Mocom auf der Fakuma 2026 Neue TPV- und Carbon-Compounds 

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Der Compoundeur Mocom präsentiert auf der Fakuma 2026 neue Werkstoffkonzepte. Ein direkt haftendes TPV vereinfacht das 2K-Spritzgießen mit PA12 ohne zusätzliche Haftvermittler, während rezyklatbasierte Carbonfaser-Compounds das Bauteilgewicht und den CO2-Fußabdruck reduzieren.

Eine neue TPV-Lösung für PA12 von Mocom eröffnet mehr Spielraum bei technischen 2K-Anwendungen.(Bild:  Mocom)
Eine neue TPV-Lösung für PA12 von Mocom eröffnet mehr Spielraum bei technischen 2K-Anwendungen.
(Bild: Mocom)

 Auf der Fakuma 2026 zeigt Mocom neue Entwicklungen für die Zwei-Komponenten-Technik und den Leichtbau. Das Produktportfolio umfasst neben haftungsoptimierten Vulkanisaten auch Carbonfaser-Compounds auf Rezyklatbasis.

2K-Spritzguss: TPV auf PA12 ohne Haftvermittler

Für technische Hart-Weich-Verbindungen erweitert Mocom die Produktreihe Alfater XL um die Type A70I 4PA1210. Dieses thermoplastische Vulkanisat lässt sich im 2K-Spritzgießverfahren direkt auf Polyamid 12 verarbeiten. Der Werkstoff baut ohne die Zugabe externer Haftvermittler eine dauerhafte Bindung zur PA12-Komponente auf. Zudem entfällt die bei Weichkomponenten wie TPU oft erforderliche spezielle Werkzeugbeschichtung für die Entformung. Typische Einsatzgebiete liegen bei Dichtungen, Schlauchverbindern und Quick-Connect-Systemen in der Automobil- und Elektronikindustrie sowie im Sportbereich. 

Carbonfaser-Rezyklate für den strukturellen Leichtbau

Mit den neuen Werkstofftypen Wic PA 12 30 und Wic PARA 30 führt das Unternehmen zwei neue Compounds in seinem Wic-Portfolio ein. Als Verstärkungsfaser dienen rezyklierte Kohlenstofffasern mit einem Gehalt von 30 %, die eine hohe spezifische Festigkeit bei geringer Materialdichte gewährleisten. Durch den Einsatz der sekundären Carbonfasern verringert sich das Global Warming Potential der Compounds um bis zu 65 % im Vergleich zu primärfaserverstärkten Varianten.

Das Compound Wic PA 12 30 zeichnet sich durch hohe Schlagzähigkeit bei tiefen Temperaturen sowie eine sehr geringe Feuchtigkeitsaufnahme aus. Dadurch bleiben sowohl die mechanischen Kennwerte als auch die Dimensionen der Bauteile unter schwankenden Umgebungsbedingungen stabil. 

Für Anwendungen mit erhöhten Anforderungen an die Oberflächengüte steht die Type Wic PARA 30 auf Basis teilaromatischer Polyamide zur Verfügung. Aufgrund der reduzierten Wasseraufnahme behält dieser Werkstoff seine mechanische Steifigkeit und Festigkeit auch im konditionierten Zustand nahezu vollständig bei. Das Material ist für strukturtragende Komponenten wie Display-Träger konzipiert und erweitert das Portfolio um elektrisch leitfähige Varianten. Für Baugruppen ohne Leitfähigkeit und mit individueller Einfärbung bleiben weiterhin die glasfaserverstärkten Typen Altech PARA GF im Programm. 

Entwicklungspartnerschaft und weltweite Werkstoffversorgung

Die neuen Werkstoffkonzepte zeigen: Über das Standardportfolio hinaus bietet der Compoundeur maßgeschneiderte Modifikationen für spezifische Anwendungsanforderungen an. „Wir entwickeln und modifizieren Compounds gezielt für spezifische Kundenanforderungen und begleiten unsere Kunden von der Werkstoffauswahl und Entwicklung bis zur Umsetzung der gewünschten Materiallösung“, erklärt Söhnke Müller, Vice President Global Product Management & Product Innovation bei Mocom. 

Eigene Produktions- und Entwicklungskapazitäten in Europa, Amerika und der Region Asien-Pazifik unterstützen Verarbeiter bei der Umsetzung internationaler Serienprojekte. Dies gewährleistet eine verlässliche Werkstoffversorgung auch bei global aufgestellten Fertigungslinien. „Unsere globale Präsenz ermöglicht es uns, eng mit unseren Kunden vor Ort zusammenzuarbeiten und eine weltweite Versorgung sicherzustellen“, betont Stefan Fuhlendorf, Vice President Global Sales und Business Development bei Mocom. (mg)

INFO

Mocom auf der Fakuma 2026:  Halle B4, Stand 4207

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