Von Weich-PVC zu TPE
Wie entwickelt sich die Materialwahl bei medizinischen Schläuchen? 

Verantwortliche:r Redakteur:in: Simone Fischer 3 min Lesedauer

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Der Wachstums-Markt für medizinische Schläuche präsentiert sich mit etablierten und funktionierenden Standardprodukten sowie mit anwenderorientierten Varianten. Unter der Fülle der Werkstoffe, sie sich für beide Bereiche anbieten, hat sich der Trend zu PVC-freien Materialien, wie TPE, etabliert. Welche Vorteile bringen sie in der Praxis?

PVC-freie Alternativen gewinnen in der Medizintechnik an Bedeutung. TPE-Materialien bieten hier vielversprechende Ansätze.(Bild:   sudok1 - stock.adobe.com)
PVC-freie Alternativen gewinnen in der Medizintechnik an Bedeutung. TPE-Materialien bieten hier vielversprechende Ansätze.
(Bild: sudok1 - stock.adobe.com)

Täglich werden Millionen von medizinischen Schläuchen bei ärztlichen Behandlungen benötigt. Die Gefäß-, urologischen, intravenösen und Spezialkatheter können aus einem oder mehreren Lumen bestehen. Doppellumenkatheter, die gleichzeitigen Zugang für mehrere medizinische Anwendungen, Reduktion der Gefäßpunktionen und effiziente Medikamentenverabreichung bieten, machen den größten Marktanteil aus. Der demographische Wandel und die Einführung neuer medizinischer Anwendungen haben einen erheblichen Wachstumsschub ausgelöst. Schläuche in der Medizintechnik müssen vielfältige Anforderungen erfüllen, da sie in einem hochsensiblen Bereich eingesetzt werden.  Um Präzision, Sicherheit, Komfort und die Lebensqualität des Patienten zu verbessern, muss die eingesetzte Werkstoffverbindung feinfühlig entwickelt und von höchster Qualität sein. Wechselwirkungen zwischen Schlauchmaterial und pharmazeutischen oder körpereigenen Stoffen, bei denen es zu Beeinträchtigungen des menschlichen Organismus kommen könnte, müssen vermieden werden. Ein hohes Maß an Transparenz ist gefordert, damit flüssige oder gasförmige Inhalte sichtbar bleiben und der optische Flow-Control ermöglicht wird. Mittels antimikrobieller Beschichtung kann die Keimresistenz erhöht werden. Von hoher Bedeutung ist auch die Biokompatibilität des Materials in Abhängigkeit vom Einsatzort im Körper, der Einsatzdauer, dem physiologischen Kontaktmedium und dem Sterilisationsverfahren. Zudem ist Knickbeständigkeit gefordert. 

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