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Automatisiertes Covestro-Labor startet 2025 Lackentwicklung bei Covestro wird digitalisiert

Verantwortliche:r Redakteur:in: Simone Fischer 1 min Lesedauer

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Covestro will Lack- und Klebstoffrezepturen künftig automatisiert entwickeln und testen. Ein neues Labor soll dafür rund um die Uhr arbeiten – effizienter, datenbasiert und KI-gestützt. Wie verändert das die Forschung bei Covestro?

Das automatisierte Labor kann 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche arbeiten. Ziel sind zehntausende Tests pro Jahr.(Bild: Covestro Deutschland)
Das automatisierte Labor kann 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche arbeiten. Ziel sind zehntausende Tests pro Jahr.
(Bild: Covestro Deutschland)

Covestro plant, im Jahr 2025 ein automatisiertes Labor für die Entwicklung und Optimierung von Lack- und Klebstoffformulierungen in Betrieb zu nehmen. Das Labor soll kontinuierlich arbeiten – 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche – und zehntausende Tests pro Jahr ermöglichen. Im Fokus stehen Bindemittel und Vernetzer, die entscheidend für Eigenschaften wie Haftung, Glanz, Deckkraft oder Beständigkeit sind.

Welche Vorteile bietet das automatisierte Labor?

Laut Thomas Büsgen, dem Leiter des neuen Labors, wird der Entwicklungsprozess durch die Kombination aus vorhandenen Daten, neuer Datengenerierung und maschinellem Lernen deutlich effizienter. Das System arbeitet nahezu vollständig autonom. Dadurch lassen sich bestehende Rezepturen schneller anpassen oder neue Ansätze entwickeln.

Im Labor werden Rezepturen mit sieben bis 15 Komponenten untersucht. Durch das computerunterstützte Design der Versuchsreihen und automatisierte Abläufe kann Covestro eine große Bandbreite an Formulierungen effizient testen. Dabei wird auf Richtrezepturen verzichtet, um die Kombinationsmöglichkeiten umfassend zu analysieren.

Welche Rolle spielt die Kreislaufwirtschaft?

Martin Merkens, Head of Sales & Market Development EMLA im Geschäftsbereich Coatings and Adhesives, betont die Vorteile bei der Bewertung alternativer Rohstoffe. Biobasierte oder recycelte Materialien lassen sich gezielt testen und deren Eigenschaften systematisch erfassen.

Wie funktioniert die datengestützte Auswertung?

Die Anlage generiert strukturierte Daten, die mit bestehenden Untersuchungen kombiniert werden. Algorithmen des maschinellen Lernens sowie künstliche Intelligenz analysieren die Ergebnisse und leiten daraus neue Experimente ab. Ziel ist es, die Formulierungen präziser an die Anwendung anzupassen.

Neben der Formulierung wasser- und lösemittelbasierter 1K- und 2K-Systeme führt das Labor auch Materialprüfungen durch – sowohl an Rohstoffen als auch an applizierten Filmen. Tests unter verschiedenen Klimabedingungen simulieren reale Anwendungsumgebungen. Über digitale Schnittstellen können Proben direkt an spezialisierte Labore weitergegeben werden, um zusätzliche marktspezifische Daten zu generieren.

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