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RewinPlast errichtet Pilotanlage  Hochwertiges Recycling bis zum letzten Rest 

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Recycling, das ohne aufwendige Vorsortierungsanlagen direkt am „Gelben Sack“ ansetzt: Das ist Ziel des 2025 offiziell gestarteten Forschungsprojektes RewinPlast. In Fürstenwalde soll nun das Potenzial demonstriert werden.

US-Unternehmerin Nancy Sanders und Geschäftsführer Herwig Thiel vor dem Kunststoffzerkleinerer der Pilotanlage RewinPlast. (Bild:  RewinPlast)
US-Unternehmerin Nancy Sanders und Geschäftsführer Herwig Thiel vor dem Kunststoffzerkleinerer der Pilotanlage RewinPlast.
(Bild: RewinPlast)

Nach rund einem Jahr Entwicklungsarbeit geben RewinPlast und die US-amerikanische Unternehmerin Nancy Sanders gemeinsam den Startschuss für die erste Pilotanlage einer neuen Aufbereitungstechnologie aus Österreich bekannt. In Fürstenwalde (Brandenburg) sollen Reststoffe der mechanischen Kunststoffaufbereitung, die bislang verbrannt wurden, zu hochwertigen Sekundärrohstoffen verarbeitet werden. 

So funktioniert die Technologie

Kern der Anlage ist die Verbindung von chemisch-physikalischer Aufbereitungstechnik mit KI-gestützter Analyse und Sensorik. Die von RewinPlast entwickelte Verfahrenskombination sortiert und reinigt das Material so weit, dass daraus hochwertiges Rezyklat hergestellt werden kann. 

Am Ende entstehen sortenreine Fraktionen aus Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) und Polystyrol (PS). Unerwünschte Stoffe wie Polyvinylchlorid (PVC) und Elastomere werden bereits im Laufe des Prozesses abgeschieden. Damit endet die Wertschöpfungskette nicht mehr in der thermischen Verwertung, sondern schließt sich zu einer echten Kreislaufwirtschaft

„Mit einer Verarbeitungskapazität von bis zu 20.000 Tonnen pro Jahr verarbeitet die Anlage PE, PP, PS und weitere thermoplastische Kunststoffe“, heißt es auf der Homepage.

EU-Vorgaben als treibende Kraft

Der regulatorische Druck steigt: Die EU verlangt künftig verbindlich höhere Rezyklatanteile in der Produktion. So sollen die Mitgliedstaaten bis 2030 rund 70 Prozent ihrer Verpackungsabfälle recyceln, und auch für neue Fahrzeuge soll ein steigender Anteil an recyceltem Kunststoff verwendet werden. 

Hochwertige Kunststoffrezyklate werden damit zu einer knappen und strategisch wichtigen Ressource – wer es liefern kann, verschafft sich einen klaren Vorsprung am Exportmarkt. Mit seiner Technologie bietet RewinPlast für genau diesen künftig steigenden Bedarf laut eigener Aussage eine Lösung.

Vom Reststoff-Verwerter zum Rezyklat-Produzenten

Industriepartner ist die MTM Compact GmbH am Standort Fürstenwalde/Deutschland. Das Unternehmen übernimmt Kunststoffabfälle aus dem Dualen System, die derzeit sonst nicht weiter recycelt werden können und verarbeitet sie bislang zu einem Produkt, das in der Stahlindustrie Kohle und Koks ersetzt und so CO₂ einspart. Die Anlage erweitert dieses Verwertungskonzept nun um eine zusätzliche stoffliche Nutzung hochwertiger Rohstoffe für die Kunststoffproduktion.

Nach erfolgreichem Pilotbetrieb soll die Technologie schrittweise auf weitere industrielle Anlagen skaliert und international vermarktet werden. „Für die MTM Compact ist es ein logischer Schritt in die Zukunft. Für uns ist diese Pilotanlage weit mehr als ein Technologieprojekt“, so MTM-Betriebsleiter David Henschke.

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