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Wirtschaft & Märkte

Wie bleibt die deutsche Kunststoffindustrie wettbewerbsfähig?

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Michael Wittmann, President der Wittmann Group

In den letzten Jahren haben wir insbesondere in Zentraleuropa stark unter der hohen Inflation und den steigenden Energiekosten gelitten, die direkt miteinander zusammenhängen. Besonders Deutschland, aber in noch stärkerem Maße Österreich, sind massiv betroffen. Dies wirkt sich erheblich auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und Industriebetriebe aus und bestimmt heutzutage einen Großteil unserer Entscheidungen und Aktivitäten.

(Bild:  PlastXnow)
(Bild: PlastXnow)

Unsere internationalen Ausbaupläne, wie der Aufbau von Fertigungen in Ungarn, der Türkei und China, stehen in diesem Zusammenhang. Ein Fehler der Politik war es, in den Jahren 2021 und 2022 die Inflation unkontrolliert ansteigen zu lassen und viel zu spät zu reagieren – insbesondere aus österreichischer Sicht. Hier sind Löhne und Gehälter direkt an die Inflation gekoppelt, was den politisch Verantwortlichen bewusst war. Die Folge war ein deutlicher Anstieg der Lohnstückkosten.

Ein weiterer entscheidender Punkt ist die Entwicklung Chinas in den letzten Jahren. Während der Corona-Pandemie, als Reisebeschränkungen galten und der Fokus oft anderswo lag, hat China große Fortschritte gemacht. Das Land hat sich von einem reinen Produktionsstandort zunehmend zu einem bedeutenden Entwicklungsstandort gewandelt.

Unsere Vision als Unternehmen umfasst mehrere Aspekte. Kurzfristig könnten Handelsbeschränkungen und Barrieren eine Rolle spielen, weshalb es wichtig ist, sich dezentraler aufzustellen. Sollte es zu Unterbrechungen in den Lieferketten kommen – was nicht ausgeschlossen werden kann, müssen wir resilienter werden. Die Zeit der reinen Globalisierung ist vorbei, das spüren wir bereits heute.

Um widerstandsfähige Lieferketten zu gewährleisten, ist es entscheidend, verstärkt lokal zu produzieren. Das ist ein zentraler Faktor in diesem Zusammenhang. Unsere Vision war es schon immer, auch für den lokalen Markt zu produzieren, unabhängig davon, ob Handelsbarrieren weiter zunehmen. Dennoch stehen sie aktuell als mögliche Herausforderung im Raum. Unsere langfristige Strategie besteht darin, in den großen Wirtschaftsräumen – speziell in Nordamerika, Europa und Asien – lokal zu agieren und die Märkte direkt vor Ort zu versorgen.

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