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Kreislaufwirtschaft BCF-Garne aus recyceltem Teppichmaterial

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Gemeinsam mit Partnern hat Barmag die Verarbeitung von 100 % recyceltem Teppichmaterial zu BCF-Garn erfolgreich untersucht. Das Projekt eröffnet damit neue Perspektiven für geschlossene Materialkreisläufe.

Vom Teppich zum Teppich: Die flexible Prozessführung auf Neumag BCF‑Anlagen ermöglicht die gezielte Verarbeitung recycelter Polymere.(Bild:  Barmag)
Vom Teppich zum Teppich: Die flexible Prozessführung auf Neumag BCF‑Anlagen ermöglicht die gezielte Verarbeitung recycelter Polymere.
(Bild: Barmag)

In einem gemeinsamen Projekt mit der Object Carpet GmbH, dem Institut für Textiltechnik (ITA), und der Next Generation Recyclingmaschinen GmbH (NGR) untersuchte Barmag die Verarbeitung von recyceltem Polyester zu BCF-Garn (Kasten). Ziel war es, die grundsätzliche Eignung von 100 % recyceltem Teppichmaterial für die Wiederverwendung in der Teppichgarnproduktion zu bewerten, um ein Kreislaufsystem in der Teppichherstellung zu schaffen. Bislang basierten kommerzielle rPET-BCF-Verfahren ausschließlich auf recyceltem Polyethylenterephthalat (rPET) aus aus Flaschengranulat.

Kurz erklärt

BCF steht für Bulked Continuous Filament und bezeichnet ein texturiertes Teppich-Endlosgarn. Es wird in einem einstufigen Prozess vollverstreckt und gekräuselt und meist aus Polyamid- oder Polypropylenfilamentgarnen hergestellt. BCF-Garn kommt in der Regel bei strapazierfähiger Schlingen- oder Schnittpolware zum Einsatz.

Flexible Prozessführung auf Neumag BCF‑Anlagen

Die Versuche wurden auf der Neumag BCF-Anlage im Technikum in Neumünster durchgeführt. Die Anlage ermöglicht durch ihre flexible Prozessführung und gezielte Parametrierung die Verarbeitung auch anspruchsvoller Materialien und eignet sich insofern gut für Entwicklungs- und Testreihen.

Im Rahmen der Untersuchungen wurde recyceltes PET aus 100% Polyester-NEOO-Teppichmaterial von Object Carpet ohne Zugabe von Virgin-Polymer verarbeitet. Dabei konnte im Rahmen der Versuche in einem sinnvollen Produktionsmaßstab demonstriert werden, dass die Rückführung des Materials in den Spinnprozess möglich ist.

„Wir haben während der Versuche gesehen, dass wie erwartet die Materialqualität – insbesondere Viskosität und Reinheit – maßgeblich die Prozessstabilität und Garnqualität beeinflusst. Mit der Neumag BCF-Anlage konnten wir die Prozessführung gezielt und flexibel an die besonderen Anforderungen des recyclierten Polymers anpassen und so BCF-Garn herstellen", erklärt Dr. Kirsten Prehn, verantwortlich für die Neumag BCF-Prozesse.

Geschlossener Kreislauf im BCF-Bereich möglich

Ein Teil des recycelten Garns wurde im weiteren Verlauf zur Herstellung eines Teppichmusters eingesetzt. Die Ergebnisse zeigen, dass ein geschlossener Kreislauf im BCF-Bereich keine reine Theorie ist: ein Mono-Material-Teppichprodukt kann auch in der Praxis einen echten Recycling-Kreislauf liefern – ohne Zugabe von Virgin Polymer.

Die Neumag BCF-Anlagen könnten eine wichtige Rolle bei der Bewertung und Weiterentwicklung von Recyclingprozessen übernehmen. Gleichzeitig haben die Versuche aufgezeigt, wo Ansätze für eine stabile industrielle Umsetzung und weitere Optimierungen im Materialdesign und in der Prozessführung möglich sind.

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