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Technische Studiengänge Warum sollte man Kunststofftechnik studieren?

Von Benjamin Müller 4 min Lesedauer

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Im Zuge meiner Recherche zum Fachkräftemangel in der Kunststoffindustrie stieß ich auf einen Clip namens Echtplastik – der Film (Kunststofftechnik an der Hochschule Darmstadt). Dieser brachte mich auf die Idee, meine Redaktionskollegin zu fragen, warum sie sich für ebenjenen Studiengang entschied. Zu meinem Erstaunen lieferte ChatGPT im Anschluss frappierend ähnliche Argumente.

Studenten der THWS bei einer Konstruktionsübung mit 3D-CAD-System am PC: ein wichtiger Teil des Studiengangs Kunststofftechnik. (Bild: Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt)
Studenten der THWS bei einer Konstruktionsübung mit 3D-CAD-System am PC: ein wichtiger Teil des Studiengangs Kunststofftechnik.
(Bild: Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt)

In Echtplastik – der Film werben Studenten der Hochschule Darmstadt für den Studiengang Kunststofftechnik. Gemäß einer dialektischen Erörterung zeigen sie zu Anfang des knapp zweiminütigen Clips die potenziellen Umweltschäden, die Plastik verursachen kann. Sie stellen jedoch klar, dass nicht Plastik als Stoff das Problem darstellt, sondern der unsachgemäße Umgang damit – beispielsweise durch achtloses Wegwerfen in Wäldern.

Hier gelangen Sie zum Film:

Im weiteren Verlauf plädieren die Studenten zwar für plastikfreies Einkaufen, stellen im gleichen Satz jedoch die rhetorische Frage, wie „ein Leben komplett ohne Kunststoff“ aussehen würde. Sie weisen auf die hohe Alltagsrelevanz und medizinische Notwendigkeit von Produkten aus Kunststoff hin, wollen jedoch ebenso „Recycling von Anfang an mitdenken“.

Offensichtlich befindet sich das Thema Plastik – von der Herstellung bis zur Entsorgung und Wiederverwertung – in einem Spannungsfeld zwischen Ökologie und Ökonomie, zwischen Nachhaltigkeit und Nutzen. Kann ein Kunststofftechnik-Studium zur Lösung dieser Problemstellungen beitragen?

Studierte an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt Kunststofftechnik und arbeitet heute als Technikjournalistin: Dipl.-Ing. Simone Fischer. (Bild: Privat)
Studierte an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt Kunststofftechnik und arbeitet heute als Technikjournalistin: Dipl.-Ing. Simone Fischer.
(Bild: Privat)

Eine studierte Kunststofftechnikerin im Technikjournalismus

Meine Redaktionskollegin Simone Fischer studierte von 1992 bis 1997 an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) Kunststofftechnik und schloss das Studium als Diplom-Ingenieurin ab. Sie war folglich die passende Adressatin für die Frage, warum man sich für diesen Studiengang entscheiden sollte, ihre Antwort fiel folgendermaßen aus: „Ich habe Kunststofftechnik studiert, weil ich im Recycling von Kunststoffen Potential erkannt habe. Die Wahl meines Studiengangs fiel in die Zeit, in der der Gelbe Sack in Deutschland ausgerollt wurde. Ich dachte mir, um in diese Branche einsteigen zu können, musst du erst mal die Hintergründe kennen und so habe ich mich in Würzburg um einen Studienplatz für Kunststofftechnik mit dem Schwerpunkt Kautschuktechnologie beworben.“

Dass sich dann im Laufe des Studiums ihr Schwerpunkt vom Kunststoffrecycling auf die Kunststoffoberfläche verlagert hat, brachten die Studieninhalte mit sich. Aber ihr Interesse am Thema Kunststoffrecycling blieb erhalten. Heute verfolgt sie als Redakteurin beim PLASTVERARBEITER das Thema Recycling mit besonderem Interesse und stellt schon mal eine Extrafrage beziehungsweise schaut hinter die Kulissen. In einem Punkt ist sich Simone Fischer ganz sicher: „Wer sich für die Themen Umwelt und nachhaltige Werkstoffe einsetzen will, der ist mit einem Studium der Kunststofftechnik sehr gut aufgestellt. Denn er lernt vom Additiv bis zum Zerkleinerer alle Facetten der Branche kennen und kann dieses breitgefächerte Wissen für einen besseren Umgang mit Ressourcen einsetzen. Denn nur mit dem richtigen Wissen können die notwendigen Veränderungen gelingen.“

