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Parlamentarischer Abend des GKV in Berlin GKV fordert Entlastung bei Energie und Bürokratie

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Steigende Energie- und Rohstoffkosten sowie bürokratische Auflagen belasten die deutsche Kunststoffverarbeitung. Auf dem Parlamentarischen Abend des GKV forderte die Branche in Berlin tiefgreifende Reformen und den Verzicht auf die Plastikabgabe. Ob die Politik rechtzeitig einlenkt, entscheidet laut GKV über die Zukunft von rund 2.900 Betrieben. 

Lebendige Podiumsdiskussion auf dem Parlamentarischen Abend des GKV in Berlin.  v.l.n.r.: Anke Plättner (Moderation), Dr. Rita Weber (IG BCE), Tilman Kuban MdB (CDU/CSU), Dunja Kreiser MdB (SPD), Julian Joswig MdB (Bündnis 90/Die Grünen), Dr. Helen Fürst (Präsidentin GKV).(Bild:  GKV)
Lebendige Podiumsdiskussion auf dem Parlamentarischen Abend des GKV in Berlin. v.l.n.r.: Anke Plättner (Moderation), Dr. Rita Weber (IG BCE), Tilman Kuban MdB (CDU/CSU), Dunja Kreiser MdB (SPD), Julian Joswig MdB (Bündnis 90/Die Grünen), Dr. Helen Fürst (Präsidentin GKV).
(Bild: GKV)

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen am Produktionsstandort Deutschland gefährden zunehmend die Wettbewerbsfähigkeit der polymerverarbeitenden Industrie. Dies betrifft einen Industriezweig, der mit 2.906 vorwiegend mittelständischen Betrieben und 307.221 Beschäftigten einen Jahresumsatz von 68,2 Mrd. Euro erwirtschaftet. Um über notwendige wirtschaftspolitische Weichenstellungen zu diskutieren, lud der Verband am 23. Juni 2026 zu einem Parlamentarischen Abend nach Berlin ein. In der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft debattierten Branchenvertreter mit Bundestagsabgeordneten über konkrete Entlastungen für den industriellen Mittelstand

Kostenexplosion und regulatorische Hürden

Im Zentrum des Austauschs standen die für Kunststoffverarbeiter kritischen Faktoren wie hohe Rohstoff- und Energiekosten sowie die zunehmende Regulierung. Die geopolitischen Spannungen, insbesondere die jüngsten ökonomischen Schocks durch den Konflikt im Iran, belasten die Lieferketten und Kalkulationen der Verarbeiter massiv. Zudem drohen durch die von der Regierungskoalition diskutierte Plastikabgabe weitere finanzielle Belastungen, welche die Investitionskraft der Betriebe einschränken.

 „Krisen und ökonomische Schocks fordern die deutsche Kunststoffindustrie enorm“, erklärt Dr. Helen Fürst, Präsidentin des Gesamtverbandes Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV). „Bürokratie und Regulierung sind für viele Unternehmen nicht mehr zu bewältigen“, betont Fürst. 

Politische Kontroversen und Führungswechsel im GKV

Die anschließende Podiumsdiskussion mit den Bundestagsabgeordneten Julian Joswig, Dunja Kreiser und Tilman Kuban sowie Dr. Rita Weber von der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) zeigte deutliche Meinungsverschiedenheiten über den richtigen Reformweg. Während die Branchenvertreter auf einen sofortigen Bürokratieabbau drängten, spiegelte die Debatte die Zerrissenheit der politischen Lager wider.

Neben den politischen Weichenstellungen stand der Verband auch vor weitreichenden internen Veränderungen, da am selben Tag die jährliche Delegiertenversammlung stattfand. Nach einer turnusgemäßen Amtszeit von vier Jahren verabschiedeten die Mitglieder die scheidende Präsidentin Helen Fürst. Zudem verlässt der Hauptgeschäftsführer Dr. Oliver Möllenstädt den Verband im Juli 2026 auf eigenen Wunsch.

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