Gründer und CEO Michael Carus zum 1. März 2026 die Leitung des Geschäftsbereichs Renewable Carbon nieder. Lars Börger übernimmt als neuer CEO gemeinsam mit COO Linda Engel, während Carus dem Forschungs- und Beratungsunternehmen als Senior Advisor und Gesellschafter erhalten bleibt. Der Wechsel erfolgt planmäßig nach einer einjährigen Übergangsphase.

Carus hat das Nova-Institut von einem sechsköpfigen Start-up zu einem international führenden Think Tank für Renewable Carbon mit rund 50 Wissenschaftlern aufgebaut. Der Physiker aus Köln begann seine Laufbahn im IT-Bereich, als Wissenschaftsjournalist, in der Solartechnik und bei einem bekannten Umweltinstitut, wo er die Abteilung Ressourcen leitete, bevor er 1994 mit anderen Wissenschaftlern das Nova-Institut gründete. 

„Michael Carus hat mit seiner Pionierarbeit den Grundstein für die Erfolgsgeschichte des Nova-Instituts gelegt. Für sein außerordentliches Engagement, seine Weitsicht und die verantwortungsvolle Übergabe danken wir ihm sehr und freuen uns, auch zukünftig gemeinsam Ideen zu entwickeln und Pioniergeist in die Tat umzusetzen“, so Börger.

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