Neue Twinpro Anlage  Erema: Stabiler Durchsatz trotz niedriger Folienschüttdichte

Verantwortliche:r Redakteur:in: Simone Fischer 2 min Lesedauer

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Erema verbindet bei der neuen Twinpro die Vorteile eines Doppelschneckenextruders mit den Stärken seiner Preconditioning Unit (PCU) im Einsatz von spezifischen Recyclinganwendungen. Die Portfolioerweiterung wird auf der K 2025 vorgestellt.

Um auch bei solch niedrigen Folienschüttdichten den Durchsatz beibehalten zu können, koppelt Erema die Doppelschnecke direkt an die Preconditioning Unit (PCU).(Bild:  Redaktion)
Um auch bei solch niedrigen Folienschüttdichten den Durchsatz beibehalten zu können, koppelt Erema die Doppelschnecke direkt an die Preconditioning Unit (PCU).
(Bild: Redaktion)

Zwei Jahre lang hat Erema an dem zur K 2022 vorgestellten Doppelschnecken-Konzept intensiv geforscht, getestet und weiterentwickelt. In enger Zusammenarbeit mit Recyclern ist daraus eine serienreife Lösung entstanden, die besonders für das Recycling von Produktionsabfällen anspruchsvoller Mehrschichtfolien geeignet ist. Auch bei dünnwandigem Post-Consumer-Mahlgut eröffnet die Technologie neue Perspektiven.„Mit der Twinpro bringen wir ein neues Produkt auf den Markt und koppeln unsere einzigartige PCU inklusive Counter Current Technologie erstmals direkt an einen Doppelschneckenextruder“, sagt Markus Huber-Lindinger, Managing Director bei Erema. „In der Entwicklung lag der Fokus darauf, unsere Stärken in der Materialaufbereitung gezielt mit den Vorteilen einer Doppelschnecke zu verbinden.“

Auf die Homogenisierung kommt es an

Preconditioning Unit (PCU) und der Doppelschneckenextruder sind bei der Twinpro direkt verknüpft.
(Bild: Erema)

Die Herstellung hochwertiger Regranulate aus komplexen Inputmaterialien wie etwa Multilayerfolie aus PE-PA oder PE-EVOH stellt für den Recyclingprozess eine besondere Herausforderung dar. Hier setzt die neue Twinpro an: Zentrales Merkmal der Anlage ist die hocheffiziente Homogenisierung.

Die erste Homogenisierung findet in der Preconditioning Unit (PCU) statt, wo das Inputmaterial zusätzlich zerkleinert, erwärmt, getrocknet, verdichtet und gepuffert wird. Die optimale Materialvorbereitung legt bereits zu Beginn des Recyclingprozesses die Basis für eine konstant hohe Endprodukt-Qualität. Dank der patentierten Counter Current Technologie wird der direkt tangential angeschlossene Extruder kontinuierlich mit warmem, vorverdichtetem Material befüllt. Die spezifischen Eigenschaften der PCU sorgen auch bei niedrigen Schüttdichten, wie sie bei Folienabfällen üblicherweise vorkommen, für eine kompakte Gesamtanlage bei gleichzeitig vollem Durchsatz. Die PCU deckt eine außergewöhnlich große Bandbreite ab: Inputmaterial mit Schüttdichten von 30 bis 800 g/l wird zuverlässig in einem Arbeitsschritt aufbereitet, ohne Notwendigkeit für eine separate Agglomeration, Verwiegung oder ein Stopfwerk.

Im Doppelschneckenextruder folgt die intensive Homogenisierung, die bei Multilayerfolien entscheidend ist, um verschiedene Polymertypen bestmöglich zu mischen. So entstehen Regranulate mit verbesserten mechanischen Eigenschaften, wie sie für den Wiedereinsatz in mehrschichtigen Folien erforderlich sind.

Auch dünnwandiges PCR-Mahlgut verarbeitbar

Ursprünglich für komplexe Folienabfälle entwickelt, eröffnet die Anlage auch Möglichkeiten für den Einsatz von Doppelschneckenextrudern im Recycling von 3D-Verpackungen. Mit dem Trend zu immer geringeren Wandstärken bei Kunststoffverpackungen steigen die Anforderungen an die Extrusionstechnik. Ein konkreter Anwendungsfall sind sortierte, heißgewaschene PP-Flakes aus sehr dünnwandigen Verpackungen wie Joghurtbechern. Auch hier sind die sehr niedrigen Schüttdichten und mögliche Feuchtigkeitsschwankungen des Materials oftmals herausfordern. Mit der Recyclinglösung lassen sich diese dünnwandigen Verpackungen gut verarbeiten, die bei herkömmlichen Doppelschnecken-Systemen in der Materialzufuhr aufgrund ihres geringen Gewichts und hohen Volumens vielfach anspruchsvoll sind. Zusätzlich entfernt die PCU Restfeuchte aus dem Waschprozess zuverlässig und deodorisiert das Material.
Quelle: Erema

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