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Ocean Plastic in Mehrwegverpackungen Walther testet küstennahes Rezyklat für Faltboxen

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Walther und MBRC the Ocean haben eine Materialvariante für Mehrweg-Faltboxen auf Basis von recyceltem Ozeanplastik erprobt. Die Zusammenarbeit ist ein Beispiel dafür, wie sich der Schutz von Stränden und Kosten mit einer konkreten Industrieanwendung verbinden lässt. 

Testmuster einer Walther-Faltbox aus MBRC Ocean Plastic(Bild:  Walther)
Testmuster einer Walther-Faltbox aus MBRC Ocean Plastic
(Bild: Walther)

Die Walther Faltbox Group und MBRC the Ocean arbeiten zusammen, um recyceltes „Ocean Plastic“ in langlebigen Mehrwegprodukten einzusetzen. Dafür wurde das in verschiedenen Werkzeugen und Produkten getestet und dabei Materialvarianten mit einem Anteil von bis zu 100 Prozent eingesetzt. 

Der ideale Materialmix

Für die Faltboxen erwies sich ein Mix aus 60 Prozent Ocean Plastic und 40 Prozent Neuware als besonders geeignet. In den durchgeführten Tests erreichten die Faltboxen die erforderliche Stabilität und entsprachen in Qualität und Funktionalität den vergleichbaren Faltboxen aus Neuware. Der Materialmix ermögliche zudem eine wirtschaftlich attraktive Materialvariante.  

„Nachhaltigkeit ist für uns seit unserer Firmengründung vor über 45 Jahren ein wichtiger Bestandteil unserer täglichen Arbeit. Wir setzen bereits seit vielen Jahren recycelte Materialien ein und prüfen kontinuierlich, wie sich weitere Rezyklate in Mehrweglösungen einsetzen lassen, ohne dabei die Langlebigkeit der Produkte zu beeinflussen“, erklärt Dominik Lemken, Managing Director der Walther Faltbox Group.   

Mehrweglogistik trifft Umweltschutz

MBRC the Ocean engagiert sich gemeinsam mit lokalen Gemeinschaften, freiwillig Engagierten, Sammelteams und Partnern für die Reinigung von Stränden und Küstengebieten. Die Organisation verbindet Cleanup-Projekte mit der Aufbereitung geeigneter Kunststoffströme, der Entwicklung recycelter Materialien und Produkte sowie Bildungsangeboten. 

„MBRC Oceanplastic“ basiert auf gesammeltem Kunststoff aus küstennahen und „ocean-bound“ Sammelströmen und wird für unterschiedliche Produkt- und Industrieanwendungen weiterentwickelt. Für die in den Faltboxen eingesetzte Materialvariante kommt recyceltes Polypropylen (PP) zum Einsatz. 

Das Projekt liefert beiden Unternehmen zugleich Erkenntnisse darüber, wie sich recycelte Kunststoffströme für industrielle Anwendungen in der Mehrweglogistik nutzen lassen. „Ich finde es besonders spannend, unser Material in einer industriellen Mehrweganwendung einzusetzen. Die Anforderungen an Faltboxen sind hoch und die gemeinsamen Tests zeigen uns, wie sich unser Material für diese Anwendung einsetzen lässt“, erklärt Jasper Nikulka, CEO Germany von MBRC the Ocean.

Materialoption für alle Faltboxen 

MBRC Ocean Plastic ist etwas dunkler als Kunststoff aus Neuware. Daher wurde auch getestet, wie sich das Material einfärben lässt: Im direkten Vergleich war kaum ein Unterschied zwischen den Faltboxen aus dem „Ozean-Plastik“ und den entsprechenden Boxen aus Neuware zu erkennen. Die Materialvariante ist grundsätzlich für alle Faltboxen von Walther verfügbar und wird auf Kundenwunsch eingesetzt. 

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen „Ocean Plastic“ und „Ocean-bound Plastic“?

„Ocean Plastic“ bezeichnet im engeren Sinn aus dem Meer geborgenen Kunststoff. „Ocean-bound Plastic“ meint dagegen Abfälle, die küstennah gesammelt werden, bevor sie überhaupt ins Meer gelangen. MBRC the Ocean ordnet sein Produkt dieser zweiten Kategorie zu.

Wie hoch ist der Rezyklatanteil in den getesteten Walther-Faltboxen?

Laut Pressemitteilung erwies sich ein Mix aus 60 Prozent MBRC-Rezyklat und 40 Prozent Neuware als für die Faltbox-Anwendung geeignet. 

Ist die Ocean-Plastic-Faltbox bereits im Standardsortiment erhältlich?

Nein. Nach Unternehmensangaben soll die Materialvariante künftig auf Kundenwunsch verfügbar sein. Ob es sich um ein dauerhaftes Serienangebot oder eine projektbezogene Option handelt, ist aus den vorliegenden Unterlagen nicht eindeutig ersichtlich.

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