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Verbundprojekt am Fraunhofer LBF Fließverbesserer besser verstehen

Verantwortliche:r Redakteur:in: Simone Fischer 1 min Lesedauer

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Wie effizient wirken Fließverbesserer in hochgefüllten technischen Kunststoffen und was bedeutet dies für meine Anwendung? Diese und weitere Fragen sollen im industriellen Verbundprojekt "Flowtech" am Fraunhofer LBF geklärt werden. 

Hohe Füllstoffgehalte beeinträchtigen die Fließfähigkeit der Materialien erheblich, was vor allem zu Schwierigkeiten bei der Verarbeitung führt. Die Fließspirale links ohne und rechts mit Fließverbesserer verdeutlichen den Unterschied.(Bild:  Fraunhofer LBF)
Hohe Füllstoffgehalte beeinträchtigen die Fließfähigkeit der Materialien erheblich, was vor allem zu Schwierigkeiten bei der Verarbeitung führt. Die Fließspirale links ohne und rechts mit Fließverbesserer verdeutlichen den Unterschied.
(Bild: Fraunhofer LBF)

Der Einsatz von Fließverbesserern in thermoplastischen Kunststoffen, insbesondere in Polyamiden (PA) und Polybutylenterephthalat (PBT) mit hohen Füllstoffanteilen, bietet zahlreiche Vorteile zur Vermeidung von Verarbeitungsproblemen. Sie optimieren die Viskosität und ermöglichen eine bessere Fließfähigkeit. Das ist entscheidend, um komplexe Geometrien und dünnwandige Bauteile effizient zu produzieren oder um das Formnest überhaupt füllen zu können. Zusätzlich können Fließverbesserer die Oberflächenqualität erhöhen und das Risiko von Defekten wie Lufteinschlüssen minimieren. Dies macht die mechanischen Eigenschaften der Endprodukte besser und erweitert das Einsatzspektrum der gefüllten Kunststoffe. Darüber verringern diese Additive die Zykluszeiten und den Energiebedarf. Mit Blick auf klassische Extrusionsprozesse können Fließinstabilitäten reduziert werden.

Das Ziel des Vorhabens

Das angestrebte Ziel des vorgeschlagenen industriellen Verbundprojekts besteht darin, den Einfluss kommerzieller Fließverbesserer und von Prozessbedingungen auf die Fließfähigkeit technischer Kunststoff-Compounds wie PA6, PA66, PBT sowie deren Auswirkung auf relevante Eigenschaften wie Mechanik, Flammschutz, Wärmeleitfähigkeit grundlegend zu ermitteln und zu bewerten. Dabei wird ein besseres Verständnis hinsichtlich Leistung und Kosten kommerziell verfügbarer Produkte erarbeitet. Mithilfe einer systematischen Auswertung und Gegenüberstellung der Ergebnisse wird ein Bewertungstool erstellt und bereitgestellt. In dieser Matrix werden die unterschiedlichen Polymere und Fließverbesserer in ihrer Wirkung in unterschiedlichen Anwendungsszenarien gegenübergestellt werden. 

Der Projektstart ist für April 2026 geplant und die Laufzeit des Projektes beträgt zwei Jahre.
Quelle: Fraunhofer LBF

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