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Forschungsprojekt Reciplus So soll das Recycling von Multilayer-Kunststoffen verbessert werden

Verantwortliche:r Redakteur:in: Simone Fischer 2 min Lesedauer

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Das spanische Unternehmen Aimplas arbeitet mit Partnern an der Optimierung des Recyclings von Multilayer-Kunststoffen unter Einsatz neuer Technologien. Diese Ansätze werden verfolgt.

Im Projekt werden Strategien zum Verbessern des Recyclings von Multilayer-Kunststoffen untersucht.(Bild:  Aimplas)
Im Projekt werden Strategien zum Verbessern des Recyclings von Multilayer-Kunststoffen untersucht.
(Bild: Aimplas)

Aimplas verbessert das Recycling von Multilayer-Kunststoffen durch schnellere und nachhaltigere Prozesse. Im Reciplus-Projekt werden neue Technologien wie die physikochemische Delaminierung, die eine Kombination aus mechanischen Trennverfahren und enzymatischem Recycling ist, untersucht.

Herausforderungen bei Multilayer-Kunststoffen

Multilayer-Kunststoffe sind am Ende ihres Lebenszyklus schwer in ihre Einzelschichten zu zerlegen. Diese Schwierigkeit führt zu einer geringeren Recyclingeffizienz und erhöht die Menge, die deponiert oder thermisch verwertet wird. Im Projekt werden Methoden untersucht, um das Recycling dieser Abfälle effizienter und nachhaltiger zu gestalten, damit sie wiederverwertet werden oder das Rohmaterial für neue Kunststoffprodukte stellen können.

Ansatz zum Trennen und Wiederverwenden

Im Rahmen des Forschungsprojekts, das durch das Valencianische Institut für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (IVACE+i) und EFRE-Mittel gefördert wird, werden innovative Verfahren zum Trennen und Reinigung von Multilayer-Materialien entwickelt. Diese Verfahren zielen darauf ab, Verarbeitungszeiten und den Verbrauch von Lösungsmitteln bei der physikochemischen Delaminierung zu verringern und die Qualität der getrennten Komponenten zu verbessern.

Um die verschiedenen Komponenten besser trennen und reinigen zu können, wurden chemische Lösemittel unter verschiedenen Drücken und Temperaturen wie überkritische Flüssigkeiten eingesetzt, um die Verarbeitungszeit und den Lösungsmittelverbrauch zu reduzieren. Dadurch werden die Auswirkungen auf die Umwelt geringer, und die getrennten Komponenten besitzen laut Forschungskonsortium eine höhere Reinheit.

Wiedergewonnene Materialien als neue Rohstoffe

Es wurden Sortiertechnologien optimiert, um die Materialmischungen nach der Delaminierung besser verwerten zu können. Dazu werden unter anderem Methoden wie Nah-Infrarot-Trennung, Dichtetrennung durch Luftstrom und triboelektrische Trennung eingesetzt. Die sortierten Materialien wie PE, PET und Aluminium werden dann erneut in die Wertschöpfungskette eingebracht und können zum Herstellen neuer Kunststoffprodukte genutzt werden. Beispielsweise wurden aus dem wiedergewonnenen Polyethylen, nach dessen Additivierung, Pflanztöpfe hergestellt.

Weiterhin wurde die enzymatische Delaminierung untersucht. Diese soll die Selbstabbaubarkeit von Kunststoffen fördern und die Umweltauswirkungen reduzieren. Unternehmen wie Acteco  und Cebimat Lab, ein Spin-off der Unitversität Jaume I, kooperieren in diesem Projekt, um die Recyclingmethoden weiterzuentwickeln.

Das Reciplus-Projekt ist Teil des Projektaufrufs 2024 für F&E-Projekte in Zusammenarbeit mit Unternehmen, die sich an Technologiezentren in der Valencianischen Region richten und von Ivace+i und dem Efre finanziert werden.
Quelle: Aimplas

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