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Werkzeug-, Modell- und Formenbau Das erwartet Sie auf der Moulding Expo

Verantwortliche:r Redakteur:in: Simone Fischer 5 min Lesedauer

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In der Oskar Lapp Halle (Halle 6) der Messe Stuttgart findet vom 6. bis zum 9. Mai 2025 die Moulding Expo 2025 statt. Gezeigt werden Lösungen entlang der Wertschöpfungskette. 

Die Moulding Expo vom 6. bis 9. Mai 2025 zeigt, wie sich Unternehmen in einem dynamischen Marktumfeld neu positionieren und mit welchen Strategien sie auf aktuelle Herausforderungen reagieren(Bild:  Messe Stuttgart)
Die Moulding Expo vom 6. bis 9. Mai 2025 zeigt, wie sich Unternehmen in einem dynamischen Marktumfeld neu positionieren und mit welchen Strategien sie auf aktuelle Herausforderungen reagieren
(Bild: Messe Stuttgart)

Auf der Messe geht es längst nicht nur um einzelne Komponenten oder technologische Neuerungen – sondern vor allem um Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Ob Prozessoptimierung, nachhaltige Produktionskonzepte oder ganzheitliche Entwicklungs- und Fertigungsdienstleistungen: Die Moulding Expo zeigt, wie sich Unternehmen in einem dynamischen Marktumfeld neu positionieren und mit welchen Strategien sie auf aktuelle Herausforderungen reagieren.

Ein Schwerpunkt: Die LSR-Technologie

Dieter Göppert, Geschäftsführer Polar-Form Werkzeugbau berichtet: „Die Moulding Expo ist für uns eine zentrale Plattform, um unser technologisches Know-how zu präsentieren und wertvolle Kontakte zu pflegen und zu knüpfen. Sie spielt eine entscheidende Rolle für den Austausch innerhalb der Branche.“
(Bild: Polar-Form/Messe Stuttgart)

Der Polar-Form Werkzeugbau ist spezialisiert in der Mehrkomponententechnologie, LSR-Technologie sowie MIM und bietet maßgeschneiderte Lösungen an, die Präzision und Kosteneffizienz vereinen. Kunden werden von der Simulation bis hin zur Erprobung und Bemusterung betreut und profitieren von einem umfassenden Wartungs- und Ersatzteilservice für eine langfristige Effizienz der Anlagen und minimierte Ausfallzeiten. Auf der Moulding Expo legt das Unternehmen aus Lahr (Kaiserstuhl) den Fokus darauf, wie durch eigene Konstruktionen und Simulationen die Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit von Projekten bereits im Vorfeld sichergestellt werden können. 

 

Bipolarplatten: Kunststoff kann Metall ersetzen

Ausschnitt aus der filigran strukturierten Oberfläche einer Bipolarplatte.
(Bild: Leonhardt)

Aus grünem Wasserstoff Energie zu erzeugen, das ist einer der Grundpfeiler für eine klimaneutrale Welt. Dafür braucht es unzählige Brennstoffzellen, in denen u. a. hochwertige plattenförmige Komponenten, sogenannte Bipolarplatten, verbaut sind. Bipolarplatten müssen gasdicht und chemisch beständig sein, eine hohe elektrische Leitfähigkeit und geringe Übergangswiderstände aufweisen. 

Leonhardt hat ein Material entwickelt, das aus einer Polyphenylensulfid-Matrix besteht und mit leitfähigen Additiven wie Graphit und Leitruß gefüllt ist. „Dieser Werkstoff lässt sich auch auf Standard-Spritzgießmaschinen verarbeiten“, erläutert Firmeninhaber Wolfgang Leonhardt. Ebenso wichtig ist ein passgenaues Werkzeugkonzept. Graphit ist hoch viskos und thermisch leitfähig, gleichzeitig ist die Fließweglänge begrenzt. „Deshalb haben unsere Konstrukteure besonderes Augenmerk auf die Temperierung des Werkzeugs gelegt“, berichtet Marcel Leonhardt. 

Gleichzeitig geht es Leonhardt um eine effiziente Energienutzung, die Produktionsmaschinen arbeiten mit Wärmerückgewinnung. Allein dadurch kann eine Energieeinsparung von 25 % erzielt werden. Und dank seiner auf Kreislaufführung ausgerichteten Materialzusammensetzung lassen sich die Bipolarplatten zudem einfach recyceln. Hinzu kommt, dass sich das Gewicht der Platten im Vergleich zu den bislang üblichen aus gepresstem V2A-Stahl halbiert. 

