Klebstoffe unter Kontrolle
Wie Terahertz- und Radartechnik den Aushärteprozess überwachen

Von Marcel Mayr, Senior Scientist am SKZ in der Gruppe Zerstörungsfreie Prüfung 5 min Lesedauer

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Im Rahmen des vorwettbewerblichen Forschungsprojektes „Inline-Monitoring der Aushärtung von applizierten Klebstoffen mittels kostengünstiger Terahertz-Methoden“ wurden zwei Messtechniken zur Aushärteüberwachung von applizierten Klebstoffen untersucht. Die Ergebnisse eröffnen neue Möglichkeiten für die Qualitätssicherung bei der industriellen Anwendung von Klebstoffen.

Messequipment für die Terahertz-Technologie(Bild:  SKZ)
Messequipment für die Terahertz-Technologie
(Bild: SKZ)

In der industriellen Produktion sind Klebstoffe von essenzieller Bedeutung, insbesondere im Kontext von Leichtbauanwendungen im Mobilitätssektor. Hierzu zählen die Automobilindustrie, der Schienenverkehr, die Luft- und Raumfahrt sowie die Schifffahrt. Techniken wie das Kleben ermöglichen die Herstellung von Verbindungen zwischen unterschiedlichen Werkstoffarten. Trotz der unbestreitbaren Vorteile, die sich aus dem Verwenden von Klebstoffen ergeben, sind Herausforderungen in Bezug auf die Applikation zu berücksichtigen. Beispielsweise kann eine fehlerhafte Aushärtung des Materials zu Reklamationen oder gar zu Sachschäden an Produkten und Personen führen. Daher ist eine Methode zur Qualitätssicherung bei der Überwachung der Klebstoffaushärtung erforderlich. In diesem Kontext erweisen sich die Terahertz- (THz) und Radartechnik als vorteilhaft, da sie eine zerstörungsfreie und berührungslose Messung der Klebstoffaushärtung ermöglichen.