Stimmen aus der Branche

Hinter dem Begriff Kunststoff verbirgt sich eine sehr vielseitige Werkstoffklasse. Mit einem abgeschlossenen Studium der Kunststofftechnik kann man in den verschiedensten Branchen einsteigen, von der Herstellung alltäglicher Gebrauchsgegenstände bis hin zu sehr anspruchsvollen Anwendungen zum Beispiel in der Medizin oder der Elektronik. Auch die Tätigkeiten können beeindruckend abwechslungsreich sein. Wir arbeiten bei einem Materialhersteller mit rund 100 Mitarbeitern, von denen 9 Kunststofftechnik studiert haben. Mit diesem Hintergrund wird man bei uns, je nach Talenten und Ambitionen, in verschiedenen Bereichen eingesetzt: im Vertrieb, der Entwicklung oder der Anwendungstechnik. Denn nur wer die Hintergründe des Werkstoffs kennt, kann diese entsprechend entwickeln oder dem Kunden bei Problemen helfen. Nichtsdestotrotz ist es wichtig die vielseitigen Materialien richtig und nachhaltig einzusetzen. Ein Verzicht ist, vor allem auch aus ökologischer Sicht, in sehr vielen Fällen nicht sinnvoll; viele Dinge aus dem Alltag, wie Smartphones werden durch Kunststoffe erst ermöglicht. Weiterhin ermöglichen Polymere viele Leichtbauanwendungen und sind auch in der Verarbeitung deutlich energieeffizienter als andere Werkstoffe wie Metall oder Glas. Um solche Herausforderungen anzugehen braucht es auch in Zukunft gut ausgebildete Fachkräfte. Ein Studium der Kunststofftechnik ist darum nach wie vor eine gute Wahl mit einer sicheren Zukunft. Armin Götz, Produktionsleiter, Udo Wießner, leitender Entwicklungsingenieur, und Alexander Heinze, Vertriebsingenieur (von links) bei Allod (Bild: Allod)
Hinter dem Begriff Kunststoff verbirgt sich eine sehr vielseitige Werkstoffklasse. Mit einem abgeschlossenen Studium der Kunststofftechnik kann man in den verschiedensten Branchen einsteigen, von der Herstellung alltäglicher Gebrauchsgegenstände bis hin zu sehr anspruchsvollen Anwendungen zum Beispiel in der Medizin oder der Elektronik. Auch die Tätigkeiten können beeindruckend abwechslungsreich sein. Wir arbeiten bei einem Materialhersteller mit rund 100 Mitarbeitern, von denen 9 Kunststofftechnik studiert haben. Mit diesem Hintergrund wird man bei uns, je nach Talenten und Ambitionen, in verschiedenen Bereichen eingesetzt: im Vertrieb, der Entwicklung oder der Anwendungstechnik. Denn nur wer die Hintergründe des Werkstoffs kennt, kann diese entsprechend entwickeln oder dem Kunden bei Problemen helfen. Nichtsdestotrotz ist es wichtig die vielseitigen Materialien richtig und nachhaltig einzusetzen. Ein Verzicht ist, vor allem auch aus ökologischer Sicht, in sehr vielen Fällen nicht sinnvoll; viele Dinge aus dem Alltag, wie Smartphones werden durch Kunststoffe erst ermöglicht. Weiterhin ermöglichen Polymere viele Leichtbauanwendungen und sind auch in der Verarbeitung deutlich energieeffizienter als andere Werkstoffe wie Metall oder Glas. Um solche Herausforderungen anzugehen braucht es auch in Zukunft gut ausgebildete Fachkräfte. Ein Studium der Kunststofftechnik ist darum nach wie vor eine gute Wahl mit einer sicheren Zukunft. Armin Götz, Produktionsleiter, Udo Wießner, leitender Entwicklungsingenieur, und Alexander Heinze, Vertriebsingenieur (von links) bei Allod
(Bild: Allod)
Das Studium der Kunststofftechnik bietet die ideale Grundlage, in den unterschiedlichsten Bereichen aktiv an nachhaltigen Lösungen mitzuarbeiten, angefangen vom Material über das Produkt bis hin zum Herstellprozess. Gerade im Kunststoff-Umfeld sind wir aufgefordert, mit Produkt und Material Innovationen schneller auf die sich ändernden Rahmenbedingungen zu reagieren. Das Materialwissen der Kunststoffentwickler gepaart mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen (ML) bilden die entscheidenden Erfolgsfaktoren den Anforderungen bzgl. Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz mit einer deutlichen Verkürzung der Entwicklungszeiten gerecht zu werden. Stefan Keller, Senior Account Executive, Citrine Informatics (Bild: Stefan Keller)
