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Kunststoffindustrie in der Krise Warum schrumpft die Kunststoffproduktion in Deutschland weiter?

Quelle: Plastics Europe 3 min Lesedauer

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Sinkende Produktion, schwache Nachfrage und globaler Wettbewerb: Droht der Kunststoffindustrie ein Dominoeffekt entlang der gesamten Wertschöpfungskette?

Auf einen Blick

Warum ist die Kunststofferzeugung 2025 erneut rückläufig? 
 
Welche Risiken entstehen für Industrie und Wertschöpfungsketten?
 
Welche Maßnahmen fordern Kunststofferzeuger für den Standort Deutschland?

Im Rahmen der jüngsten Wirtschaftspressekonferenz von Plastics Europe Deutschland wurde klar, dass die deutsche Kunststoffindustrie weiterhin zu kämpfen hat. In der Mitte steht Dr. Christine Bunte, Hauptgeschäftsführerin des Verbandes. Was man nun braucht, zeigt dieser Beitrag ...(Bild:  Plastics Europe Deutschland)
Im Rahmen der jüngsten Wirtschaftspressekonferenz von Plastics Europe Deutschland wurde klar, dass die deutsche Kunststoffindustrie weiterhin zu kämpfen hat. In der Mitte steht Dr. Christine Bunte, Hauptgeschäftsführerin des Verbandes. Was man nun braucht, zeigt dieser Beitrag ...
(Bild: Plastics Europe Deutschland)

Bei den deutschen Erzeugern von Kunststoffen hängen die Mundwinkel nach wie vor nach unten. Denn die Produktion sank im letzten Jahr um 4,5 %. Der Umsatz knickte um 7,6 %(auf 24,6 Mrd. Euro) ein und die Exporte verringerten sich um 5,5 %, so der Rückblick von Plastics Europe Deutschland. Als Ursachen werden die schwache Konjunktur und die damit verbundene geringere Nachfrage identifiziert. Aber auch ein zunehmender Wettbewerb aus dem Ausland sowie anhaltende Handelskonflikte bremsen die Kunststoffindustrie aus, heißt es weiter. Unter anderem war die Umlenkung von chinesischen Produkten, die ursprünglich für den US-amerikanischen Markt vorgesehen waren, nach Europa deutlich spürbar. Mit anderen Worten: Seit Beginn der Energiekrise 2022 summiert sich der Produktionsrückgang der Kunststofferzeuger in Deutschland auf mehr als 26 %, während die weltweite Nachfrage nach Kunststoffen aber weiter gestiegen ist.

Bloß keinen Dominoeffekt anschieben!

Die enge Verzahnung der Wertschöpfungskette gilt bisher als ein zentraler Standortvorteil Deutschlands. Das ist dominiert durch kurze Wege zwischen Forschung und Industrie, hochqualifizierte Fachkräfte und die Nähe zu Schlüsselbranchen. Deshalb träfen die Folgen der Krise in der Kunststoff‑ und Chemieindustrie weit mehr als nur eine Branche, erklärt Dr. Ralf Düssel, Vorstandsvorsitzender von Plastics Europe Deutschland. Düssel weiter: „In Chemieparks gibt es kein Rosinenpicken. Denn Rohstoffe, Energie, Dampf und Infrastruktur sind standortübergreifend kalkuliert.“ Man könne also nicht einzelne Anlagen herausnehmen und glauben, der Rest funktioniere einfach so weiter. Das heißt, dass, wenn ein zentraler Baustein herausgezogen wird, quasi ein Dominoeffekt eingeleitet wird – zunächst am Standort und dann auch für Zulieferer, Verarbeiter, Maschinenbau und andere Partner entlang der Wertschöpfungskette Kunststoff. Helfen könnte aber der Abbau verbliebener Handelsbarrieren im EU‑Binnenmarkt, weniger nationale Sonderwege bei der Umsetzung europäischer Vorgaben und spürbare Entlastungen bei Energie‑ und Strompreisen.

Bei der Wirtschaftspressekonferenz von Plastics Europe Deutschland kam heraus, dass alle Wirtschaftsindikatoren in Sachen Kunststoffindustrie auf Rot stehen. Branchenvertreter warnen deshalb vor einem Dominoeffekt ...(Bild:  Destatis)
Bei der Wirtschaftspressekonferenz von Plastics Europe Deutschland kam heraus, dass alle Wirtschaftsindikatoren in Sachen Kunststoffindustrie auf Rot stehen. Branchenvertreter warnen deshalb vor einem Dominoeffekt ...
(Bild: Destatis)

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