Zwei Welten. Ein Ziel.

Alle Inhalte von plastverarbeiter.de jetzt auf plastxnow.de.

Forschungsprojekt Kollekt Vom Autoscheinwerfer zur Ressource von morgen

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Ein interdisziplinäres Verbundprojekt erforscht anhand eines Scheinwerfers, wie kreislauffähige Wertschöpfungsketten geschaffen werden können. Der Fokus liegt auf einem „Design for Circularity“-Ansatz. Zum Einsatz kommen darüber hinaus KI-basierte Roboter und digitale Produktzwillinge.

Autoscheinwerfer, hergestellt unter Verwendung von Polycarbonat (Symbolbild).(Bild:  Covestro)
Autoscheinwerfer, hergestellt unter Verwendung von Polycarbonat (Symbolbild).
(Bild: Covestro)

Vom Autoscheinwerfer zur Ressource von morgen: Wie können Fahrzeugkomponenten, aber auch andere Industriegüter, so konzipiert werden, dass sie kreislauffähig sind? Dieser Frage geht Covestro im neuen Förderprojekt Kollekt nach.

Das Konsortium besteht aus Forvia Hella als Koordinator sowie BMW, Covestro, Geba, Fraunhofer IEM, Fraunhofer Umsicht, der Universität Paderborn, der Hochschule Hamm-Lippstadt, dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf und SW Maschinenservice. Das auf drei Jahre angelegte Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Rahmen der Förderrichtlinie CircularGlowUp gefördert und durch den Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut.

Materialien als Enabler der Kreislaufwirtschaft

Kollekt adressiert zentrale Herausforderungen der Automobilindustrie wie Ressourcenknappheit, Versorgungssicherheit und verschärfte Regulierung, insbesondere die EU-Altfahrzeugverordnung. Im Fokus stehen geschlossene Kunststoffkreisläufe auf industriellem Niveau. Dafür verfolgt das Projekt den Ansatz „Design for Circularity“ sowie die Strategien Repair, Re-Use, Remanufacture und Recycle.

Covestro bringt seine Expertise in Hochleistungskunststoffen und nachhaltigen Materiallösungen entlang der gesamten zirkulären Wertschöpfungskette ein. Im Zentrum stehen die Werkstoffe Makrolon, Bayblend und Apec, die häufig in der Fahrzeugbeleuchtung eingesetzt werden. Ziel ist es, diese Materialien in hochwertige Nutzungszyklen zurückzuführen und Materialeigenschaften, Rezyklat-Qualität sowie End-of-Life-Verhalten bereits im Produktdesign zu berücksichtigen.

Intelligente Demontage und digitale Zwillinge

„Heute werden sowohl Scheinwerfer, ebenso wie viele andere Produkte, noch selten in echten Kreisläufen genutzt. Wir erforschen daher, wie wir Materialien länger im Einsatz halten, wiederverwenden und so den Ressourcenverbrauch deutlich reduzieren können. In anderen Worten: Wir schauen uns gemeinsam mit unseren Partnern an, wie der Scheinwerfer von heute zu einem Rohstoff für morgen werden kann", sagt Dr. Michael Kleinkes, verantwortlich für die Entwicklung im Lichtbereich bei Forvia Hella. Das liefere nicht zuletzt wichtige Erkenntnisse für das Ziel, eine klimaneutrale Wertschöpfungskette zu erreichen.

Im Zentrum der Forschungsarbeiten steht die Realisierung einer flexiblen Demontagezelle. Unter Verwendung von Robotern und KI-basierter Datenverarbeitung wird so die Grundlage für Wiederverwendung und Recycling von Produkten in industriellem Maßstab gelegt. Hierbei wird ein digitaler Produktzwilling genutzt, um Baugruppen präzise, möglichst sortenrein und automatisiert zu zerlegen.

Kollekt setzt auf dem Forschungsprojekt Nalyses auf und entwickelt dieses im Sinne eines Kreislaufansatzes weiter.
(Bild: Forvia Hella)

Von Nalyses zu Kollekt: Gemeinsam mit BMW, Forvia Hellaund weiteren Partnern aus Industrie und Forschung baut Covestro auf den bisherigen Arbeiten auf, um die Kreislaufwirtschaft für Automobilbeleuchtung voranzutreiben – von Reparatur und Wiederverwendung über Wiederaufarbeitung bis hin zum Recycling, unterstützt durch robotergestützte Demontage.

Ergänzt wird dieser Prozess durch eine nachgelagerte, optimierte Sortierung, die Störstoffe abtrennt und Kunststofffraktionen separiert, sowie durch eine Charakterisierung und Aufbereitung der Materialien und ein mechanisches und teilweises chemisches Recycling. Nicht zuletzt sollen die Menschen als Teil des neuen Wertschöpfungssystems befähigt werden, die zirkuläre Produktgestaltung zukünftig umzusetzen und die Kreislaufwirtschaft somit erst möglich zu machen. 

Covestro & BYD: Partnerschaft für die E-Mobilität

Der Automobilsektor gehört noch immer zu den stärksten Anwenderbranchen für Covostro. Dabei geht es dem Kunststoffhersteller nicht nur um Materiallösungen für die Kreislaufwirtschaft.

Mitte Juli haben Covestro und BYD eine Absichtserklärung über eine langfristige strategische Partnerschaft unterzeichnet. Ziel ist die gemeinsame Entwicklung und Anwendung fortschrittlicher Materiallösungen für Zukunftsbranchen wie Elektromobilität oder Energiespeicherung. me

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung