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PlastXnow kompakt Die Kurzmeldungen der Woche – KW 50

Verantwortliche:r Redakteur:in: Melanie Ehrhardt 3 min Lesedauer

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Dieses Mal: Renolit gliedert Healthcare-Sparte aus, Covestro erforscht Recycling von künstlichen Nierenfiltern, Rampf startet Close Contour Casting in Nantong und Ensinger passt Kapazitäten an deutschen Standorten an.

PlastXnow kompakt: Die Kurzmeldungen der Woche(Bild:  Canva)
PlastXnow kompakt: Die Kurzmeldungen der Woche
(Bild: Canva)

Die Kunststoffindustrie bleibt im Wandel: Neue Technologien, nachhaltige Lösungen und spannende Kooperationen prägen die Schlagzeilen. In diesem Gewusel aus Informationen geht die ein oder andere kleine Nachricht schnell unter. Nicht so bei uns: Hier finden Sie die wichtigsten Kurzmeldungen der Woche im Überblick.

Renolit gliedert Helathcare-Sparte als eigenständiges Unternehmen aus

Renolit stellt die Weichen für die Zukunft: Die Geschäftseinheit Renolit Healthcare wird ausgegliedert. Der Übergang erfolgt in zwei Phasen. Im Jahr 2026 beginnt der sogenannte virtuelle Carve Out, bei dem Renolit Healthcare operativ eigenständig geführt wird, rechtlich aber weiterhin Teil der Renolit SE bleibt. Ende 2027 folgt die rechtliche Ausgliederung in die neue Gesellschaft Renolit Healthcare B.V. mit Hauptsitz in den Niederlanden. Bis dahin liegen alle Entscheidungen bezüglich der Geschäftseinheiten im Zuständigkeitsbereich des derzeit vierköpfigen Vorstands.

„Mit dieser Entscheidung schaffen wir Klarheit und Fokus“, erklärt Vorstandsvorsitzender Karsten Jänicke. Renolit SE könne ihre industriellen Kernmärkte gezielt weiterentwickeln, während die Renolit Healthcare sich als spezialisierter Partner für die Gesundheitswirtschaft positioniert. So entsteht doppeltes Wachstumspotenzial.

Covestro und Allmed erforschen Recycling von künstlichen Nierenfiltern 

Covestro und die Allmed Gruppe, ein internationaler Spezialist für Blutreinigung, haben eine Partnerschaft angekündigt. Gemeinsam wollen sie das Recycling gebrauchter künstlicher Nierenfilter erforschen. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wollen sie untersuchen, ob und wie Polycarbonat aus solchen medizinischen Anwendungen zurückgewonnen und in neuen Materialien mit recyceltem Anteil verwertet werden kann.

Das Bild zeigt ein Blutgerinnungsgerät.
(Bild: Allmed/Covestro)

Blutreinigungsgeräte können Leben retten, benötigen jedoch auch erhebliche Ressourcen. Covestro, Allmed und Kimal arbeiten daran, sie kreislauffähiger zu machen.

Die gemeinsame Arbeit zielt darauf ab, ein Kreislaufwirtschaftsmodell für medizinische Anwendungen zu entwickeln. Dabei soll sowohl die technische Machbarkeit als auch die wirtschaftliche Rentabilität nachgewiesen werden. Gleichzeitig soll die komplexe regulatorische Landschaft bei der Verwertung medizinischen Abfalls berücksichtigt werden. In Zusammenarbeit mit weiteren Partnern im Vereinigten Königreich – darunter Allmeds Vertriebspartner Kimal, eine führende regionale Krankenhaus-Gruppe und ein spezialisiertes Recyclingunternehmen – bereiten Allmed und Covestro derzeit erste Recyclingversuche vor.

Rampf startet Close Contour Casting in Nantong

Die internationale Rampf-Gruppe hat die Produktion von Close Contour Castings an ihrem Standort in Nantong, China, aufgenommen. Dabei handelt es sich um Halbzeuge aus Polyurethan, die als dreidimensionale Gießlinge geliefert werden und bereits nahe an der Endkontur vergossen sind.

Raku Tool Close Contour Castings sind Halbzeuge aus Polyurethan
(Bild: Rampf)

Raku Tool Close Contour Castings sind Halbzeuge aus Polyurethan, die als dreidimensionale Gießlinge geliefert werden und bereits nahe an der Endkontur vergossen sind. Sie werden unter anderem zur Herstellung von Urmodellen, Cubing-Modellen und Datenkontrollmodellen eingesetzt.

Der Herstellungsprozess beginnt mit einer leichten Form – gefertigt aus EPS oder dem Polyurethan-Styling-Blockmaterial Raku Tool SB-0080 – basierend auf den vom Kunden bereitgestellten Daten. Nach dem Auftragen eines Trennmittels wird die Form mittels eines speziellen Gießverfahrens gefüllt. Nach der Aushärtung und Entformung erfolgt eine schnelle und einfache Fräsbearbeitung.

Ensinger passt Kapazitäten an deutschen Standorten an

Ensinger reagiert auf ein anhaltend schwieriges wirtschaftliches Umfeld mit einer Anpassung ihrer personellen Kapazitäten an den deutschen Standorten. Eine schwache Konjunktur, eine schleppend laufende Weltwirtschaft sowie zunehmende Konkurrenz aus Asien prägen derzeit die Rahmenbedingungen für das Familienunternehmen.

Die geplanten Maßnahmen betreffen die Standorte Nufringen, Rottenburg-Ergenzingen und Cham, an denen insgesamt rund 1.450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sind. Bei der Anpassung der Personalkapazitäten geht es insgesamt um rund 100 Stellen, die sich auf die drei Standorte verteilen. Die Arbeitnehmervertretung wurde in den Prozess eingebunden.

„Betriebsbedingte Kündigungen sollen nach Möglichkeit vermieden und stattdessen etwa Altersteilzeitmodelle oder andere individuell zugeschnittene Lösungen genutzt werden“, sagt Geschäftsführerin Ulrike Deschka. Ziel sei es, die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens langfristig zu sichern und gleichzeitig verantwortungsvoll mit den Auswirkungen auf die Belegschaft umzugehen.

Lesetipp zum Wochenende

Wie KI Rezyklate und Biopolymere in Form bringt

Das Bild zeigt acht Menschen auf einer Bühne.
(Bild: Plastics Europe/Hauter und Eichentopf Fotografie)

Die Kunststoffindustrie steht vor einer doppelten Transformation: neue Werkstoffe – von Rezyklaten bis Bio-Compounds – und die Integration von KI in Entwicklung, Verarbeitung und Qualitätssicherung. Unser Expertentalk zeigt, wo Daten, Normen und Maschinenintelligenz zusammenspielen – und warum KI ohne saubere Daten und Standards stumpf bleibt, richtig eingesetzt aber zum Taktgeber einer wirtschaftlichen Kreislaufwirtschaft wird. Weiterlesen (+)

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