Das Studium der Kunststofftechnik bietet die ideale Grundlage, in den unterschiedlichsten Bereichen aktiv an nachhaltigen Lösungen mitzuarbeiten, angefangen vom Material über das Produkt bis hin zum Herstellprozess. Gerade im Kunststoff-Umfeld sind wir aufgefordert, mit Produkt und Material Innovationen schneller auf die sich ändernden Rahmenbedingungen zu reagieren. Das Materialwissen der Kunststoffentwickler gepaart mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen (ML) bilden die entscheidenden Erfolgsfaktoren den Anforderungen bzgl. Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz mit einer deutlichen Verkürzung der Entwicklungszeiten gerecht zu werden. Stefan Keller, Senior Account Executive, Citrine Informatics
(Bild: Stefan Keller)
Kunststoffe sind unentbehrliche Materialien für die Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaft und Gesellschaft. Photovoltaik, Windkraft, Elektromobilität und Digitalisierung sind ohne Kunststoffe nicht machbar. Gleichzeitig sind Kunststoffe aber auch ein Teil des Problems: Der weltweite Bedarf steigt immer weiter, Einwegprodukte landen achtlos in der Umwelt und der größte Teil der Kunststoffproduktion basiert immer noch auf fossilen Rohstoffen. Die gute Nachricht: Die europäische Kunststoffindustrie hat sich auf den Weg gemacht, die große Transformation zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft aktiv zu gestalten. Dafür brauchen wir jede Menge kluge Köpfe mit neuen Ideen. Junge Menschen, die einen aktiven Beitrag auf dem Weg in eine nachhaltige Gesellschaft leisten wollen, sind nirgendwo besser aufgehoben als in der Kunststoffindustrie. Eine Ausbildung als Kunststoff-Technologe oder ein Studium der Kunststofftechnik sind hervorragende Voraussetzungen dafür. Peter Barlog, Geschäftsführender Gesellschafter von Barlog Plastics (Bild: Redaktion)
Kunststoffe sind unentbehrliche Materialien für die Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaft und Gesellschaft. Photovoltaik, Windkraft, Elektromobilität und Digitalisierung sind ohne Kunststoffe nicht machbar. Gleichzeitig sind Kunststoffe aber auch ein Teil des Problems: Der weltweite Bedarf steigt immer weiter, Einwegprodukte landen achtlos in der Umwelt und der größte Teil der Kunststoffproduktion basiert immer noch auf fossilen Rohstoffen. Die gute Nachricht: Die europäische Kunststoffindustrie hat sich auf den Weg gemacht, die große Transformation zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft aktiv zu gestalten. Dafür brauchen wir jede Menge kluge Köpfe mit neuen Ideen. Junge Menschen, die einen aktiven Beitrag auf dem Weg in eine nachhaltige Gesellschaft leisten wollen, sind nirgendwo besser aufgehoben als in der Kunststoffindustrie. Eine Ausbildung als Kunststoff-Technologe oder ein Studium der Kunststofftechnik sind hervorragende Voraussetzungen dafür. Peter Barlog, Geschäftsführender Gesellschafter von Barlog Plastics
(Bild: Redaktion)
Kunststoff ist ein sehr dominanter und sehr vielseitiger Werkstoff, ist aber auch hochumstritten in den Medien. Man kann engagiert positive Veränderungen schaffen, indem man sich durch ein Studium der Kunststofftechnik entsprechendes Wissen aneignet, um dieses umzusetzen. Und die Klebstoffe sind fertig entwickelt, es braucht schlaue Köpfe für Veränderungen. In der Schweiz ist der Arbeitsmarkt langfristig extrem vielseitig, spannend und positiv für die Zukunft. Dirk Lazarus, Engineering Automotive, Weidplas (Bild: Redaktion)
Kunststoff ist ein sehr dominanter und sehr vielseitiger Werkstoff, ist aber auch hochumstritten in den Medien. Man kann engagiert positive Veränderungen schaffen, indem man sich durch ein Studium der Kunststofftechnik entsprechendes Wissen aneignet, um dieses umzusetzen. Und die Klebstoffe sind fertig entwickelt, es braucht schlaue Köpfe für Veränderungen. In der Schweiz ist der Arbeitsmarkt langfristig extrem vielseitig, spannend und positiv für die Zukunft. Dirk Lazarus, Engineering Automotive, Weidplas
(Bild: Redaktion)
