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„Plastics for Future“: Schülerkonferenz bringt Klarheit ins Kunststoff-Thema Wie Jugendliche für Kunststofftechnik sensibilisiert werden

Von Dominik Bechlarz 2 min Lesedauer

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Bei der Schülerkonferenz „Plastics for Future“ am Campus Weißenburg erleben knapp 100 Oberstufenschüler Kunststofftechnik hautnah – mit Experimenten, Diskussionen zu Recycling und Studieninfos rund um den Werkstoff, der ihren Alltag prägt.

Oberstufenschüler experimentieren auf dem Campus Weißenburg der Hochschule Ansbach mit Kunststoffen und informieren sich über Recycling, Kreislaufwirtschaft und Studienmöglichkeiten. (Bild: Hochschule Ansbach)
Oberstufenschüler experimentieren auf dem Campus Weißenburg der Hochschule Ansbach mit Kunststoffen und informieren sich über Recycling, Kreislaufwirtschaft und Studienmöglichkeiten.
(Bild: Hochschule Ansbach)

Wie Jugendliche für Kunststofftechnik sensibilisiert werden

Wenn knapp 100 Oberstufen-Schüler gebannt zuhören: dann muss das Thema wirklich interessant sein. Gelungen ist das der Hochschule Ansbach mit ihrer Schülerkonferenz „Plastics for Future“ und mit ihrem abwechslungsreichen Programm aus Theorie und Praxis. „Die ganze Welt der Jugendlichen ist von Kunststoffen umgeben, und doch fehlen oft wichtige Informationen zu diesem sehr vielseitigen Werkstoff“, sagt Professor Dr. Thomas Müller-Lenhardt. Er verantwortet den berufsbegleitenden Studiengang Angewandte Kunststofftechnik an der Hochschule Ansbach und zeichnet verantwortlich für diese Veranstaltung. Sein Ziel ist es, die Jugendliche für das Material zu begeistern und gleichzeitig für Aufklärung im Umgang mit dem Werkstoff zu sorgen.

Welche Themen bewegen junge Menschen?

Professor Dr. Thomas Müller-Lenhardt, verantwortet den berufsbegleitenden Studiengang Angewandte Kunststofftechnik an der Hochschule Ansbach, und Tanja Rühl von Plastics Europe Deutschland.(Bild: Hochschule Ansbach)
Professor Dr. Thomas Müller-Lenhardt, verantwortet den berufsbegleitenden Studiengang Angewandte Kunststofftechnik an der Hochschule Ansbach, und Tanja Rühl von Plastics Europe Deutschland.
(Bild: Hochschule Ansbach)

Als Impulsvortragende ist Tanja Rühl von Plastics Europe Deutschland vor Ort. Sie erklärt eindrucksvoll, wie eine Kreislaufwirtschaft mit Kunststoffen funktionieren kann, wo die Industrie in ihrer Entwicklung gerade steht und was es mit der Transformation der Kunststoffindustrie auf sich hat. Auch erklärt sie, warum der Earth Overshot Day jedes Jahr ein bisschen früher kommt und warum wir Kunststoffe innerhalb unserer planetaren Grenzen produzieren müssen.

Die Fragen der Jugendlichen sind sehr konkret: Warum das mit dem Recycling nicht schneller geht? Schließlich sei das Problem ja nicht erst seit heute bekannt. Und warum man den Plastikstrudel im Pazifik nicht einfach abfische, bevor er ganz zu Mikroplastik zerfällt?

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Wie denken Jugendliche über Kunststoffe?

Auffallend: keiner der Jugendlichen verdammt die Kunststoffe in der anschließenden Diskussion grundsätzlich. Allen scheint bewusst zu sein, dass dieses Material einen großen Teil ihres Lebensstandards und Wohlstand bestimmt. Auch das Bewusstsein, dass wir alle für unseren Konsum verantwortlich sind, ist stark ausgeprägt.

Was passiert am Experimentiercampus?

Anschließend verwandelt sich der Kunststoffcampus Bayern in Weißenburg in ein großes Labor: Es wurden ganz unterschiedliche Experimentierstationen zu Kunststoffen aufgebaut. Die Jugendlichen lösen Folie in Wasser, bauen eine Kläranlage, bestimmen die Dichte und staunen über den Absorber, der beispielsweise bei Windeln eingesetzt wird. Damit die Jugendlichen sich ein erstes Bild von den Berufen der Kunststoffindustrie machen können, hat Tanja Rühl VR-Brillen mitgebracht. In sogenannten „Virtual Work Experiences“ kann man selbst eine Kunststoff-Box herstellen, mischt das Material, bestimmt die Verarbeitungstemperatur und und und – täuschend echt das Ganze.

Welche Studienmöglichkeiten gibt es?

Bevor der Tag endgültig zu Ende geht, gibt Prof. Thomas Müller-Lenhardt noch einen Überblick über die Studienmöglichkeiten an der Hochschule; was es dazu braucht, welche Fördermöglichkeiten es gibt und dass man Kunststofftechnik auch berufsbegleitend studieren kann. Am Schluss gibt es für alle noch Teilnahmezertifikate und beim Rausgehen staunen einige: „Ey Alter, hätte nicht gedacht, dass so viel Wasser in eine Windel passt, voll krass“ …

Das war sicher nicht die letzte Veranstaltung dieser Art in Ansbach.

Quelle: Hochschule Ansbach

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