Krauss Maffei auf der K 2025 Weltpremiere: Vollelektrische Spritzgießmaschinenbaureihe PX

Verantwortliche:r Redakteur:in: Simone Fischer 3 min Lesedauer

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Krauss Maffei stellt in Düsseldorf die neue vollelektrische PX-Baureihe mit intuitiver MC7-Steuerung als auch ein neues Chopped Fiber Processing-Verfahren sowie eine autarke Montagezelle und digitale Lösungen bei der additiven Fertigung vor. 

Live auf der K: Das CFP-Verfahren zum Direktcompoundieren von Schnittglasfasern und PP wird an einem Heckklappenbauteil gezeigt.(Bild:  Krauss Maffei)
Live auf der K: Das CFP-Verfahren zum Direktcompoundieren von Schnittglasfasern und PP wird an einem Heckklappenbauteil gezeigt.
(Bild: Krauss Maffei)

Ein Highlight auf dem Krauss Maffei-Stand in Halle 15 ist die Weltpremiere der vollelektrischen PX-Spritzgießmaschinenbaureihe. Die neue Generation überzeugt mit Energieeffizienz, Schussgewichtskonstanz und kurzen Zykluszeiten. Die Maschinen bieten ein breites Anwendungsspektrum und eine hohe Gesamtanlageneffektivität (OEE). 

Maschine
Weltpremiere zur K 2025: Die neue vollelektrische PX-Baureihe mit neuer MC7 Steuerung
(Bild: Krauss Maffei)

Im Fokus der neuen Baureihe steht neben Wirtschaftlichkeit auch das Thema Nachhaltigkeit: Aufgrund moderner Antriebstechnik mit Energierückgewinnung, minimalem Medienverbrauch und einem ressourcenschonenden Maschinenkonzept sind die PX-Maschinen energieeffizient, sowohl im Betrieb als auch im Leerlauf. Mit ihrem kompakten Aufbau ermöglichen sie außerdem flexible Produktionszellen mit integriertem Handling und Fördertechnik.

Auf der Messe wird die vollelektrische PX-Baureihe in Kombination mit dem neuen Linearroboter LRX-plus gezeigt. Die LRX-plus-Serie bietet vielfältige Funktionen zur flexiblen Automatisierung und besitzt eine hohe Kompatibilität, sowohl mit Spritzgießmaschinen von Krauss Maffei als auch mit Anlagen anderer Hersteller sowie mit verschiedenen Automatisierungsaufgaben. Gezeigt werden  Anwendungen aus der Medizintechnik, für technischen Bauteile sowie für Verpackung/Logistik. 

Das bietet die neue Steuerung

Mit der MC7 stellt das Unternehmen eine webbasierte Steuerungsplattform vor. Sie ist laut Hersteller intuitive bedienbar, besitzt eine leistungsstarke Soft- und Hardwarearchitektur sowie höchste Sicherheitsstandards. Die MC7 Architektur beinhaltet bereits die kommenden Anforderungen des Cyber Resilience Act (CRA). Somit ist die Steuerung gegen Cyberangriffe und die Verteilung von Schadsoftware noch besser gesichert. Zudem können Maschinen aufgrund des CRA-Standards leichter für die digitale Datennutzung ans Netz angebunden werden. Ein weiteres Merkmal der neuen MC7-Steuerng ist das webbasierte Visualisierungskonzept, das durch eine intuitive Benutzerführung, eine übersichtliche Darstellung und eine erweiterte Funktionalität überzeugt. Die neue Oberfläche erleichtert das Rüsten, Bedienen und Warten und steigert die Effizienz im Produktionsalltag. 

Direktcompoundierung – bitte nachrüsten

Mit dem neuen Verfahren Chopped Fiber Processing (CFP) wird eine wirtschaftliche Lösung zur Direktcompoundierung von Schnittglasfasern und Polypropylen vorgestellt. Im Vergleich zu herkömmlichen Langglasfaser-Granulaten punktet CFP mit deutlich höherer Flexibilität und spürbaren Kostenvorteilen – bei gleichbleibender Bauteilperformance. Herzstück des Verfahrens ist eine neu entwickelte, patentierte Schneckengeometrie, die für ein besonders effizientes Aufschmelzen und eine homogene Vermischung von Polymer und Fasern sorgt. Das Ergebnis: hochwertige, faserverstärkte Bauteile mit optimaler Materialausnutzung. Ein weiterer Vorteil: CFP ist mit allen Standardspritzgießmaschinen des Maschinenbauers kompatibel und lässt sich unkompliziert über den Krauss Maffei Service nachrüsten. Der Return on Investment (ROI) liegt bei unter einem Jahr. 

Autarke Automationszelle

Eine automatisierte Montagezelle montiert auf der K 2025 drei Kunststoffteile vollautomatisch per Verklippung und prüft sie  mit Laserscanner und Kamera.
Eine automatisierte Montagezelle montiert auf der K 2025 drei Kunststoffteile vollautomatisch per Verklippung und prüft sie mit Laserscanner und Kamera.
(Bild: Krauss Maffei)

Krauss Maffei erweitert sein Portfolio über die Spritzgießtechnik hinaus um autarke Automationszellen, die vielseitig einsetzbar und einfach integrierbar sind. Auf der K 2025 präsentiert das Unternehmen live eine vollständig automatisierte Montagezelle, die in Echtzeit drei Kunststoffteile montiert. Die mobile, kompakte Einheit ermöglicht besonders kurze Taktzeiten bei minimaler Fehlerquote. Die Montage erfolgt durch formschlüssiges Verklippen der Bauteile. Im Anschluss prüft ein Laserscanner die Komponenten auf Höhe und Breite mit einer Genauigkeit von 0,01 mm. Eine optische Inspektion erkennt und sortiert fehlerhafte Teile automatisch aus, während die Gutteile direkt in Kisten abgefüllt werden.

Digitale Systeme

In Düsseldorf werden zahlreiche digitale Neuheiten präsentiert: Die Plattform Socialproduction erhält mit dem Dataset Manager neue Funktionen für das Transferieren, Versionieren und Vergleichen von Maschinendatensätzen. Eine neue KI-Funktion unterstützt Maschinenbediener durch intelligente Assistenz in Echtzeit. Die vielfach bewährte und patentierte Maschinenfunktion APC-plus wird um zwei neue Module ergänzt: Cascadex für Kaskadensteuerung und die neue Datenbank Materialx für kundenspezifische Materialkennwerte. 

Additive Fertigung im Großformat

Nach der erfolgreichen Einführung der Powerprint auf der K 2022 präsentiert Krauss Maffei zur K 2025 die neuen Varianten Powerprint Flex und Printcore. Diese modularen Systeme bieten hohe Flexibilität als auch Produktivität und sehr gute Druckqualität für industrielle Anwendungen – beispielsweise in Design, Werkzeugbau und bei funktionalen Endbauteilen. Im Rahmen einer Live-Demonstration werden Powerprint Flex in Kombination mit dem neuen Printcore-Extruder in einer Industrieroboterzelle gezeigt. Der Fokus liegt auf Anwendungen des Werkzeug- und Formenbaus sowie bei funktionalen Endbauteilen und Designmodellen. 

K 2025: Halle 15, Stand C24
Quelle: Krauss Maffei

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