Wer die Zukunft im Blick hat und diese positiv und nachhaltig mitgestalten will, dem bieten sich im Bereich der Kunststofftechnik so vielfältige Möglichkeiten wie sonst kaum irgendwo. Kunststoffe beziehungsweise Kunststoffprodukte sind in nahezu allen Lebensbereichen präsent und nicht mehr wegzudenken. So sind Kunststoffspezialisten häufig mit den unterschiedlichsten und interessantesten Themen befasst und haben somit auch die Chance, zukünftige Entwicklungen mitzubestimmen. Bei Varioplast beispielsweise beraten wir Anwender unterschiedlichster Branchen hinsichtlich optimaler und ressourcenschonender Produktauslegung und arbeiten gleichzeitig permanent an unserer Fertigungseffizienz durch selbst entwickelte Verfahrensabläufe. Michael Däbritz, Geschäftsführer Varioplast (Bild: Varioplast)
Wer die Zukunft im Blick hat und diese positiv und nachhaltig mitgestalten will, dem bieten sich im Bereich der Kunststofftechnik so vielfältige Möglichkeiten wie sonst kaum irgendwo. Kunststoffe beziehungsweise Kunststoffprodukte sind in nahezu allen Lebensbereichen präsent und nicht mehr wegzudenken. So sind Kunststoffspezialisten häufig mit den unterschiedlichsten und interessantesten Themen befasst und haben somit auch die Chance, zukünftige Entwicklungen mitzubestimmen. Bei Varioplast beispielsweise beraten wir Anwender unterschiedlichster Branchen hinsichtlich optimaler und ressourcenschonender Produktauslegung und arbeiten gleichzeitig permanent an unserer Fertigungseffizienz durch selbst entwickelte Verfahrensabläufe. Michael Däbritz, Geschäftsführer Varioplast
(Bild: Varioplast)
Als Kunststofftechnikingenieur hat man eine abgesicherte Zukunft. Man darf sich mit interessanten Themen beschäftigen und kann seinen Teil zu einer nachhaltigeren Produktion beitragen. Die Kunststoffprodukte sind für jede Branche enorm wichtig, weshalb es einen Zuwachs von neuen Studenten in Deutschland braucht, um eine Abwanderung der Industrie in ein anderes Land zu vermeiden, in dem die Nachhaltigkeit keinen so großen Stellenwert wie in Deutschland hat. Das Studium selbst hat sich für meine Kommilitonen und mich als äußerst interessant erwiesen und bietet uns gute Jobchancen und ein vergleichsweise hohes Einstiegsgehalt. Wer sich für Technik begeistert und dem die Umwelt am Herzen liegt, sollte sich über den Studiengang Kunststofftechnik informieren. Pierre Däbritz, Assistent der Geschäftsführung, Varioplast (Bild: Varioplast)
Als Kunststofftechnikingenieur hat man eine abgesicherte Zukunft. Man darf sich mit interessanten Themen beschäftigen und kann seinen Teil zu einer nachhaltigeren Produktion beitragen. Die Kunststoffprodukte sind für jede Branche enorm wichtig, weshalb es einen Zuwachs von neuen Studenten in Deutschland braucht, um eine Abwanderung der Industrie in ein anderes Land zu vermeiden, in dem die Nachhaltigkeit keinen so großen Stellenwert wie in Deutschland hat. Das Studium selbst hat sich für meine Kommilitonen und mich als äußerst interessant erwiesen und bietet uns gute Jobchancen und ein vergleichsweise hohes Einstiegsgehalt. Wer sich für Technik begeistert und dem die Umwelt am Herzen liegt, sollte sich über den Studiengang Kunststofftechnik informieren. Pierre Däbritz, Assistent der Geschäftsführung, Varioplast
(Bild: Varioplast)
Wer Kunststoff kennt, nimmt Stahl. Kann man machen, muss man aber nicht. Ich kenne beide Seiten und diese lassen sich hervorragend verbinden beziehungsweise in Einklang bringen. Mit tiefgreifenden Kenntnissen über die jeweiligen Eigenschaften der Werkstoffgruppen lassen sich mit Idee und Geschick sinnvolle, lange gebrauchsfähige und auch formschöne Lösungen erzeugen. Die Mischung machts, und dafür braucht es Kunststoffingenieure. Auch wenn man ab und zu sagen muss, die Lösung liegt nicht im Kunststoff. Eric Folz, Senior Business Development Manager bei Lehvoss (Bild: Redaktion)(Bild:)
