Igus auf der K 2025 Technik ohne Kompromisse – und ohne PTFE

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Die Diskussion um ein mögliches PFAS-Verbot sorgt für Unsicherheit in der Industrie. Igus nimmt sich der Herausforderung bereits heute an und hat eigene PTFE-freie und PFAS-getestete Materialien entwickelt – ohne funktionale Abstriche.

Erfolgreich PFAS-getestet: Von Gleitlagern über Linearführungen bis zum 3D-Druckmaterial(Bild:  Igus)
Erfolgreich PFAS-getestet: Von Gleitlagern über Linearführungen bis zum 3D-Druckmaterial
(Bild: Igus)

Gleitlager, Zahnräder, Linearsysteme: Igus entwickelt und produziert bewegte Komponenten aus Hochleistungskunststoffen, die dank Additiven nicht nur robust, verschleißfest, chemikalienresistent und witterungsbeständig sind, sondern auch einen reibungsarmen Trockenlauf ohne zusätzliche Schmierstoffe ermöglichen. Zu diesen Zusatzstoffen zählen auch polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS), eine Chemikaliengruppe, welche die EU in Zukunft strenger regulieren könnte. 

„Viele Konstrukteure suchen daher schon heute nach Alternativen, die keine funktionalen Abstriche machen und möglichst kostengünstig sind“, sagt Lars Butenschön, Geschäftsbereichsleiter Iglidur Gleitlagertechnik bei Igus. Materialwissenschaftler des Unternehmens haben daher in den vergangenen Jahren viel Arbeit in Forschung und Entwicklung investiert, um PTFE-freie Materialien für Bauteile aus dem Spritzguss, dem 3D-Druck sowie aus Halbzeugen zu realisieren. 

Erfolgreich PFAS-getestet 

„Bereits heute können wir 27 PTFE-freie und PFAS-geprüfte Werkstoffe anbieten, die in unseren Motion Plastics eingesetzt werden – von Energieketten und Leitungen bis hin zu Gleitlagern, Kugellagern, Halbzeugen und 3D-Druck-Materialien. Diese behalten trotz der Umstellung ihre bewährten Eigenschaften, wie Tests in unserem 5.500 Quadratmeter großen Testlabor bestätigen“, so Butenschön weiter.

So bietet der Kunststoffspezialist bereits PTFE-freie Alternativen für seine Polymergleitlager der Standardserien Iglidur J, W, G, X und H an, die weltweit in Maschinen, Anlagen und Fahrzeugen zum Einsatz kommen. „Seit 2025 können wir so rund 75 Prozent der Gleitlager-Anwendungen ohne PTFE lösen“, betont Butenschön. Sie wurden zudem auf die 96 als kritisch für Umwelt und Gesundheit geltenden PFAS untersucht und enthalten keine Substanzen in Konzentrationen über 0,1 Prozent Masseanteil. 

Ohne PTFE sogar noch verschleißfester

Auf der K 2025 (Halle 5, Stand D05) präsentiert das Unternehmen weitere PTFE-freie Produktinnovationen – von Kugel-, Gelenk- und Drehkranzlagern über Zahnräder und Linearführungen bis hin zu einem neuen Resin für den 3D-Druck. „Sollte die Nachfrage nach solchen PTFE-freien und PFAS-getesteten Alternativen in Zukunft weiter steigen, können wir größere Chargen compoundieren und Rohstoffe günstiger beziehen, und dadurch den minimalen Preisunterschied zu den klassischen Produkten weiter verringern“, erklärt Butenschön.

Untersuchungen zum Reib- und Verschleißverhalten haben zudem gezeigt, dass die Iglidur-Werkstoffe mit substituiertem PTFE im Vergleich zur PTFE-haltigen Referenz eine deutlich bessere Performance erzielen. Die Verschleißraten sinken um bis zu 50 Prozent. Die geschickte Auslegung der Rezepturen bewirkt zudem, dass die bekannten Werkstoffeigenschaften hinsichtlich Temperaturstabilität, mechanischer Beanspruchbarkeit und Schwindungsverhalten nahezu unverändert bleiben. Um die Entwicklung weiter voranzutreiben, erweitert Igus sein Testlabor allein für Lager- und Lineartechnik aktuell auf die dreifache Größe – und damit auf insgesamt 1.500 Quadratmeter Fläche. 

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