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Geht das auch mit Kunststoff? Maximal Prototypen, nicht für die Serie!

Von Anna-Lena Weber, Scientist am SKZ 2 min Lesedauer

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Das SKZ beleuchtet exklusiv für PLASTVERARBEITER verschiedene Themen der Kunststofftechnik, die sich noch in der Entwicklung befinden.  

Dienstleistungen am Center for Additive Production (CAP) am SKZ (Bild:  SKZ)
Dienstleistungen am Center for Additive Production (CAP) am SKZ
(Bild: SKZ)
Anna-Lena Weber, Scientist(Bild:  SKZ)
Anna-Lena Weber, Scientist
(Bild: SKZ)

Die Technologie der Additiven Fertigung (AF, engl. additive manufacturing, AM) hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Sie ist längst nicht mehr nur auf die Herstellung von Prototypen beschränkt. Dennoch bestehen immer noch einige Vorurteile, wodurch ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten unterschätzt werden. Da es eine große Anzahl an unterschiedlichen Verfahren gibt, ist es von großer Bedeutung die einzelnen Vor- und Nachteile zu kennen, sodass für jedes Projekt individuell die richtige Fertigungsmethode eingesetzt werden kann. Dieses Expertenwissen ist essenziell für den Erfolg des Projekts.

Neben dem theoretischen Wissen ist die Praxiserfahrung ein wichtiger Aspekt für eine erfolgreiche Umsetzung. Es ist wichtig, flexibel und kreativ auf Probleme zu reagieren und lösungsorientiert zu denken.

Das hält doch nicht!

Ein beliebtes Vorurteil gegenüber der Additiven Fertigung ist, dass die Qualität der additiv gefertigten Bauteile nicht mit konventionell hergestellten Bauteilen mithalten kann. Um das volle Potential der Additiven Fertigung auszuschöpfen und hochpräzise sowie langlebige Bauteile herzustellen, müssen verfahrensbedingte Restriktionen und Freiheitsgrade während der Konstruktionsphase in die Auslegung von Bauteilen einfließen. Die richtige Kombination aus Modellierungsansatz beziehungsweise -strategie und eingesetzter Software ist dabei grundlegend.

Das ist doch nur Spielzeug! Wir haben bei uns dafür keine Anwendung.

Zugeschnitten auf das jeweilige Projekt findet die Herstellung von Bauteilen auf entsprechenden Anlagen statt. Dabei kommen verschiedene Verfahren wie pulverbett-, harz- und extrusionsbasierte Verfahren mit entsprechenden Vor- und Nachteilen bezüglich der erreichbaren Eigenschaften der Bauteile zum Einsatz. 

Bei der Prozessanalyse wird der gesamte Herstellungsprozess (Pre-, In-, Postprocessing) untersucht und optimiert, um die Qualität, Effizienz und Wiederholbarkeit der hergestellten Teile zu verbessern.

Sollte einmal kein passendes Material zur Verfügung stehen, kann dieses in unseren fortschrittlichen Technika in der Materialherstellung selbst hergestellt werden. So findet neben der Entwicklung neuer Materialien auch deren Abmusterung statt, wodurch das Verhalten der Materialien bewertet wird. Für alle Materialien sei es für Pulver, Filament oder Harz, haben wir die richtige Ausrüstung im Technikum.

Das Reverse Engineering digitalisiert über verschiedene Scanner Bauteile in kürzester Zeit und wandelt sie CAD-Modell um. Dies ist von Vorteil, wenn zum Beispiel Ersatzteile benötigt werden und die Konstruktionsdatei nicht mehr vorhanden ist. Vor allem im medizinischen Bereich werden handgeführte Scanner eingesetzt um patientenspezifische Implantate, Orthesen oder Prothesen zu konstruieren. Stationäre 3D-Scans werden vorwiegend zur Qualitätssicherung genutzt. In Kombination mit einer Vielzahl von CAD-Tools und additiven Fertigungsanlagen sind wir optimal aufgestellt, um jeden Anwendungsfall zu bewältigen.

Als Experten auf dem Gebiet der Kunststofftechnik sind wir bestrebt, unser jahrzehntelang erworbenes Wissen an unsere Kunden weiterzugeben. In unseren zahlreichen praxisorientierten Kursen erwerben die Teilnehmenden das nötige Wissen zu den Verarbeitungsverfahren der Additiven Fertigung sowie den Werkstoff Kunststoff und werden so selbst zum Experten.

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