Wer Kunststoff kennt, nimmt Stahl. Kann man machen, muss man aber nicht. Ich kenne beide Seiten und diese lassen sich hervorragend verbinden beziehungsweise in Einklang bringen. Mit tiefgreifenden Kenntnissen über die jeweiligen Eigenschaften der Werkstoffgruppen lassen sich mit Idee und Geschick sinnvolle, lange gebrauchsfähige und auch formschöne Lösungen erzeugen. Die Mischung machts, und dafür braucht es Kunststoffingenieure. Auch wenn man ab und zu sagen muss, die Lösung liegt nicht im Kunststoff. Eric Folz, Senior Business Development Manager bei Lehvoss (Bild: Redaktion)
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Es gibt wohl keine andere Werkstoffklasse, die den technologischen Fortschritt und den gestiegenen Lebensstandard in den letzten Jahrzehnten so geprägt hat wie die der Kunststoffe. Ohne sie gäbe es keine geschlossenen Kühlketten im Lebensmitteltransport, keinen Strom für unsere Haushalte, kein Auto, keine Satellitentechnik, kein Internet, kein Smartphone, keinen Zahnersatz, keinen Herzschrittmacher. Als verantwortungsvolle Industriegesellschaft stehen wir vor der Aufgabe, ressourcenschonende, nachhaltige Technologien weiterzuentwickeln und schneller zur Marktreife zu bringen. Kunststoffe werden hier als Enabler eine entscheidende Rolle spielen. Frank Schemm, Aerospace, Advanced Air Mobility, Automotive - Market Development, Victrex Europa (Bild: Redaktion)(Bild:)
Es gibt wohl keine andere Werkstoffklasse, die den technologischen Fortschritt und den gestiegenen Lebensstandard in den letzten Jahrzehnten so geprägt hat wie die der Kunststoffe. Ohne sie gäbe es keine geschlossenen Kühlketten im Lebensmitteltransport, keinen Strom für unsere Haushalte, kein Auto, keine Satellitentechnik, kein Internet, kein Smartphone, keinen Zahnersatz, keinen Herzschrittmacher. Als verantwortungsvolle Industriegesellschaft stehen wir vor der Aufgabe, ressourcenschonende, nachhaltige Technologien weiterzuentwickeln und schneller zur Marktreife zu bringen. Kunststoffe werden hier als Enabler eine entscheidende Rolle spielen. Frank Schemm, Aerospace, Advanced Air Mobility, Automotive - Market Development, Victrex Europa (Bild: Redaktion)
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Kunststoffe sind die Werkstoffgruppe der Gegenwart. Um die hohen Anforderungen an Kunststoffbauteile in der Zukunft vor dem Hintergrund eingeschränkter Ressourcen und steigenden Umweltanforderungen zu erfüllen, brauchen wir gut ausgebildete Kunststoffingenieure auf neuestem technischen Wissensstand. Daher von mir ein klares Ja zu einem Studium der Kunststofftechnik oder Kunststoffverarbeitung – um die Zukunft aktiv zu gestalten. Erhard Krampe, Manager for technology transfer and knowledge exchange, Plasmatreat (Bild: Redaktion)(Bild:)
Kunststoffe sind die Werkstoffgruppe der Gegenwart. Um die hohen Anforderungen an Kunststoffbauteile in der Zukunft vor dem Hintergrund eingeschränkter Ressourcen und steigenden Umweltanforderungen zu erfüllen, brauchen wir gut ausgebildete Kunststoffingenieure auf neuestem technischen Wissensstand. Daher von mir ein klares Ja zu einem Studium der Kunststofftechnik oder Kunststoffverarbeitung – um die Zukunft aktiv zu gestalten. Erhard Krampe, Manager for technology transfer and knowledge exchange, Plasmatreat (Bild: Redaktion)
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Ein Studium im Bereich der Kunststofftechnik ermöglicht die Entwicklung nachhaltiger Lösungen und die Teilnahme an Innovationen, die die Zukunft der Materialwissenschaft und Verfahrenstechnik gestalten. Der Studiengang vermittelt tiefgehendes Wissen über die chemischen, physikalischen und technologischen Eigenschaften von Kunststoffen. Dieses Wissen ist entscheidend für die Entwicklung umweltfreundlicher Kunststoffe, da es ermöglicht, biologisch abbaubare, recycelbare oder nachhaltige Alternativen zu herkömmlichen Kunststoffen zu erforschen, herzustellen und zu verarbeiten. Die Kunststofftechnik lehrt, wie Kunststoffe recycelt, sortiert und wiederverwendet werden können. Dies trägt zur Verringerung der Umweltauswirkungen der Kunststoffindustrie bei. Daniela König, Geschäftsführung, Entwicklung und Projektierung, Autotherm (Bild: Redaktion)(Bild:)
