Leicht, leistungsfähig und zunehmend nachhaltig: Kunststoffe ermöglichen innovative Fahrzeugkonzepte und unterstützen OEMs wie Zulieferer bei der Transformation zur klimafreundlichen Mobilität. Das E-Magazin PlastXnow Mobility zeigt, welche Werkstoffe und Lösungen schon heute den Unterschied machen.
Kunststoffe kommen im Automobil unter anderem in der Mittelkonsole zum Einsatz.
Kunststoffe im Automobil stehen im Zentrum der Mobilitätswende: Leichtbau, CO₂-Reduktion, Elektrifizierung und steigende Nachhaltigkeitsanforderungen verändern Materialentscheidungen grundlegend. Ob Strukturbauteile, Interieur-Komponenten, Batteriegehäuse oder funktionalisierte Oberflächen – moderne Polymerwerkstoffe ermöglichen Gewichtsreduktion, Funktionsintegration und neue Designfreiheiten bei gleichzeitig hoher Wirtschaftlichkeit.
Mit dem Hochlauf der Elektromobilität und verschärften regulatorischen Vorgaben rücken zudem Rezyklate, Kreislaufwirtschaft und ressourcenschonende Werkstoffkonzepte stärker in den Fokus von OEMs und Zulieferern. Hochleistungskunststoffe übernehmen dabei zunehmend sicherheitsrelevante und strukturelle Aufgaben im Fahrzeugbau.
Das neue E-Magazin PlastXnow Mobility (Kasten) beleuchtet die aktuellen Entwicklungen im Automotive-Sektor: von innovativen Materiallösungen über nachhaltige Strategien bis hin zu technologischen Trends in Verarbeitung und Anwendung. Branchenexperten, Marktanalysen und Best Practices zeigen, wie Kunststoffe die Zukunft des Automobils maßgeblich mitgestalten.
Hier kommen Kunststoffe im Automobil zum Einsatz
Kunststoffe sind im Automobilbau weitverbreitet und werden in verschiedenen Komponenten eingesetzt, darunter:
Interieur: Armaturenbretter, Mittelkonsole, Türverkleidungen, Sitzschalen, Verkleidungsteile, Luftauslässe sowie Oberflächen mit haptischer Qualität und Funktionalität
Exterieur: Stoßfänger, Spiegelgehäuse, Leuchtenteile, Radkästen, Unterbodenverkleidungen sowie zunehmend auch strukturrelevante Teile aus faserverstärktem Kunststoff.
Technische Komponenten: Kabelummantelungen und Steckverbindungen, Gehäuse für Sensoren und Steuergeräte sowie Kraftstoffleitungen, Behälter und Tanks.
Die Verwendung von Kunststoffen reduziert das Gewicht von Fahrzeugen, was zu einer besseren Kraftstoffeffizienz und geringerem CO2-Ausstoß führt.
Häufig verwendete Kunststoffe sind:
Polypropylen (PP): weit verbreitet in Stoßfängern und im Innenraum
Polyurethan (PUR): verwendet für Sitze und Dämmmaterialien
Polyvinylchlorid (PVC): Einsatz in Kabelummantelungen und Türverkleidungen
Acryl-Butadien-Styrol (ABS): strapazierfähiges Material für Griffe und Konsolen
Polyetheretherketon (PEEK): Hochleistungskunststoff für Motorkomponenten sowie elektrische Bauteile
Diese Anforderungen müssen Kunststoffe im Bereich Automotive erfüllen
Im Automobilbereich müssen Kunststoffe eine Vielzahl von Anforderungen erfüllen, um den anspruchsvollen Einsatzbedingungen gerecht zu werden.
Hier sind einige der wichtigsten Anforderungen:
Mechanische Festigkeit: Die Kunststoffe müssen stark genug sein, um den mechanischen Belastungen standzuhalten, die während des Fahrbetriebs auftreten können. Dazu gehören Zug- und Druckfestigkeit sowie Widerstandsfähigkeit gegen Abrieb und Kratzer.
Temperaturbeständigkeit: Die Werkstoffe müssen extremen Temperaturbedingungen standhalten können – sowohl hohen Temperaturen im Motorraum als auch niedrigen Temperaturen im Außenbereich.
Chemische Beständigkeit: Kunststoffe in Autos müssen resistent gegen Chemikalien wie Öl, Kraftstoff, Bremsflüssigkeit und Scheibenreiniger sein, die potenziell in Kontakt mit verschiedenen Komponenten kommen können.
Alterungsbeständigkeit: Die Materialien müssen über die gesamte Lebensdauer des Fahrzeugs haltbar sein, ohne wesentliche Deformation oder Verschlechterung ihrer Eigenschaften. Dies betrifft vor allem die UV-Beständigkeit, um Schäden durch Sonneneinstrahlung zu vermeiden.
Geräuschdämmung: Kunststoffe im Innenraum sollen zur Schallisolierung und Reduzierung von Vibrationen beitragen, um den Fahrkomfort zu erhöhen.
Sicherheitsanforderungen: Die Materialien müssen auch sicherheitstechnische Anforderungen erfüllen. Bei einem Unfall sollen sie sich so verformen, dass sie keinen zusätzlichen Schaden verursachen.
Brandschutz: Viele Kunststoffkomponenten müssen flammhemmend sein, um die Ausbreitung von Feuer im Fahrzeug im Falle eines Brandes zu verhindern.
