Kunststoff-Institut Lüdenscheid auf der Fakuma 2026 Effiziente EMV-Abschirmung und mehr Qualität im Rezyklat

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Auf der Fakuma 2026 zeigt das Kunststoff-Institut Lüdenscheid praxiserprobte Verfahren zur Prozesssicherung. Im Fokus stehen Methoden zur Stabilisierung schwankender Rezyklatchargen, zur EMV-Abschirmung im Spritzguss sowie zur schonenden Elektronikkapselung.

Die Kapselung elektronischer Bauteile mit speziell entwickelten Kunststoffen ermöglicht einen beschädigungsfreien Schutz sensibler Komponenten.(Bild:  Kunststoff-Institut Lüdenscheid/Marius Fedler)
Die Kapselung elektronischer Bauteile mit speziell entwickelten Kunststoffen ermöglicht einen beschädigungsfreien Schutz sensibler Komponenten.
(Bild: Kunststoff-Institut Lüdenscheid/Marius Fedler)

Gemeinsam mit den fünf Partnerunternehmen Silcos, Niebeling, KVT Bielefel, CAQ und Berlac zeigt das Kunststoff-Institut Lüdenscheid auf der Fakuma 2026 Lösungen für die typischen Herausforderungen in der Serienfertigung. Spritzgießer und Werkzeugbauer erhalten dort Einblicke in erprobte Verfahren zur Materialeinsparung, Bauteildimensionierung und Qualitätssteigerung.

Qualitätssicherung von Rezyklaten 

Ein wesentlicher Schwerpunkt der Vorführungen betrifft die Aufbereitung und Qualitätssicherung von Rezyklaten. Anhand technischer Demonstratoren veranschaulicht das Institut Methoden zur gezielten Geruchsminimierung sowie zur Gewährleistung konstanter Materialeigenschaften bei schwankender Rezyklatqualität.

Im Bereich der Oberflächentechnik zeigt das Institut neue Benchmark-Anwendungen, die den Kratzschutz von Kunststoffformteilen nachhaltig verbessern. Zudem präsentiert die dazugehörige Forschungsstelle funktionelle Werkzeugbeschichtungen, welche die Standzeiten von Werkzeugen im laufenden Spritzgießprozess erhöhen.

Demonstrator zur elektromagnetischen Abschirmung: Links die Vermischung einer Metalllegierung mit Kunststoff im Ausgangszustand. Durch gezielte Compoundierung und Additivierung kann eine homogene Verteilung im Polymer erreicht werden (rechts).(Bild:  Kunststoff-Institut Lüdenscheid/Marius Fedler)
Demonstrator zur elektromagnetischen Abschirmung: Links die Vermischung einer Metalllegierung mit Kunststoff im Ausgangszustand. Durch gezielte Compoundierung und Additivierung kann eine homogene Verteilung im Polymer erreicht werden (rechts).
(Bild: Kunststoff-Institut Lüdenscheid/Marius Fedler)

Direkte EMV-Abschirmung durch leitfähige Polymere

Für die Herstellung elektrotechnischer Komponenten stellt das Institut werkstoffbasierte Konzepte zur elektromagnetischen Abschirmung vor. Durch die gezielte Kombination von Kunststoffen mit niedrig-schmelzenden Metalllegierungen entstehen leitfähige Polymerverbindungen direkt im Verarbeitungsprozess. 

Eine abgestimmte Compoundierung und Additivierung stellt dabei die homogene Verteilung der metallischen Phase in der Matrix sicher. Dies ermöglicht eine durchgängige elektrische Leitfähigkeit bis an die Bauteiloberflächen, wodurch nachgelagerte Beschichtungsschritte in der Fertigung entfallen.

Elektronikkapselung und verzugsarme Polymere

Im Bereich der Baugruppenintegration präsentiert das Institut Verfahren zum beschädigungsfreien Umspritzen sensibler Elektronik mit Thermoplasten und Duroplasten sowie das X2F-Verfahren. Die Kapselung schützt die integrierten Bauteile vor Feuchtigkeit, Staub sowie mechanischer Belastung und erhöht zeitgleich die Manipulationssicherheit.

Weiterhin stellt das Forschungsprojekt „Real Stone“ Werkstoffsysteme mit hohen Gesteinsmehlanteilen vor. Diese stark gefüllten Polymere zeichnen sich durch eine isotrope Schwindung im Werkzeug aus und bieten Verarbeitern neben einer wertigen Haptik konkrete Einsparpotenziale bei den Materialkosten.

Branchennetzwerke für gezielten Technologietransfer

Ergänzt wird das Messeangebot durch die Präsentation spezialisierter ZIM-Netzwerke für definierte Märkte. Die Netzwerke decken Anwendungsfelder wie effizientes Lichtmanagement, Polymerkonzepte der übernächsten Generation, Medizintechnik, Wasserstoffanwendungen, Second-Life-Konzepte sowie nachhaltige Mobilität ab. Verarbeiter erhalten über diese Initiativen direkten Zugang zu praxisnahen Forschungsergebnissen und beschleunigten Entwicklungsabläufen.

INFO

Kunststoff-Institut Lüdenscheid auf der Fakuma 2026:
Halle A5/Stand A5-5312

Service

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