Ein Studium im Bereich der Kunststofftechnik ermöglicht die Entwicklung nachhaltiger Lösungen und die Teilnahme an Innovationen, die die Zukunft der Materialwissenschaft und Verfahrenstechnik gestalten. Der Studiengang vermittelt tiefgehendes Wissen über die chemischen, physikalischen und technologischen Eigenschaften von Kunststoffen. Dieses Wissen ist entscheidend für die Entwicklung umweltfreundlicher Kunststoffe, da es ermöglicht, biologisch abbaubare, recycelbare oder nachhaltige Alternativen zu herkömmlichen Kunststoffen zu erforschen, herzustellen und zu verarbeiten. Die Kunststofftechnik lehrt, wie Kunststoffe recycelt, sortiert und wiederverwendet werden können. Dies trägt zur Verringerung der Umweltauswirkungen der Kunststoffindustrie bei. Daniela König, Geschäftsführung, Entwicklung und Projektierung, Autotherm (Bild: Redaktion)
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Das Studium der Kunststofftechnik bietet eine vielseitige Perspektive in vielen Anwendungsbereichen. Nicht zuletzt werden innovative Polymere und neue optimierte Verarbeitungsverfahren sowie Recyclingtechnologie einen signifikanten Einfluss auf die Erreichung der Klimaschutzziele haben. Das Studium ermöglicht es, an diesen Innovationen teilzuhaben und diese aktiv mitzugestalten. Wir als Kistler helfen dabei, mit Sensorik, Regelungssystemen und KI Prozesse effizienter zu gestalten. Die Grundlagen dazu werden im Studium der Kunststofftechnik vermittelt. Dr.-Ing. Oliver Schnerr, Head of Sales – Integrated Solutions, Kistler Group (Bild: Redaktion)(Bild:)
Das Studium der Kunststofftechnik bietet eine vielseitige Perspektive in vielen Anwendungsbereichen. Nicht zuletzt werden innovative Polymere und neue optimierte Verarbeitungsverfahren sowie Recyclingtechnologie einen signifikanten Einfluss auf die Erreichung der Klimaschutzziele haben. Das Studium ermöglicht es, an diesen Innovationen teilzuhaben und diese aktiv mitzugestalten. Wir als Kistler helfen dabei, mit Sensorik, Regelungssystemen und KI Prozesse effizienter zu gestalten. Die Grundlagen dazu werden im Studium der Kunststofftechnik vermittelt. Dr.-Ing. Oliver Schnerr, Head of Sales – Integrated Solutions, Kistler Group (Bild: Redaktion)
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Im Bereich der Kunststofftechnik lässt sich aktiv an der Forschung und Entwicklung für nachhaltigere Produktionsverfahren mitwirken, um diese energetisch komplett zu optimieren, sodass eine wirtschaftliche Fertigung unter Berücksichtigung der relevanten Umweltaspekte gelebte Praxis wird. Moderne Recyclingverfahren lassen sich konzipieren und entwickeln, aber auch die Materialentwicklung vorantreiben, etwa im Bereich der Biokunststoffe. Es besteht die Möglichkeit, in Entwicklungs-, Standardisierungs-, Normungsgremien und Fachverbänden mitzuwirken, um nachhaltige Werkstoffe und Produktionsverfahren in den Markt zu bringen und die Kreislaufwirtschaft aktiv zu gestalten. Marco Siekmann, Geschäftsführer, Digicolor (Bild: Redaktion)(Bild:)
Im Bereich der Kunststofftechnik lässt sich aktiv an der Forschung und Entwicklung für nachhaltigere Produktionsverfahren mitwirken, um diese energetisch komplett zu optimieren, sodass eine wirtschaftliche Fertigung unter Berücksichtigung der relevanten Umweltaspekte gelebte Praxis wird. Moderne Recyclingverfahren lassen sich konzipieren und entwickeln, aber auch die Materialentwicklung vorantreiben, etwa im Bereich der Biokunststoffe. Es besteht die Möglichkeit, in Entwicklungs-, Standardisierungs-, Normungsgremien und Fachverbänden mitzuwirken, um nachhaltige Werkstoffe und Produktionsverfahren in den Markt zu bringen und die Kreislaufwirtschaft aktiv zu gestalten. Marco Siekmann, Geschäftsführer, Digicolor (Bild: Redaktion)
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So beantwortet ChatGPT die Frage: „Warum sollte man Kunststofftechnik studieren?“

