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Turnkey-Anlage für flexibles Umspritzen von Einlegeteilen Produkte mit hochwertigem Cover „schlüsselfertig“ produzieren

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Auf K 2025 präsentierte Arburg eine vollautomatisierte Fertigungszelle zur Herstellung für Automotive-Produkte mit hochwertigen Designs und Oberflächen. Die Anlage kombiniert Spritzgießtechnik mit In-Mould-Decoration-Verfahren (IMD) und einer neuen PLF-Technologie (Protective Layer Finish).

Die hochwertige Oberfläche des Funkschlüssel-Covers aus PC/ABS-Rezyklat entsteht mittels IMD-Folientechnik und strukturiertem Werkzeugeinsatz. Das rechteckig ausgestanzte Spritzteil samt Folie wird in einer nachfolgenden Station in die passende Endkontur gefräst.(Bild:  Arburg)
Die hochwertige Oberfläche des Funkschlüssel-Covers aus PC/ABS-Rezyklat entsteht mittels IMD-Folientechnik und strukturiertem Werkzeugeinsatz. Das rechteckig ausgestanzte Spritzteil samt Folie wird in einer nachfolgenden Station in die passende Endkontur gefräst.
(Bild: Arburg)

Eine Turnkey-Anlage rund um einen neuen Allrounder 475 V demonstrierte auf der K 2025 erstmals, wie sich Produkte mit hochwertigen Designs und Oberflächen für die Mobilitätsbranche effizient realisieren lassen. Am Beispiel einer vollautomatisierten Fertigung hochwertiger Cover für Pkw-Funkschlüssel demonstrierte Arburg, wie neue Maschinentechnologie, ein innovatives IMD-Verfahren (In-Mould-Decoration) und eine neue PLF-Technologie (Protective Layer Finish) ineinandergreifen.

Praxisbeispiel Funkschlüssel-Cover

Als Demonstrator dient das Cover eines PKW-Funkschlüssels, dessen Design an den „Generic Smart Key“ der Firma Huf angelehnt ist, einem Zulieferer von Zugangssystemen für Automobilhersteller. Das Endprodukt ist von integrierten Sensoren über die Vernetzung mit digitalen Endgeräten bis hin zum Diebstahlschutz ausgestattet.

Zudem erfüllen die Oberflächen hohe Ansprüche an Design, Haptik, Haltbarkeit und Funkverträglichkeit. Hier kommt die Firma Leonhard Kurz ins Spiel: Das Kunststoff-Cover aus einem Post-Industrial-Rezyklat (PIR) auf Basis von PC/ABS wird mit der neuen PLF-Technologie für In-Mould-Decoration (IMD) in Kombination mit einem strukturierten Werkzeugeinsatz veredelt.

Im Werkzeug der vertikalen Spritzgießmaschine wird die Dekorfolie mit einem PC/ABS-Rezyklat hinterspritzt.(Bild:  Arburg)
Im Werkzeug der vertikalen Spritzgießmaschine wird die Dekorfolie mit einem PC/ABS-Rezyklat hinterspritzt.
(Bild: Arburg)

Zunächst wird eine hauchdünne PET-Folie inklusive Dekorsystem von außen über ein Vorschubgerät in das Werkzeug geführt. Dort wird die Folie hinterspritzt und dabei die Dekorfolie auf die Kunststoffoberfläche appliziert. Das Werkzeug stammt von der Kurz-Tochter Schöfer, die Normalien von Meusburger, die Strukturierung des Werkzeugeinsatzes von Reichle und die Heißkanaltechnik von Witosa.

Das Cover wird noch im Werkzeug rechteckig ausgestanzt und die restliche Folie im Bauraum der Vertikalmaschine aufgerollt. Ein nachfolgendes Lackieren ist nicht erforderlich und das Produkt ist recyclingfähig. Für Produktvarianten lassen sich flexibel unterschiedliche Folien mit verschiedenen Designs und Farben verwenden.

