Wie steht es um den Einsatz von Rezyklaten im Automobilbau?
Stefan Caba, Leiter Competence Center Nachhaltige Fahrzeugentwicklung EDAG: "Auch wir sind nicht ganz untätig in diesem Bereich. Neben dem bereits ausgiebig behandelten Projekt FiberEUse sind wir in einem weiteren sehr großen europäischen Konsortium beteiligt. Das Projekt heißt Digiprime. Darin versuchen wir, die vielen Schnittstellenprobleme, die bei der Kreislaufwirtschaft auftreten können, mit Hilfe Digitaler Cloud-Technologien zu adressieren. Dazu zählt z.B. ein Planungstool für den Materialstrom, Entscheidungshilfen und eine Produkteigenschaftsvorhersage. Als Piloten werden dabei Batterien, Mechatronik, Faserverbunde und Textilien behandelt – anschließend soll es auf alles andere ausgedehnt werden. Es geht dabei nicht nur um die Auto-Industrie, sondern u.a. auch um Windkraft. Im Rahmen des Projekts werden auch wir einen Use-Case präsentieren, der mit Hilfe der Unterstützung der Plattform entwickelt wurde. Es wird voraussichtlich ein Bauteil sein, in dem Fasern aus einem Windradflügel gemeinsam mit ehemaligen Textilien zu einem kurzfaserverstärkten Kunststoffbauteil werden – ich bin gespannt, ob das gelingt." (Bild: EDAG) 8/10 Zurück zum Artikel