Künstliche Intelligenz ist im Jahr 2023 omnipräsent. Aus diesem Grund stellte ich die Frage „Warum sollte man Kunststofftechnik studieren?“ auch ChatGPT, einem Bot, der mittels maschineller Lerntechnologie Antworten generiert. Das System antwortete wie folgt:

„Es gibt eine Vielzahl von Gründen, warum jemand Kunststofftechnik studieren sollte. Kunststofftechnik ist ein spezialisiertes Ingenieurfachgebiet, das sich mit der Herstellung, Verarbeitung, Anwendung und Entwicklung von Kunststoffen befasst. Hier sind einige Gründe, warum das Studium der Kunststofftechnik eine gute Wahl sein könnte:

Vielseitige Anwendungen: Kunststoffe werden in nahezu allen Branchen eingesetzt, von der Automobilindustrie über die Medizintechnik bis hin zur Verpackungsindustrie. Ein Studium der Kunststofftechnik ermöglicht es dir, an einer breiten Palette von Projekten und Anwendungen zu arbeiten.

Innovation und Forschung: Die Kunststoffindustrie ist ständig bestrebt, innovative Materialien und Herstellungsverfahren zu entwickeln. Als Kunststofftechnik-Student hast du die Möglichkeit, an Forschungsprojekten teilzunehmen, die zur Entwicklung neuer und verbesserter Kunststoffe und Technologien führen können.

