K 2025 Kreislaufwirtschaft wird zum Leitthema 

Quelle: Plastics Europe Deutschland 3 min Lesedauer

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Die Kreislaufwirtschaft spielt auf nahezu allen großen Messen eine zentrale Rolle. Die K 2025 geht noch einen Schritt weiter und macht sie zum Leitmotiv. Das wird auch am Stand von Plastics Europe sicht- und vor allem erlebbar.

Die Sonderschau „Plastics Shape the Future“ auf der Kunststoffmesse „K 2025“ zeigt Kunststoffprodukte der Zukunft – aus wiederverwertetem Material, nachwachsenden Rohstoffen und zirkulärem Produktdesign.(Bild:  Plastics Europe Deutschland)
Die Sonderschau „Plastics Shape the Future“ auf der Kunststoffmesse „K 2025“ zeigt Kunststoffprodukte der Zukunft – aus wiederverwertetem Material, nachwachsenden Rohstoffen und zirkulärem Produktdesign.
(Bild: Plastics Europe Deutschland)

Bereits bei der letzten Messe 2022 spielte die Kreislaufwirtschaft eine zentrale Rolle. In diesem Jahr ist sie zum Leitmotiv geworden – nicht zuletzt, weil die europäischen Kunststofferzeuger vor einer grundlegenden Neuausrichtung stehen. Sie wollen ihre Abhängigkeit von Erdölimporten deutlich verringern und bis 2050 klimaneutral produzieren.

Um diesen Wandel zu strukturieren, hat Plastics Europe 2023 die Plastics Transition Roadmap vorgelegt. Darin beschreibt der Verband der europäischen Kunststofferzeuger, wie die Transformation der Rohstoffbasis gelingen kann: durch mehr Recycling, durch Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen und durch Produkte, die von Anfang an so gestaltet sind, dass sie weniger Material verbrauchen, mehrfach genutzt werden können und am Ende ihres Lebenszyklus wieder in den Kreislauf zurückfließen.

Auf der Sonderschau „Plastics Shape the Future“ (Halle 6, Stand C40) können Besucherinnen und Besucher auf der K 2025 sehen, wie die Kunststoffprodukte der Zukunft aussehen. Die Exponate decken ein breites Spektrum ab – von Verpackungen über Fahrzeugteile bis hin zu Anwendungen im Bauwesen und im Alltag.

In eigener Sache

Expertentalk: Intelligente Materialien brauchen intelligente Systeme

Am 11. Oktober 2025, 15:45 Uhr wird auf dem Messestand von Plastics Europe Deutschland in Halle 6, Stand C40 die K 2025 zur Bühne für ein Thema, das die Kunststoffindustrie bewegt: „Intelligente Materialien brauchen intelligente Systeme – KI in Verbindung mit neuen Werkstoffen, Rezyklaten und Bio-Compounds“.  

Mehr Informationen finden Sie unter anderem auf LinkedIn

Zirkuläres Produktdesign für Verpackungen

Zu sehen sind unter anderem Becher, Folien und Flaschen, die nicht mehr ausschließlich aus fossil-basierten Kunststoffen bestehen. Stattdessen enthalten sie recycelte Materialien oder stammen teilweise aus nachwachsenden Rohstoffen. Zum Beispiel aus Kunststoffen, die aus Zuckerrohr hergestellt werden. 

Einige Verpackungen in der Ausstellung sind zudem so konstruiert, dass sie aus nur einer einzigen Kunststoffart bestehen, sogenanntem Monomaterial, und dadurch leichter wiederverwertet werden können. Andere sind als Nachfüllsysteme ausgelegt, die beispielsweise ermöglichen, dieselbe Verpackung mehrfach zu nutzen.

Fahrzeugteile mit Recyclinganteil und Leichtbau

Auch die Automobilindustrie ist auf der K 2025 vertreten: Die Exponate auf der Sonderschau zeigen Innenraumverkleidungen, Stoßfänger oder Leichtbauteile. Diese sollen dazu beitragen, den Ressourcenverbrauch der Fahrzeuge zu verringern. Manche bestehen bereits zu einem hohen Anteil aus hochwertig recyceltem Kunststoff und sind so konstruiert, dass sie sich am Ende ihres Lebenszyklus einfacher zerlegen lassen.

Bauprodukte mit geringerem CO₂-Fußabdruck

Im Bereich Bau und Konstruktion werden Dämmplatten, Fassadenelemente und Konstruktionsmaterialien vorgestellt, die einen geringeren CO₂-Fußabdruck aufweisen oder ganz oder teilweise aus recyceltem Kunststoff gefertigt sind. Viele dieser Produkte sind besonders langlebig, was ihre Einsatzdauer verlängert und die Ökobilanz der Baumaterialien verbessert.

Alltagsprodukte für Verbraucherinnen und Verbraucher

Neben Industrieanwendungen zeigt die Ausstellung auch Produkte, die direkt im Alltag zu finden sind: wiederverwendbare Trinkflaschen, Brotdosen oder Spielzeugbausteine aus biobasierten Rohstoffen. Auch Textilien werden ausgestellt, unter anderem Taschen oder Jacken, die zu einem großen Anteil aus hochwertig recycelten Materialien hergestellt wurden.

Feuerwerk an Kreislauftechnologien

„Wir sind wirklich stolz auf diese Sonderschau“, erklärt Dr. Christine Bunte vom Verband der Kunststofferzeuger. „Die Unternehmen haben bewiesen, dass es technologisch möglich ist, den Einsatz von neuen fossilen Ressourcen in vielen Kunststoffprodukten zu reduzieren. Dabei haben sie Innovationen auf allen Stufen des Produkts bewiesen – bei Design, Rohstoffen, Nutzung und der Verwertung.“

Damit die neuen Technologien jedoch im großen Maßstab umgesetzt werden können, brauche es verlässliche Rahmenbedingungen und Planungssicherheit für Investitionen. „Hohe Energiepreise, langwierige Genehmigungsverfahren und häufig wechselnde Vorgaben belasten die Branche in Deutschland und Europa leider erheblich“, erklärt Bunte. Deshalb gehe es in Düsseldorf nicht nur um Kreislaufwirtschaft, sondern ebenso um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts. „Europa braucht am Ende beides, um auch in Zukunft ganz vorn mitzuspielen“, bringt es Bunte auf den Punkt.

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