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Marktstudie Kunststoff-Additive: Markt wächst weltweit mit steigender Nachfrage

Quelle: Ceresana 2 min Lesedauer

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Eine neue Marktstudie von Ceresana zeigt: Der weltweite Verbrauch von Kunststoff-Additiven nimmt stetig zu – und Asien-Pazifik führt den Markt an.

Additive sind die unsichtbaren Helfer der Kunststoffindustrie.(Bild:  Ceresana)
Additive sind die unsichtbaren Helfer der Kunststoffindustrie.
(Bild: Ceresana)

Fest oder geschmeidig, farbig, haltbar und preiswert: Kunststoffe werden dank Additiven zu schier unbesiegbaren Materialien. Die Zusatzstoffe werden meist nur in geringen Mengen zugefügt, aber ohne sie hätten Kunststoff-Produkte keine Chance gegen Hitze, UV-Strahlen und Oxidation. Um die Eigenschaften von Kunststoffen zu verbessern, werden mehr als 10.000 verschiedene Chemikalien gebraucht: Füllstoffe, Weichmacher, Pigmente und Farbstoffe, Flammschutzmittel, Antioxidantien, Lichtschutz- und Wärme-Stabilisatoren, aber auch zum Beispiel Treibmittel für Schaumstoffe, Schlagzähmodifikatoren und Gleitmittel. Mit der ständig steigenden Kunststoff-Produktion wächst auch die Nachfrage nach diesen Zusätzen: Laut der neusten Marktstudie von Ceresana werden weltweit pro Jahr bereits rund 36,7 Millionen Tonnen Kunststoff-Additive verbraucht.

Tonnenweise Weichmacher und Füllstoffe

Elastische Kabel-Ummantelungen oder Bodenbeläge müssten nicht unbedingt aus weichem Polyvinylchlorid gefertigt werden, einer Kunststoff-Sorte, die bis zu 70 Prozent Weichmacher enthält. Meistens werden sie das aber: Vor allem PVC-Hersteller sorgen dafür, dass pro Jahr mehr als acht Millionen Tonnen Weichmacher verkauft werden, besonders Phthalate. Die insgesamt in den größten Mengen gebrauchten Kunststoff-Additive sind jedoch Füllstoffe: Mehr als 19,5 Million Tonnen Calciumcarbonate, Kaolin und andere Füll-Materialien werden Kunststoffen zugesetzt, um sie preiswerter zu machen oder andere Eigenschaften gezielt zu verändern. Alle Zutaten, ob einzeln oder als vorgemischte Masterbatches, müssen den Anforderungen für die jeweiligen Endprodukte entsprechen. Beispielsweise müssen sie in Verpackungen oft den Vorschriften für Lebensmittelkontakt genügen oder kompatibel mit dem Trend zu Biokunststoffen sein. Die aktuelle Ceresana-Studie untersucht den Additiv-Einsatz nicht nur in PVC, sondern auch in Polyethylen, Polypropylen, Polyurethan, technischen Kunststoffen und anderen Kunststoff-Sorten.

Verbrauch von Kunststoff-Additiven steigt

Ceresana analysiert schon seit mehr als 20 Jahren die Marktentwicklung von Kunststoffen und ihren vielfältigen Zutaten. Der neuste Marktreport prognostiziert, dass der Absatz von Kunststoff-Additiven bis 2033 im Durchschnitt um 3,3 Prozent pro Jahr wachsen wird. Derzeit entfällt mehr als die Hälfte des gesamten Verbrauchs von Kunststoffzusätzen auf die Region Asien-Pazifik, gefolgt von Nordamerika und Westeuropa. Die Marktstudie untersucht in den verschiedenen Weltregionen, aber auch jeweils in den größten 29 nationalen Absatzmärkten detailliert die Entwicklung der einzelnen Additiv-Typen. Das größte Anwendungsgebiet für Kunststoff-Additive sind Bau-Produkte, zum Beispiel Dämmstoffe, Folien, Tür- und Fensterrahmen. Traditionelle Materialien wie Holz, Metall oder Glas werden aber nicht nur in der Bauindustrie zunehmend durch Kunststoffe ersetzt: Starre Verpackungen, Verpackungsfolien und flexible Verpackungen lassen den Verbrauch von Kunststoff-Additiven ebenfalls steigen. Bedeutende Abnehmer für Kunststoffe sind auch Fahrzeughersteller und die Elektro- und Elektronik-Industrie.

Dieser Artikel ist zuerst erschienen bei PROCESS

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