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Trotz Insolvenzverfahren Geschäftsbetrieb bei Riedl läuft stabil weiter

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Riedl Kunststofftechnik ist insolvent. Das zuständige Amtsgericht hat bereits einen vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Dieser zeigt sich jedoch optimistisch, das Unternehmen sanieren zu können. Aktuell laufe der Betrieb ohne Einschränkungen weiter.

(Bild:  Matthias_koll_leverkusen /  Pixabay)
(Bild: Matthias_koll_leverkusen / Pixabay)

Die Riedl Kunststofftechnik und Formenbau GmbH & Co. KG mit Sitz in Erding hat beim zuständigen Amtsgericht Landshut einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das Gericht ordnete im Dezember die vorläufige Insolvenzverwaltung an und bestellte Rechtsanwalt Marc-André Kuhne von der Kanzlei dkr kuhne dr. raith zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

Das Traditionsunternehmen blickt auf eine lange Historie zurück: Während der aktuelle Geschäftsbetrieb auf ein im Jahr 1959 gegründetes Einzelunternehmen basiert, wurde die heutige Gesellschaft im Jahr 1998 ins Leben gerufen. Zum festen Kundenstamm des Betriebs gehören Größen wie Rohde & Schwarz, Kermi, Schott-Glas und ThermoFisher.

Trotz des Insolvenzantrags geht der Betrieb am Standort in Erding ohne Einschränkungen weiter – auch nach dem Jahreswechsel. Unmittelbar nach seiner Bestellung hat Kuhne die Arbeit aufgenommen und gemeinsam mit der Geschäftsführung die Stabilisierung des Unternehmens eingeleitet. Die Versorgung der Kunden sei weiterhin vollumfänglich gewährleistet, heißt es in einer Pressemitteilung.

Belegschaft bereits informiert

„Unser vorrangiges Ziel war es, den Geschäftsbetrieb stabil fortzuführen und die hohe Qualität der Produktion aufrechtzuerhalten. Die ersten Gespräche mit den wichtigsten Kunden und Lieferanten sind sehr konstruktiv verlaufen, was uns die notwendige Planungssicherheit für die kommenden Wochen gibt“, erklärt Kuhne. 

Die 29 betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (davon 25 in Vollzeit und zwei Auszubildende) wurden bereits über die aktuelle Lage informiert. Ihre Löhne und Gehälter sind für die Zeit bis Februar 2026 über das Insolvenzgeld der Agentur für Arbeit gesichert.

Gute Sanierungsaussichten

Die Ursachen für die wirtschaftliche Krise der Riedl Kunststofftechnik liegen in einem erheblichen Umsatzrückgang um rund ein Viertel. Weiterhin stiegen die Kosten beim Werkzeugbau. Infolge dieser Entwicklungen rutschte das Unternehmen im Jahr 2025 tief in die Verlustzone. Aktuell wird unter Hochdruck an einer langfristigen Fortführungslösung gearbeitet. 

Dabei zeichnen sich bereits zwei konkrete Wege ab: Zum einen gibt es erste Anzeichen für eine interne Lösung im Rahmen eines „Management-Buy-Outs“ durch bisherige Mitarbeiter. Parallel dazu wurde ein strukturierter M&A-Prozess (Investorenprozess) initiiert, um potenzielle externe Partner für das Unternehmen zu gewinnen. 

„Die technische Kompetenz und der gute Ruf des Unternehmens bilden eine solide Basis für die Sanierung. Ich bin optimistisch, dass wir in den kommenden Wochen eine tragfähige Lösung finden werden, die sowohl den Erhalt des Standortes als auch die Arbeitsplätze sichert“, so Kuhne abschließend.

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