Umweltbewusstsein: Die Entwicklung nachhaltiger Kunststoffe und Recyclingverfahren ist von entscheidender Bedeutung, um die Umweltauswirkungen der Kunststoffindustrie zu reduzieren. Als Kunststofftechnik-Experte kannst du an der Gestaltung umweltfreundlicherer Materialien und Prozesse arbeiten.

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Nachfrage nach Fachleuten: Die Kunststoffindustrie ist global groß und wächst stetig. Es gibt eine hohe Nachfrage nach qualifizierten Kunststofftechnikern, die in verschiedenen Bereichen wie Materialentwicklung, Prozessoptimierung, Qualitätskontrolle und Produktentwicklung arbeiten können.

Technologische Entwicklung: Die Herstellung und Verarbeitung von Kunststoffen erfordert fortschrittliche Technologien und Anlagen. Ein Kunststofftechnik-Studium vermittelt dir Kenntnisse über diese Technologien und wie sie angewendet werden.

Karrieremöglichkeiten: Absolventen eines Kunststofftechnik-Studiums haben die Möglichkeit, in verschiedenen Rollen zu arbeiten, darunter Ingenieure, Forscher, Qualitätsmanager, Produktentwickler und mehr.

Internationale Zusammenarbeit: Die Kunststoffindustrie ist international vernetzt. Ein Studium in Kunststofftechnik kann dich darauf vorbereiten, in einem globalen Umfeld zu arbeiten und mit Fachleuten aus verschiedenen Ländern zusammenzuarbeiten.

Kreativität und Design: Die Kunststofftechnik eröffnet Möglichkeiten, innovative Produkte zu gestalten. Von der Formgebung bis zur Materialauswahl kannst du kreativ daran arbeiten, neue Produkte zu entwerfen und herzustellen.

Persönliche Entwicklung: Ein Studium der Kunststofftechnik erfordert analytisches Denken, Problemlösungsfähigkeiten und technisches Verständnis. Diese Fähigkeiten können in vielen anderen Bereichen des Lebens nützlich sein.

Beitrag zur Gesellschaft: Durch die Entwicklung von Kunststoffen, die in lebenswichtigen Bereichen wie Medizin oder Technologie eingesetzt werden, kannst du einen direkten Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität und des Fortschritts in der Gesellschaft leisten.

Letztendlich hängt die Entscheidung, Kunststofftechnik zu studieren, von deinen persönlichen Interessen, Karrierezielen und Neigungen ab. Es ist wichtig, die verschiedenen Aspekte des Fachgebiets zu erforschen, um sicherzustellen, dass es zu deinen Zielen passt.“

Sowohl Simone als auch ich waren von der Ähnlichkeit der Antworten überrascht. ChatGPT bedient sich offensichtlich auch aus dem lebensreellen Wissensfundus studierter Kunststofftechnikerinnen.

Auch das Laborpraktikum am Rasterelektronenmikroskop gehört zum Studium der Kunststofftechnik. (Bild: Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt)(Bild:)
Auch das Laborpraktikum am Rasterelektronenmikroskop gehört zum Studium der Kunststofftechnik. (Bild: Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt)
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Alles zum Thema Biokunststoffe

Wissenswertes über Biokunststoffe finden Sie in unserem Übersichtsartikel. (Bild: thingamajiggs - stock.adobe.com)(Bild:)
Wissenswertes über Biokunststoffe finden Sie in unserem Übersichtsartikel. (Bild: thingamajiggs - stock.adobe.com)
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Auf dem Weg zu einer klimaneutralen Zukunft müssen verschiedenste Rädchen ineinander greifen. Doch wie schaffen wir es, die Dekarbonisierung unserer Gesellschaft umzusetzen? Biokunststoffe sind ein wichtiger Hebel um diesem Ziel näher zu kommen. Doch was wird unter einem Biokunststoff eigentlich verstanden? Wo werden diese bereits eingesetzt? Und ist "Bio" wirklich gleich "Bio"? Wir geben die Antworten. Alles, was Sie zu dem Thema wissen sollten, erfahren Sie hier.