Recyclingfähigkeit: Immer mehr wird auf die Recyclingfähigkeit von Kunststoffen geachtet, um Umweltauswirkungen zu minimieren und gesetzlichen Vorgaben für das Fahrzeugrecycling gerecht zu werden.
Diese Anforderungen sind essenziell, um die Funktionsfähigkeit, Sicherheit und Effizienz von Fahrzeugen zu gewährleisten. Die Entwicklung von neuen Materialien und Technologien zielt darauf ab, diese Anforderungen noch besser zu erfüllen und den Einsatz von Kunststoffen im Automobilbau weiter zu optimieren.
Vorteile: Darum werden in Autos Kunststoffe eingesetzt
Kunststoffe werden im Automobilbau aus verschiedenen Gründen eingesetzt, die sowohl die Leistung als auch die Wirtschaftlichkeit von Fahrzeugen verbessern.
Hier sind die Hauptvorteile von Kunststoffen:
Gewichtsreduktion: Kunststoffe sind leichter als Metall, was dazu beiträgt, das Gesamtgewicht des Fahrzeugs zu verringern. Leichtere Fahrzeuge haben einen besseren Kraftstoffverbrauch und geringeren CO2-Ausstoß.
Kosteneffizienz: Die Herstellung und Verarbeitung von Kunststoffen kann kostengünstiger sein als die von Metallen. Kunststoffe ermöglichen auch eine einfache Serienproduktion von Teilen, was die Kosten weiter senkt.
Gestaltungsflexibilität: Kunststoffe bieten enorme Designfreiheit und ermöglichen die Herstellung komplexer Formen und funktionaler Designs, die mit traditionellen Materialien schwierig umzusetzen wären.
Korrosionsbeständigkeit: Kunststoffteile sind widerstandsfähig gegen Korrosion und Rost, was besonders in Bereichen mit hoher Feuchtigkeit oder bei Kontakt mit Salzen wertvoll ist.
Dämpfungseigenschaften: Kunststoffe bieten hervorragende Dämpfungseigenschaften, die helfen, Schwingungen und Lärm zu reduzieren, was zu einem ruhigeren und komfortableren Fahrgefühl führt.
Isolierende Eigenschaften: Sie dienen sowohl als thermische als auch elektrische Isolatoren, was die Sicherheit und Effizienz in verschiedenen Anwendungen im Fahrzeug erhöht, beispielsweise in Batterie- und Kabelummantelungen.
Nachhaltigkeit: Mit fortschrittlichen Technologien können Kunststoffe aus Fahrzeugen zunehmend recycelt werden. Das senkt den ökologischen Fußabdruck und fördert nachhaltige Praktiken.
Sicherheitsvorteile: Bei Unfällen können Kunststoffe Energie absorbieren und dadurch den Aufprall abmildern. Dies erhöht die Sicherheit der Insassen.
Ästhetik und Komfort: Kunststoffe sind in vielen Farben und Texturen verfügbar, was im Innenraum für ansprechende Optiken und hochwertige Oberflächen sorgt. Zudem tragen sie zu einer angenehmen Haptik bei.
Zusammengefasst bieten Kunststoffe eine vielseitige und kosteneffiziente Lösung, die zur Modernisierung und Verbesserung von Automobilen in vielerlei Hinsicht beiträgt.
E-Magazin: PlastXnow Mobility
Von Leichtbau über Elektromobilität bis hin zu geschlossenen Materialkreisläufen – das E-Magazin PlastXnow Mobility zeigt, wie vielfältig Kunststoffe die Transformation der Automobilindustrie unterstützen. Beiträge aus allen Bereichen der Wertschöpfungskette zeigen, wie Autos leichter, effizienter und nachhaltiger werden.
Vorschau: Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis
(Bild: WIN)
Recycling im Automobilbau: LFT-Rezyklate unter der Lupe
Umspritzen von Einlegeteilen: Produkte mit hochwertigem Cover „schlüsselfertig“ produzieren
Werzeugbau für den Automobilbau: Wie Pfaff komplexe Spritzgießwerkzeuge absichert
E-Mobilität: Wie Overmolding das Wärmemanagement von Batterien verbessert
SLM setzt auf Sumitomo: „Mehr als eine Geschäftsbeziehung“
Additive Fertigung im Fahrzeuginterieur: Kopfstützen aus gedrucktem Monomaterial
Service
Das E-Magazin PlastXnow Mobility finden Sie hier (+).
Fazit & Ausblick
In der Automobilindustrie sind Kunststoffe heute nicht mehr wegzudenken. Geringes Gewicht, hohe Festigkeit und gestalterische Flexibilität machen sie zum idealen Werkstoff für unterschiedlichste Anforderungen.
Und auch die Zukunft sieht vielversprechend aus. Die kontinuierliche Forschung und Entwicklung richten sich auf die Schaffung neuer, leistungsstärkerer Kunststoffe, die teilweise biobasiert oder besser recycelbar sind. Diese Innovationen unterstützen die Kreislaufwirtschaft und reduzieren den ökologischen Fußabdruck der Automobilindustrie.
Zudem ermöglicht die Vielseitigkeit von Kunststoffen die Integration neuer Technologien wie Sensoren und Displays in Fahrzeugen, was für das autonome und vernetzte Fahren von großer Bedeutung ist. Auch in der Produktion von Wasserstofftanks für Brennstoffzellenfahrzeuge sind Kunststoffe entscheidend.
Stand: 16.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die WIN-Verlag GmbH & Co. KG, Chiemgaustraße 148, 81549 München einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://kontakt.vogel.de/de/win abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.