Vertikalmaschine flexibel automatisierbar

Die eingesetzte Vertikal-Spritzgießmaschine lässt sich flexibel automatisieren, beispielsweise mit linearen Multilift-Systemen oder Sechs-Achs-Robotern. Arburg liefert diese Turnkey-Anlagen inklusive Peripherie als CE-konforme Gesamtsysteme aus einer Hand.

Für das vollständige Teilehandling sorgt ein KUKA Sechs-Achs-Roboter. Er entnimmt das Spritzteil aus dem Werkzeug und positioniert es präzise in einer Laserstation, wo das Bauteil mit einem Code beschriftet wird(Bild:  Arburg)
Für das vollständige Teilehandling sorgt ein KUKA Sechs-Achs-Roboter. Er entnimmt das Spritzteil aus dem Werkzeug und positioniert es präzise in einer Laserstation, wo das Bauteil mit einem Code beschriftet wird
(Bild: Arburg)

In der Messeanwendung übernahm ein Kuka Sechs-Achs-Roboter mit einem Greifersystem von Barth das vollständige Teilehandling. Der Roboter entnimmt das Spritzteil und führt es einer Laserstation von Rea zu, die das Bauteil mit einem Code markiert. Anschließend wird das Teil in eine Frässtation von Barth überführt, um überschüssige Folie zu entfernen und die finale Endkontur zu erzeugen. Eine Reinigungsstation von Kist + Escherich befreit das Cover abschließend von Spänen, bevor es über ein Förderband ausgeschleust wird.

Ein wesentlicher Aspekt für Verarbeiter ist die Einbindung in die Initiative R-Cycle. Durch den laserbasierten Code am Bauteil lassen sich recyclingrelevante Daten wie die Materialzusammensetzung in einem digitalen Produktpass hinterlegen. Dies schafft die notwendige Transparenz für geschlossene Stoffkreisläufe und erfüllt künftige regulatorische Anforderungen an Kunststoffprodukte.

Einfach und intuitiv: Neue Steuerung Gestica lite

Die Maschine ist mit der Steuerungsvariante „Gestica lite“ ausgestattet, die auf eine einfache Bedienung ausgelegt ist. Ein zentrales Dashboard visualisiert Informationen zum aktuellen Auftrag, dem laufenden Prozess sowie anstehenden Aufgaben. Optionale Assistenzfunktionen unterstützen das Personal zudem aktiv bei der Sicherung der Plastifizier- und Spritzteilqualität.

Vertikalmaschine: energieeffizient und automatisierbar

Weltpremiere auf der K 2025: Der vertikale Allrounder 475 V ist energieeffizient, platzsparend und flexibel für das Umspritzen von Einlegeteilen einsetzbar.(Bild:  Arburg)
Weltpremiere auf der K 2025: Der vertikale Allrounder 475 V ist energieeffizient, platzsparend und flexibel für das Umspritzen von Einlegeteilen einsetzbar.
(Bild: Arburg)

Der Allrounder 475 V verfügt über eine Schließkraft von 1.000 kN und ist gezielt auf Standardanwendungen ausgelegt, etwa für E-Mobilität sowie für die Elektronik und Medizintechnik. Dazu zählen das manuelle oder automatisierte Umspritzen von Kabeln, Kontakten und Infusionszubehör.

Die serienmäßige Arburg Servohydraulik (ASH) passt die Leistung der wassergekühlten, drehzahlgeregelten Servomotoren stufenlos an den Bedarf an. Dadurch sinkt der spezifische Energiebedarf im Vergleich zu herkömmlichen hydraulischen Maschinen um bis zu 60 %.

Trotz der kompakten Aufstellfläche bietet die Maschine Platz für größere Werkzeuge. Die Standard-Einbauhöhe von 250 mm lässt sich optional um bis zu 200 mm erweitern. Ein nach oben versetzter Schließzylinder und seitliche Türen verbessern die Zugänglichkeit zum Werkzeugraum. Für eine ergonomische Arbeitsweise ist die Tischhöhe auf 900 mm festgesetzt.

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Erhältlich ist der vertikale Allrounder 475 V seit Anfang 2026.