Dieses Schweizer Unternehmen ist zum ersten Mal dabei

Markus Greulich
(Bild: Kessler/Messe Stuttgart)

Markus Greulich, Mitglied der Geschäftsleitung bei Kessler Werkzeugbau begründet die Teilnahme so: "Gerade in der heutigen unsicheren und veränderten Zeit ist es sehr wichtig, die europäische Kunststoff- und Werkzeugbranche zu vernetzen. Europa muss mehr denn je auf den eigenen Beinen stehen. Dafür muss man die zuverlässigen europäischen Partner kennen. Das sind meist Klein- und Mittelständler, welche auf der Moulding Expo besser sichtbar werden und gefunden werden können.“ Kessler Werkzeugbau stellt auf der Messe die individuelle Beratung in den Mittelpunkt – für die richtige Technologie zu jedem Werkzeug. Durch die ungeheure Vielfalt technischer Möglichkeiten und Technologien sind es häufig Details, die über den erfolgreichen Einsatz des Werkzeugs entscheiden.
 

Werkzeugwartung im Portfolio

Für die Werkzeugreinigung gut geeignet – Trockeneis.
(Bild: Nonnenmann)

Nonnenmann zeigt sein Portfolio mit Schwerpunkten für den Werkzeug-/Formenbau und für den Bereich der Werkzeugwartung. Im Fokus stehen die vielfältigen Fertigungsmöglichkeiten als verlängerte Werkbank für Sonderteile und Formaufbauten. Ebenso die effizienten Temperierlösungen und das breite Produktprogramm für Auswerfer und Auswerferhülsen, welche als Standard ab Lager oder in Sonderausführungen nach Zeichnung gefertigt sowie über den Onlinekonfigurator auf Wunsch erstellt angeboten werden. Für die Werkzeugwartung und Instandhaltung können sich die Messebesucher zu der Wartungsstation Nowmove-MSB, dem Trockeneisstrahlgerät mit integrierter Trockeneisproduktion aus flüssigem CO₂ und dem Reinigungsgerät für Temperiersysteme Propnew informieren.

Im Showroom wird an allen Messetagen von 12 bis 19 Uhr eine Currywurstschale gespritzt.
(Bild: Nonnenmann)

Parallel zu der Messe veranstaltet das Unternehmen die hauseigene Showroom-Woche am 40 km entfernten Hauptsitz in Winterbach. So haben Messebesucher und Interessierte die Möglichkeit, am Nachmittag den Showroom zu besuchen und verschiedene Anwendungslösungen für die Bereiche Spritzguss, Automation, Werkzeugreinigung und Werkzeughandling live zu erleben sowie sich mit den technischen Beratern in Fachgesprächen über diese Themen und deren Einsatzzwecke auszutauschen. Die Teilnahme am Event in Winterbach ist kostenfrei.


 

Zur Denkpause willkommen

Sandra Ender-Lercher lädt die Besucher zu einer "Denkpause" ein.
(Bild: Lercher/Messe Stuttgart)

Bei Lercher Werkzeugbau steht der Messeauftritt  im Zeichen der aktuellen Welt- und Marktlage. Das Zusammensetzen vieler Einzelteile und Dienstleistungen von globalen Lieferanten zu einem perfekten Endergebnis funktioniere nicht mehr. Der Bestpreis am anderen Ende der Welt stehe oft im Widerspruch zu Werten wie Verlässlichkeit und Berechenbarkeit, die in Europa gefragt sind. Das Unternehmen aus Österreich bietet deshalb bewusst das "All-in-one"-Paket aus Entwicklung, Konstruktion, Werkzeugbau und Kunststoffspritzguss aus einer Hand an. Sandra Ender-Lercher, Geschäftsleitung Lercher Werkzeugbau, möchte auf dem Messestand zu einer „Denkpause“ anstiften: „Wir möchten einen Break machen, Dinge neu überdenken, uns als Partner ins Spiel bringen, um sich und die eigenen überholten Denkweisen zu erneuern. Bei aller digitalisierter Kommunikation bleiben das persönliche Kennenlernen und Einschätzen neuer Kontakte sowie das direkte Miteinander beim „Spinnen“ unerlässlich.“

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Heißkanal für kleine Bauräume

Markus Jenny(Bild:  Meusburger/Messe Stuttgart)
Markus Jenny
(Bild: Meusburger/Messe Stuttgart)

Auch Meusburger Georg ist als Komplettanbieter von Normalien für den Werkzeug- und Formenbau in Halle 6 vertreten. Das Messe-Highlight des österreichischen Familienunternehmens ist die neue Düse Smartfill 17 mm, die speziell für kleinste Anwendungen im Heißkanalbereich entwickelt wurde. Durch ihre kompakte Bauweise ermöglicht sie kleinere Einbauräume, was bei komplexen Werkzeugen von großem Vorteil ist. Die Verfügbarkeit von Düsenlängen ab 40 mm bis 180 mm erlaubt eine flexiblere Gestaltung von Werkzeugen. Da die neue Serie 17 mit der Serie 19 austauschbar ist, lässt sie sich einfach in bestehende Systeme integrieren und spart somit Kosten.