Eine vertiefte Kooperation zwischen Hack Formenbau und HB-Therm überwindet die traditionelle Trennung von Werkzeugtechnik und Temperierung. Durch einen ganzheitlichen Systemansatz und digitale Vernetzung realisieren Verarbeiter eine höhere Prozessstabilität, reduzierte Zykluszeiten und eine belastbare Validierung ihrer Produktionszellen – von der Pilotphase bis zur Serie.
Rentabilität und Qualität beim Spritzgießen stehen und fallen mit der synergetischen Abstimmung von Spritzgießmaschine, Formtechnik und Temperierkonzept.
(Bild: Hack Formenbau)
In der modernen Kunststoffverarbeitung entscheiden die Wechselwirkungen zwischen Maschine, Werkzeug und Peripherie über die Wirtschaftlichkeit der Produktion. Wenn Technologieführer wie Hack Formenbau und HB-Therm ihre Expertise bündeln, entstehen Potenziale, die über die bloße Addition von Einzelkomponenten hinausgehen.
Ziel der Partnerschaft ist es, die Herstellungsprozesse durch ein gemeinsames Verständnis der Gesamtzusammenhänge effektiver, effizienter und damit für die Endkunden wirtschaftlicher zu gestalten. Nur wenn Konstrukteure und Prozesstechniker alle Abhängigkeiten zwischen Werkzeuggeometrie und Temperierleistung im Gesamtzusammenhang berücksichtigen, entstehen qualitativ hochwertige Produkte prozesssicher.
v.l.: Reto Zürcher (CEO von HB-Therm) und Gunnar Hack (Eigentümer und Geschäftsführer bei Hack Formenbau), vertieften die Kooperation beider Unternehmen.
(Bild: HB-Therm)
Hack Formenbau aus Kirchheim unter Teck agiert dabei als internationaler Spezialist für hochpräzise Spritzgussformen. Das 1956 von Siegfried Hack gegründete Unternehmen wird heute von Gunnar Hack geleitet und hat seinen Standort kontinuierlich vergrößert. Nach Erweiterungen in den Jahren 1999, 2015 und zuletzt 2025 dehnt sich die Produktionsfläche mittlerweile auf 15.000 m² aus. Mit rund 200 Mitarbeitenden erzielt das Unternehmen einen Umsatz von 50 Mio. Euro. Als „One-Stop-Shop“ deckt Hack die gesamte Kette von der Produktentwicklung bis zur Komplettvalidierung von Fertigungszellen ab.
Präzisionsformenbau trifft auf fortschrittliche Temperierung
In den Fertigungshallen und im eigenen Technikum setzt Hack auf die Technologie von HB-Therm. Aktuell befinden sich 16 Temperiergeräte im Einsatz, wobei das Spektrum von der Series 4 bis zur neuesten Generation Thermo-6 reicht. Diese Geräte werden flexibel sowohl an Technikumsmaschinen als auch an Kundenanlagen für Abnahmen angeschlossen. Die hohe Präzision der Werkzeugtemperierung ist von elementarer Bedeutung, da sie unmittelbar die Artikelgenauigkeit, die Rheologie und die Langlebigkeit der Werkzeuge beeinflusst.
Bei leistungsstärkeren Anwendungen überzeugen Thermo-6 Geräte der Baugröße 62 – hier im Einsatz zur präzisen Temperierung einer Arburg Allrounder 620 A Spritzgießmaschine.
(Bild: Hack Formenbau)
Besondere Vorteile bietet die Thermo-6-Serie bei der Einhaltung einer stabilen Temperaturbalance (Delta T). Simon Becker, Prozessingenieur bei Hack Formenbau, erklärt hierzu: "Die Integration der neuen Thermo-6-Geräte verlief reibungslos und ohne technische Hürden. Besonders schätzen wir die hohe Prozesssicherheit, die Durchflussüberwachung, die verschiedenen Pumpenbetriebsarten und die Funktion des zyklischen Systemwasseraustauschs."
Ein entscheidender technischer Vorteil ist die Ultraschall-Durchflussmessung, mit der selbst kleinste Volumenströme ab 0,4 l/min zuverlässig und ohne Verzögerung erfasst werden. Dies ist insbesondere bei Werkzeugen mit sehr engen Kühlkanalquerschnitten, wie sie in der Medizintechnik oder Optik üblich sind, ein prozesskritischer Faktor.
