Mit UV-Licht statt thermisch vernetzen
So könnten Duromere schneller verarbeitet werden

Andreas Bernaschek et. al. 5 min Lesedauer

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Duromere kommen dann zum Einsatz, wenn die Eigenschaften von Thermoplasten ihre Grenzen erreichen. Hierfür könnten spezielle UV-härtende Reaktivharze genutzt werden, die durch UV-Bestrahlung reagieren und in Sekundenschnelle aushärten. In einem Forschungsprojekt wird das Potenzial dieses Verfahrens untersucht und nachfolgend die erzielten Ergebnisse vorgestellt.

Stufenförmiges Versuchsbauteil aus vernetztem UV-Harz mit vereinzelten Lufteinschlüssen mit einer Dicke von 5 mm auf der rechten Seite.(Bild:  TH Wildau)
Stufenförmiges Versuchsbauteil aus vernetztem UV-Harz mit vereinzelten Lufteinschlüssen mit einer Dicke von 5 mm auf der rechten Seite.
(Bild: TH Wildau)

Spritzgießen ist eines der meistgenutzten Fertigungsverfahren zur Herstellung von Kunststoffbauteilen, da auch die Fertigung komplexer Geometrien in hohen Stückzahlen bei vergleichsweise geringen Kosten möglich ist. Größtenteils kommen günstige thermoplastische Kunststoffe zum Einsatz, die bei hohen Temperaturen und Drücken verarbeitet werden, wodurch es ein relativ energieaufwändiges Verfahren ist.