Nexofoam auf der Fakuma 2026 Biobasierter Partikelschaum für EPS-Anlagen

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Die Fraunhofer-Ausgründung Nexofoam zeigt auf der Fakuma 2026 einen vollständig biobasierten Partikelschaum, der sich ohne Maschinenumbau auf bestehenden EPS-Anlagen verarbeiten lässt. Der Schaum senkt im Vergleich zu EPS den CO2-Fußabdruck um bis zu 80 Prozent und eröffnet Verarbeitern neue Wege zur Dekarbonisierung.

Vom kompakten EPLA-Granulat zur fertig geschäumten Dämmplatte: Das biobasierte Partikelschaummaterial lässt sich als Drop-in-Lösung auf bestehenden EPS-Formteilautomaten verarbeiten.(Bild:  Nexofoam)
Vom kompakten EPLA-Granulat zur fertig geschäumten Dämmplatte: Das biobasierte Partikelschaummaterial lässt sich als Drop-in-Lösung auf bestehenden EPS-Formteilautomaten verarbeiten.
(Bild: Nexofoam)

Auf der Fakuma 2026 präsentiert das Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT zusammen mit der Ausgründung Nexofoam aktuelle Entwicklungen der Schaumstofftechnik. Im Mittelpunkt steht der industriell einsetzbare Partikelschaum EPLA, der am Fraunhofer ICT entwickelt und patentiert wurde. Die Abkürzung EPLA steht für Expandiertes Polylactid. Es handelt sich dabei um einen biobasierten, schäumbaren Partikelschaumstoff auf Basis von Polymer-Milchsäure (PLA).

Die Markteinführung erfolgt über das Spin-off Nexofoam als kompaktes, expandierbares Granulat. Die Vor-Ort-Expansion beim Verarbeiter reduziert das Transportvolumen sowie den logistischen Aufwand im Vergleich zu vorgeschäumtem Material.

Prozesskompatibilität auf EPS-Verarbeitungslinien

Der biobasierte Schaumstoff ist als direkte Drop-in-Lösung für etablierte EPS-Verarbeitungsketten konzipiert. Kunststoffverarbeiter können bestehende Formteilautomaten, Werkzeuge und Materialhandlingsysteme ohne Modifikationen weiter nutzen. Dies minimiert die erforderlichen Investitionskosten und senkt das technische Risiko bei der Umstellung auf nachhaltigere Polymerwerkstoffe. Die Verarbeitungslogik orientiert sich eng an den Parametern der konventionellen Polystyrol-Verarbeitung.

Kennwerte und ökologische Vorteile

Materialseitig basiert EPLA auf pflanzlichen Rohstoffen und weist nach Angaben des Fraunhofer ICT einen um bis zu 80 Prozent geringeren CO2-Fußabdruck im Vergleich zu fossilem EPS auf. Mit einer Wärmeleitfähigkeit von 29 bis 33 mW/(m·K) erreicht der Werkstoff das Dämmniveau etablierter Isolierstoffe. Zudem erfüllt EPLA die Brandklasse E nach EN ISO 13501.

Das Eigenschaftsprofil wird durch vollständige Recyclingfähigkeit sowie biologische Abbaubarkeit ergänzt, was den Anforderungen der EU-Verpackungsverordnung (PPWR) entgegenkommt.

Schäume für höchste Leistungen

Neben EPLA umfasst das Messeportfolio von Nexofoam weitere Entwicklungen für technische Partikelschaumanwendungen. Dazu gehört ein temperaturbeständiger Partikelschaumstoff auf Basis von modifiziertem Polyphenylenether (PPE) für thermisch beanspruchte Bauteile. Zudem stellt das Unternehmen hochdichtes expandiertes Polystyrol (EPS) vor, das auf strukturelle Anwendungen zielt. Diese Werkstoffe erweitern das Einsatzspektrum von Partikelschäumen in der Fahrzeugtechnik und bei industriellen Funktionsbauteilen.

INFO

Nexofoam auf der Fakuma 2026:
Auf dem Stand des Fraunhofer ICT, Halle B2, Stand 2104

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