Digitale Vernetzung und Industrie 4.0
Die Kooperation fokussiert sich stark auf die digitale Infrastruktur, um den Verarbeitern maximale Transparenz zu bieten. Über OPC UA-Schnittstellen kommunizieren die Thermo-6-Geräte direkt mit dem Überwachungssystem „moldlife-sense“ der Tochtergesellschaft Hack Digital Solutions. Dieses computerbasierte System ist vollständig in die Spritzgussform integriert und nutzt eine umfassende Sensorik, um den kompletten Lebenszyklus des Werkzeugs zu überwachen. Kritische Einflüsse werden proaktiv erkannt, sodass Bediener benachrichtigt werden, bevor hohe Ausfallkosten durch Störungen oder ungeplante Stillstände entstehen.
Das neue Technikum von Hack ist mit einer Vielzahl moderner Spritzgießmaschinen ausgestattet, die ein breites Spektrum an Anwendungen abdecken.
(Bild: Hack Formenbau)
„Hack verfügt durch sein umfassendes Dienstleistungsangebot und seine digitale Expertise über einzigartige Wettbewerbsvorteile. Unser Technikum spielt dabei eine zentrale Rolle. Dort können wir Innovationen entwickeln und erproben – auch gemeinsam in unserer vertieften Kooperation mit HB-Therm“, sagt Gunnar Hack, Eigentümer und alleiniger Geschäftsführer bei Hack Formenbau. Diese digitale Kompetenz ermöglicht zudem Remote-Features wie die Fernwartung über das „e-cockpit“ von HB-Therm, was die Einsatzbereitschaft der Anlagen weltweit erhöht.
Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeitsziele
Die Partnerschaft begegnet globalen Herausforderungen wie steigenden Qualitätsanforderungen und wirtschaftlichem Wettbewerbsdruck durch eine Erhöhung der Fertigungstiefe und prozessoptimierte Validierung. Das Portfolio umfasst komplexe Werkzeuge für Branchen wie Pharma, Dental, Personal Care und Verpackung, darunter Anwendungen wie Auto-Injektoren, Insulin-Pens, Well-Plates oder elektrische Zahnbürsten. Durch die Bereitstellung einer getesteten Gesamtanlagenlösung im Paket erhalten Kunden eine validierte Einheit, die den Materialverbrauch reduziert und die Zykluszeiten optimiert.
Die e-cockpit App ermöglicht auf Knopfdruck die Verbindung zu den Thermo-6 Temperiergeräten und erweitert diese um zahlreiche digitale Funktionen.
(Bild: HB-Therm)
Auch die ökologische Bilanz rückt verstärkt in den Fokus. Hack setzt auf Ökostrom und führt eine Ecovadis-Bronze-Zertifizierung. Die regelbaren Pumpen der HB-Therm-Geräte tragen in Kombination mit einem intelligent ausgearbeiteten Temperierkonzept wesentlich zu einem energieeffizienten Betrieb bei. „Für unsere Endkunden ergibt sich daraus ein konkreter Mehrwert: Statt einzelner Komponenten bieten wir eine perfekt abgestimmte Gesamtanlage im Package an – von der Pilotphase bis zur Serienproduktion“, sagt Gunnar Hack.
Stand: 16.12.2025
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Ausblick: Gemeinsame Entwicklungspfade
Die Zusammenarbeit ist langfristig angelegt und umfasst neben der Hardware auch den Wissenstransfer. Gemeinsame Schulungsmaßnahmen im Hack-Technikum erlauben es Kunden, die Geräte in realen Anwendungen zu erleben und direkt am Beispiel geschult zu werden.
v.l.: Simon Becker (Prozessingenieur bei Hack Formenbau) und Marco Lammer (Area Sales Manager bei HB-Therm) vor einer Arburg Allrounder 620 A mit vier Thermo-6 Temperiergeräten.
(Bild: HB-Therm)
Reto Zürcher, CEO von HB-Therm, betont: „Die Kooperation bietet uns eine ganzheitliche Betreuung über Engineering, Geräteauslegung, Installation, Schulung und Service, ergänzt durch gemeinsame Prozessspezifikationen mit temperiertechnischem Fokus.“ Marco Lammer, Area Sales Manager bei HB-Therm, ergänzt zur technischen Synergie: „Beide Partner wissen, wie wichtig die Werkzeuggestaltung, etwa von Kühlkanälen, auch für die Effizienz eines Temperiergeräts ist. Auch hier sehen wir viel Potenzial, um dem Endkunden einen Mehrwert zu erbringen.“
Zukünftige Schwerpunkte liegen auf der Integration additiver Fertigungsverfahren, der Erweiterung der digitalen Kompetenzdatenbank und Projekten zur Kreislaufwirtschaft. Ziel ist eine weltweite Transparenz in allen Produktionsstätten, um innovative und nachhaltige Lösungen direkt zum Kunden zu bringen.