Undifferenzierte PFAS-Beschränkung
"Technologische Souveränität und grüne Transformation in Europa sind in Gefahr"

Aktualisiert am 12.06.2025 Ein Kommentar von Kirsten Metz, Senior Manager Chemicals and Environmental Policy beim Verband der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI) 3 min Lesedauer

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Die geplante PFAS-Regulierung sorgt in der EU für Unsicherheit – auch in der Elektro- und Digitalindustrie. ZVEI warnt vor einer undifferenzierten Beschränkung dieser Stoffgruppe, da diese essenzielle Anwendungen gefährden könnte.

Kerstin Metz(Bild:  ZVEI)
Kerstin Metz
(Bild: ZVEI)

PFAS, per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen, sind eine Stoffgruppe mit mehreren Tausend Stoffen, die mindestens ein vollständig fluoriertes Kohlenstoffatom besitzen. Ansonsten unterscheiden sich PFAS zum Teil deutlich in ihren physikalischen, chemischen und toxikologischen Eigenschaften sowie in ihren Anwendungen. Aufgrund der Fluor-Kohlenstoff-Bindung sind sie sehr stabil und langlebig und werden deshalb in der Industrie vielfältig zur Herstellung von Hightech-Produkten eingesetzt – von Windrädern, über Wärmepumpen, Energiespeicher, bis hin zu elektrischen Antrieben, Schaltschränken, Halbleitern und vielen weiteren Produkten und deren Herstellungsprozessen. Sie spielen für die Energiewende, für die Digitalisierung und die Elektrifizierung unserer Gesellschaft eine unverzichtbare Rolle.